Schubert • Alinde

Der Plan war einfach. Ein Schubert-Lied etwas abseits der legendären Zyklen. Und das möglichst in drei bis vier unterschiedlichen Interpretationen. Das Lied war bald gefunden. Bei vielen der verfügbaren Aufnahmen bin ich aber aus verschiedenen Gründen nicht glücklich geworden. Dennoch: drei Versionen habe ich immerhin ausgegraben, bei denen mich sowohl die gesangliche als auch die pianistische Darbietung überzeugt haben. [Die dritte Version musste ich allerdings genau genommen gar nicht ausgraben. Denn durch diese Aufnahme bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen, genau dieses Lied zu wählen. 😉 ]


Franz Schubert • Alinde (D 904)
(Text: Friedrich Rochlitz)

Christian Gerhaher • Bariton
Gerold Huber • Klavier


Ian Bostridge • Tenor
Julius Drake • Klavier


Dietrich Fischer-Dieskau • Bariton
Gerald Moore • Klavier


Titelbild © Random Randomsen

8 Gedanken zu “Schubert • Alinde

  1. Karin sagt:

    Für mich sind sie jetzt Abendtönebilder diese drei Interpretationen, wobei mir zu diesem Lied von der Stimmlage der Bariton am besten gefällt , das ist rein subjektiv, denn auch die beiden Tenöre sind hervorragend – es ist vielleicht der späten Stunde des Hörens geschuldet -:)) Das Lied kannte ich im übrigen noch nicht.
    Mit einem Gutenachtgruß in diesen lauen Sommerabend mit leuchtendem Mond und Abendstern, Grillengezirpe am Mainäquator und einem Dankeschön für’s Vorstellen, Karin.

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine abendklangverzauberte Resonanz. 🙂 Es ist ja tatsächlich auch ein Abendlied. Für mich war Dietrich Fischer-Dieskau der Türöffner und zuverlässige Wegbegleiter im Reich der Schubert-Lieder. So gibt es in meinem Klanghamsterschatz auch eine umfangreiche Schubert-Sammlung mit Fischer-Dieskau (insgesamt ziemlich genau 24 Stunden Spieldauer). Da höre ich mich seit einigen Tagen durch, und so ist dieses nicht ganz so bekannte aber bezaubernde Lied hier im Blog gelandet.
      Hier noch eine kleine Zugabe. Dieses Lied gehört auch zu diesen Abend- oder Nachtstücken.

      Mit einem klangvollen Gruß zur traumhaften Sommernacht 🐻

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  2. Videbitis sagt:

    So ein vergleichendes Hören finde ich ganz wunderbar. Fischer-Dieskaus Gesang ist so sanft, er schmeichelt sich so ins Ohr, daß es mir für die anderen Beiden fast ein bißchen leid tut. Das sind ja auch gute Sänger, aber im direkten Vergleich …

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    1. Random Randomsen sagt:

      Ja, das finde ich immer wieder ganz faszinierend. Man lernt Werke und Interpreten auf ganz neue Weise kennen und schätzen. Spannend ist für mich auch immer wieder die Frage: wie weit kann man ein Stück neu erfinden ohne dabei ein neues Stück zu erfinden?

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    2. Karin sagt:

      Die kleine Laute klingt erst heute zum Morgen, gestern war ich nach anstrengendem Besuch nach meinem Kommentar PC-müde. Ich muss mal auf die Suche nach nicht so geläufigen Schubertliedern gehen, da wartet bestimmt noch manche Entdeckung auf mich.
      Mit bereits sonnendurchwärmten Grüßen in den Morgen wünsche ich Dir einen wunderbaren letzten Julitag, Karin

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      1. Random Randomsen sagt:

        Sie klingt bestimmt auch heute noch gut (und ist gewiss auch weder kleiner noch lauter geworden). Ja, Entdeckungsreise statt Winterreise – das ist bestimmt zur Abwechslung auch eine gute Strategie. [Eines der nicht ganz so bekannten Lieder wird auch hier demnächst zu hören sein.]
        Mit einem sonnigen Gruß aus dem Heizlüfter 🐻

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  3. PPawlo sagt:

    Ja, auch mir gefällt es, drei wunderschönen, warmen Männerstimmen zu lauschen und dabei die Unterschiede zu spüren. Immer mehr zu spüren; denn mit regelmäßigem Besuch hier auf deinen Seiten lässt sich da endlos etwas hinzugewinnen. Schön, immer mehr ein Gespür dafür zu bekommen, dass es anders und und noch etwas anders geht! Und zu Schuberts Lieder bekomme ich immer mehr Zugang. Wär ja auch seltsam, wo ich ihn ja sonst ganz besonders gern höre. Tja, was die Volksseele angeht, wie ich im letzten Kommentar im vorigen Beitrag bemerkt habe, gibt’s da wohl auch sehr viel mehr Quellen für volkstümliche Lieder wie z.B. Trinklieder oder Scherzlieder etc. etc 😉 Dein herrliches Himmelbild hat wohl mit der Situation des Wartenden zu tun? Die Wolken sind bald vorüber? Hab’s gut heute! Mit einem herzlichen Gruß, Petra

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein stimmenverzaubertes Echo. 🙂 Ja, das ist auch etwas, wofür ich mich endlos immer wieder begeistern kann: die letztlich unerschöpflichen Möglichkeiten, in einem musikalischen Werk noch neue Facetten zu entdecken.
      Neben dem Liedgut ist die Volksseele ja auch immer stark in Tanzmusik zum Ausdruck gekommen. Das ist ja wohl auch ein ganz elementares Bedürfnis: die klangliche Schwingung in Bewegung auszuleben.
      Tatsächlich soll das Bild zum Ausdruck bringen, dass die Situation längst nicht so düster ist, wie sie dem Ungeduldigen zunächst erscheint. Als ich das Bild bereits eingefügt hatte, fand ich dann, dass die „Wellen“ am unteren Bildrand auch ganz gut zur Klavierbegleitung passen…
      Mit einem herzlichen Gruß zum zauberhaften Tag 🐻

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