Der Trauer einen Klangraum geben (II)

Heute kommt hier der bereits angekündigte zweite Teil von „Der Trauer einen Klangraum geben.“ Vielleicht werde ich das bei Gelegenheit noch weiter führen – aber vorerst bleibt es bei zwei Teilen. Denn I und II sind auf besondere Weise miteinander verknüpft. Einer der Musiker von Teil I rückt hier ins Zentrum. Auch ist es so, dass die Trauer bei Teil I unspezifisch geblieben ist, während sie sich im zweiten Teil auf ein konkretes Ereignis bezieht.

Und zwar ist es so, dass Ram Dass Khalsa kürzlich den Verlust seines neugeborenen Sohnes zu beklagen hatte. Er hat sich damit auch in mehreren Musikstücken auseinandergesetzt, von denen ich drei ausgewählt habe. Die ersten beiden sind Instrumentalstücke – dazu habe ich jeweils unter dem Video die begleitenden Texte eingefügt. Beim letzten Stück wird es ausreichen, den Songtext für sich sprechen zu lassen…


And Now He Has Wings
Ram Dass Khalsa, Bogdan Djukic, Matías da Via

Ram Dass Khalsa • Gitarre, Klarinette
Bogdan Djukic • Violine, Perkussion
Matías da Via • Stimme

‚And Now He Has Wings‘ is a musical painting telling the story of someone releasing their human form and growing „wings“ into another realm. Inspired by the passing of Ram Dass‘ newborn son, the music evokes the feeling of being close to the veil that separates the spirit world and the physical world, feeling death not only as a loss but as a birth into something new.


Elegy for a Yellow Bird
Ram Dass Khalsa

Ram Dass Khalsa • Gitarre, Klarinette
Bogdan Djukic Perkussion

A musical poem that evokes the grief after loss and yearns to be able to help the innocent. Written from the memory of saving a baby bird that had not gained the ability to fly not long after Ram Dass lost his newborn son to a fatal genetic condition. It speaks to the longing to be able to turn back the past, but instead facing forward and trying to help those that we can.


Niagara
Ram Dass Khalsa

Mit Ram Dass Khalsa • Gesang, Gitarre

Titelbild © Random Randomsen

4 Gedanken zu “Der Trauer einen Klangraum geben (II)

  1. Stefan Kraus sagt:

    Trauer will sich äußern. Wer ihr zuhört, möchte still werden. Und doch ist es kein Monolog. Der Dialog findet statt auf anderer Ebene. Hier spricht die Musik das Unaussprechliche aus, und es schwingt etwas sehr positives mit, eine Hoffnung, ein Glaube. Respekt vor diesem Menschen.

    Dir einen schönen Tag, und liebe Grüße an dich. 🙂

    Gefällt 4 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine feinfühlige Resonanz. 🙂
      Ja, hier kommt die Grenzenlosigkeit der Musik schön zu ihrer Geltung. Endlichkeit und Unendlichkeit, Stille und intensiver kommunikativer Austausch, Licht und Schatten – hier sind sie nicht Gegensätze oder gar Antipoden, sondern einfach Aspekte eines einzigen grenzenlosen Seins.
      Mit herzlichen Grüßen zum zaubererfüllten Sonntag 🐻‍❄️

      Gefällt 3 Personen

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