Uccelli

Vögel und Musik scheinen irgendwie eng verbunden zu sein. Die Imitation von Vogelgesängen dürfte wohl zum frühesten musikalischen Repertoire der Menschen gehört haben. Olivier Messiaen ist bei verschiedenen Kompositionen (z.B. dem Catalogue d’Oiseaux) einen Schritt weiter gegangen. Er hat bei seinen klingenden Vogelporträts auch das Umfeld mit einbezogen (Landschaft, Tageszeiten, Temperatur, Düfte, usw.).

Alfred Gammelsæter hat bei seinem Op. 10 einen ähnlichen Weg eingeschlagen. Denn sein Werk Uccelli kann man sich eigentlich am ehesten als eine Folge von Waldszenen vorstellen. D.h. hier werden die Stimmung, die Witterung aber auch die Stille des Waldes dargestellt. Und dies bildet den Hintergrund für verschiedene Vögel wie Schwäne, Kuckucke, oder auch einen Falken im Sturzflug.


Uccelli (Fugler) Op. 10
Alfred Gammelsæter

Einar Steen-Nøkleberg • Klavier

Titelbild © Random Randomsen

7 Gedanken zu “Uccelli

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein erfreutes Echo. 🙂
      Der Werkkatalog dieses Komponisten ist auch nicht sehr umfangreich, und es gibt leider nur ganz wenige Aufnahmen.
      Nebenbei mag es dich interessieren, dass der inzwischen verstorbene Jan Erik Kongshaug bei dieser Aufnahme (2012) für die Tontechnik verantwortlich war.
      Mit einem klangvollen Gruß zum zauberreichen Tag 🐻

      Gefällt 2 Personen

  1. PPawlo sagt:

    Erst mal springt dein Bild ins Auge. Die Blätter scheinen sich zu bewegen. Schatten und Licht wirken in den Zweigen wie verschiedene Ebenen. Die Musik erinnert mich an Débussy. Mehr als Vögel ist es für mich eher Klangmalerei. So wie die Art von abstrakter Malerei, die sich vor allem mit Form und Farbe beschäftigt. Einfach in den Tönen und Tonfolgen zu verweilen übt eine ganz besonderen Zauber aus. Liebe Grüße, Petra

    Gefällt 1 Person

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine aufmerksame Resonanz. 🙂
      Ja, ich denke dass die Musik letztlich auch so gedacht ist, dass man sich den Tonfolgen und Klangfarben hingibt, so, wie man in einem Wald einfach SEIN und sich sozusagen der „Waldgesamtheit“ hingeben kann, ohne die Aufmerksamkeit an bestimmte Details zu heften. Vor diesem Hintergrund habe ich letztlich auch das Bild ausgewählt. Es ist eine Spiegelung – eigentlich blicken wir auf eine glatte Fläche, und doch ist es ein vielschichtiges Spiel mit Farben, Formen, Licht und Schatten.
      Mit einem herzlichen Abendgruß 🐻

      Gefällt 1 Person

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