Lachrimæ Lyræ

Eine griechische Lyra und vier Gamben – das ist eine Kombination, die man nicht oft zu hören bekommt. Ungewöhnlich ist hier aber nicht nur die Besetzung, sondern ebenso die Herangehensweise an John Dowlands Musik. Allerdings nicht einfach „originell um jeden Preis,“ sondern musikalisch sehr überzeugend.

Im folgenden Video sind zwei Improvisationen über John Dowlands Lachrimae oder Seaven Teares zu hören. Die erste nennt sich Lachrimæ antiquæ, die zweite Sir John Souch His Galliard.


Lachrimæ Lyræ
Nach John Dowland

Sokratis Sinopoulos • Lyra
L’Achéron (François Joubert-Caillet, Andreas Linos, Lucile Boulanger, Sarah van Oudenhove)

Und noch eine schöne Zugabe, bei der die Lyra sozusagen in ihrem angestammten musikalischen Umfeld zu hören ist…

Zeibekikos
Sokratis Sinopoulos

Mit Sokratis Sinopoulos • Lyra

Mein heutiges Titelbild würde übrigens in gewisser Weise als Rätselbild taugen, mit der Frage: wie viele Wassertropfen sind auf dem Bild zu sehen? Das Zählen kann man sich allerdings sparen. Denn das Bild zeigt die Unterseite des Blattes – die Wassertropfen dagegen befinden sich auf der Oberseite. Durch den Lichteinfall sieht man zwar, dass sich dort Tropfen befinden, aber man sieht nicht die Tropfen selbst.


Titelbild © Random Randomsen

7 Gedanken zu “Lachrimæ Lyræ

  1. PPawlo sagt:

    Wie nah Traurigkeit und Freude manchmal liegen! Das zeigt sich im letzten Teil des ersten Video berührend. Im zweiten Video scheint die Freude dann zu überwiegen. Was für Unterschiede in den musikalischen Fassungen und Rhythmen! Und du zeigst uns die Kehrseite eines Blattes dazu, wo die Tränentropfen gegen das Licht erstaunlich sichtbar werden. Ein klug und symbolisch zusammengestellter und wohltuender Beitrag! Danke! Liebe Morgengrüße an dich, Petra

    Gefällt 4 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine berührte und aufmerksame Resonanz. 🙂
      Ja, das ist ganz erstaunlich, wie die Stimmung fast nahtlos von Klage in Freude übergehen kann. Und die Lyra ist, wie ich finde, ein Instrument, das beides besonders eindringlich zum Ausdruck bringt.
      Deshalb auch das Titelbild, das dieses Licht- und Schattenspiel auf ungewöhnliche Weise zeigt.
      Mit einem herzlichen Gruß zum zaubererfüllten Tag 🐻

      Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine harmonische Resonanz. 🙂
      Diese besondere „Dowland-Stimmung“ ist auch nach Jahrhunderten immer noch sehr berührend. Und diese Renaissance-Musik wird auch immer wieder auf vielfältige Weise neu geboren – die Bandbreite an unterschiedlichen Arrangements ist ja immens.
      Mit einem herzlichen Gruß zum zauberhaften Tag 🐻

      Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine positive Resonanz und den Hinweis auf den Rembetiko. Ich hätte den klanglichen Ausflug in den ersten rund zwei Minuten nicht zuordnen können. Das Wort von der „ewiggültigen Musik“ würde ich (mit)unterschreiben.
      Mit einem herzlichen Gruß zum zauberhaften Abend 🐻

      Gefällt 1 Person

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