Der Trauer einen Klangraum geben (I)

In letzter Zeit gab es hier mehrere sonnige Beiträge. Und da scheint es mir ganz passend, den Blick auch in die andere Richtung zu wenden. Denn es gibt ja Phasen im Leben, in denen nicht alles eitel Sonnenschein ist. Dazu gehört dann oft auch Trauer. Heute und demnächst in einem weiteren Beitrag möchte ich zeigen, was dabei herauskommen kann, wenn sich jemand in Musik und Text mit der eigenen Trauer auseinandersetzt.


Here Comes the Rain
Jai-Jagdeesh

Jai-Jagdeesh • Gesang
Ram Dass Khalsa • Gitarre
Bogdan Djukic • Violine

Titelbild © Random Randomsen

6 Gedanken zu “Der Trauer einen Klangraum geben (I)

  1. Stefan Kraus sagt:

    Eine schöne Einheit aus Beitragsfoto, Musik und Text des Songs, der die Phasen der Trauer musikalisch in eine Atmosphäre einbettet, wie ich sie auch oft in der Trauer erlebte.

    Trauer ist ja vielgestaltig, nicht nur von Mensch zu Mensch mit individuellen Unterschieden, sondern auch innerhalb des Individuums. Das spiegelt sich auch in den Trauermusiken, wie es deine „(I)“ andeutet. Ich bin gespannt…

    Dir einen schönen Sonntag und liebe Grüße an dich! 🙂

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Hab‘ ganz lieben Dank für deine feinfühlige Resonanz. 🙂
      Dieser eine Song demonstriert eindrücklich zweierlei: zum einen die ganz unterschiedlichen Facetten und Wirkungen der Trauer. Nicht ohne Grund ist der Satz „Ich weiß genau, wie du dich fühlst“ für Trauernde nicht sehr hilfreich. Es gibt für Trauer keine Magnitudenskala, bei der man bestimmten Ereignissen einen genau umgrenzten Grad der Erschütterung beimessen könnte. Und zum anderen eben die pure Schönheit, die aus Trauertrümmerfeldern manchmal erwachsen kann.
      Mit herzlichen Sonntagsgrüßen 🐻

      Gefällt 3 Personen

  2. PPawlo sagt:

    Ein sehr beeindruckendes, berührendes Video! Aber zuerst ist da ja dein bezauberndes Bild, im Dunkel , aber schon mit dem Aufleuchten der Hoffnung und des Lichts. Wunderbar finde ich bei all dem Schmerz, von dem Jai-Jagdeesh singt, den Moment der Gnade, das sich Reingeben, das Gesicht in den Regen halten, wie ein Kind offen für’s Kommende. Wie mit leeren, offenen Händen. Ein Moment des Trostes. Bin gespannt, wie’s mit dem schwierigen Thema weitergeht. Liebe Sonntagsgrüße, Petra

    Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Vielen Dank für deine harmonisch vibrierende Resonanz. 🙂
      Ja, dieses Lied ist unglaublich reich an ganz unterschiedlichen Facetten, die zudem in sehr poetischen Sprachbildern ausgedrückt werden. Und ich finde es auch bemerkenswert, dass die Dramatik rein dem Text überlassen wird, während die Musik eine abgeklärte Ruhe bewahrt und die Violine sogar eine permanent offene Verletzlichkeit signalisiert.
      Das Bild sollte diese gemischten Gefühle symbolisieren und eben auch eine Schönheit zeigen, die nur so möglich ist, die es in einer „reinen Stimmung“ (z.B. eitel Sonnenschein) nicht gibt.
      Mit einem herzlichen Sonntagsgruß 🐻

      Gefällt 3 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..