Vögel und Musik • drei Klangbilder

Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, lässt sich das Thema Vögel auf sehr unterschiedliche Weise musikalisch verarbeiten. Ich möchte dies nun anhand dreier Beispiele aus einem Musikprogramm von Elina Mustonen noch etwas ausführlicher zeigen. Dabei werden auch zwei für dieses Programm komponierte (und naturgemäß noch wenig bekannte) Werke zu hören sein.


Sozusagen als Türöffner eine sehr bekannte Komposition, bei der auch der porträtierte Vogel deutlich zu erkennen ist.

La Poule
Jean-Philippe Rameau

Elina Mustonen • Cembalo

Das zweite Werk zeigt, dass man das Thema Vögel auch ganz anders angehen kann. Das hat man nun vom Türöffner… 😉

Empty Cage
Peter Machajdík

Elina Mustonen • Cembalo

Im dritten Beispiel geht es dagegen wiederum um einen ganz bestimmten Vogel. Es ist allerdings einer, den man in der ornithologischen Fachliteratur vergeblich suchen würde. Sielulintu, der Seelenvogel, ist in der finnischen Mythologie beheimatet. Der Legende zufolge bringt Sielulintu die Seele des Menschen bei dessen irdischer Geburt und holt sie zum Zeitpunkt des Todes wieder ab, um sie an einen sicheren Ort zu bringen.

Sielulintu
Olli Mustonen

Elina Mustonen • Cembalo

Titelbild © Random Randomsen

2 Gedanken zu “Vögel und Musik • drei Klangbilder

  1. PPawlo sagt:

    Dein Vogelbild fängt etwas ganz Typisches von diesen bezaubernden Wesen ein, wie es nun mal Vögel sind- zumindestens für mich. Und der Zauber wird auch in allen 3 ganz besonderen Musikstücken wiedergegeben. Im ersten Stück meint man im Rhythmus das Hacken und das Gackern des Huhnes zu hören, aber auch ihr Laufschritt ist dabei eingefangen. Das zweite Stück ist wohl doppeldeutig? Einmal eine Widmung an John Cage, aber wohl auch echt an einen leeren Käfig. Ob da ein Kuckuck der Türöffner war? Schön, sich Zeit dafür nehmen zu können! Die Beute ist reich!!!!! 😉 Herzlichen Dank!

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieblichen Dank für deine bezauberte Resonanz. 🙂
      Ja, im ersten Stück wird die Henne in verschiedenen Facetten sehr schön gezeichnet. Das zweite Stück lässt sich, wie ich finde, überhaupt mehrdeutig interpretieren. Vielleicht als Reminiszenzen an Vögel, die einst im jetzt leeren Käfig gehalten wurden. Oder vielleicht hört man frei lebende Vögel, weil der Käfig bewusst leer gelassen wurde. Der Kuckucksruf vielleicht gar als Andeutung, dass der Käfig sozusagen ein „Kuckucksnest“ ist (also eine Vogelwohnung, die keiner braucht, weil Kuckucke ja keiner Nester bedürfen). Oder ist es gar ein Versteckspiel (guck-guck) eines ausgebüxten Vogels? [Möglicherweise würde der Komponist aber sein Werk in diesen Deutungen nicht wiedererkennen. 😉 ]
      Mit einem herzlichen Sonntagabendgruß 🐻

      Gefällt 2 Personen

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