Neue Musik für ein…

…altes Instrument.

Noch einmal habe ich als Sonntagsmusik ein neueres Werk eines nordischen Komponisten anzubieten. Und zwar die 2015 entstandene Komposition Teoton des Finnen Jukka Tiensuu. Eine Besonderheit hierbei ist, dass ein modernes Sinfonieorchester mit einem alten Musikinstrument (seine Ursprünge reichen gut und gerne 3.000 Jahre zurück) der chinesischen Traditionsmusik kombiniert wird. Und das spannende Ergebnis dieser Partnerschaft klingt so:


Teoton (Konzert für Sheng und Orchester)
Jukka Tiensuu

I. Fever
II. Adrift
III. Game
IV. Bliss

Wu Wei • Sheng
hr-Sinfonieorchester • Dima Slobodeniuk (Leitung)

Wer gerne einen Blick in die Partitur werfen möchte, kann dies hier tun:
https://tiensuu.fi/Scores/Tiensuu_Teoton.pdf


Und wer mehr über die Sheng erfahren möchte, findet hier eine gute Gelegenheit:


Titelbild © Random Randomsen

9 Gedanken zu “Neue Musik für ein…

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein positives Echo auf mein Titelbild. 🙂
      Es dürfte sich hier um Schmetterlings-Trameten handeln, die zur selben Familie gehören wie beispielsweise die bekannten Zunderschwämme. Diese hier sind auf einem riesigen Baumstumpf zuhause, der ihnen ideale Bedingungen zu prächtigem Gedeihen bietet. Mich faszinieren solche Gebilde immer wieder. Das Bild schien mir optisch gut zu dieser vielschichtig-klangfarbigen Musik zu passen. Zudem ist es aber auch eine Verbindung von alt (die Lebensspanne des Baumes dürfte wohl in der Größenordnung eines Vierteljahrtausends liegen) und neu (die Fruchtkörper der Trameten dürften weitgehend diesen Sommer entstanden sein).

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        1. Random Randomsen sagt:

          Ja, ein buchstäblich bildschönes Motiv. 🙂
          Die Geschichte mit den Facetten könnte man hier noch tüchtig ausbauen, indem man beispielsweise ausführlicher auf die wechselwirksamen Beziehungen zwischen Bäumen und Pilzen einerseits und fernöstlichem Soloinstrument und westlichem Orchester anderseits einginge. Das würde ich zwar sehr gerne lesen, aber nicht unbedingt schreiben wollen. 😉

          Gefällt 2 Personen

  1. PPawlo sagt:

    Da erklingt ja voll spannende, voll ungewohnte Musik für mich! Vor allem diese Lebens-und Spielfreude von Wu Wei und die konzentrierte, bedachtsame Antwort des Orchesters. sind sehr faszinierend! Was dabei rauskommt, ist Zauber pur! Das möchte ich mir noch einmal genauer vornehmen! Vielen Dank für diese großartige Entdeckung mitsamt des mir bisher unbekannten Komponisten, dessen Musik so modern, aber berauschend ist! Liebe Grüße und eine gute Woche, Petra

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine begeistert mitschwingende Resonanz. 🙂
      Ja, das ist eine höchst eigentümliche aber ganz und gar faszinierende Klangwelt. Und diese Interaktion zwischen Solist und Orchester ist auch optisch attraktiv. 🙂
      Mit einem herzlichen Gruß zur erfreulichen Woche 🐻

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