Kreisverkehr

So auf den ersten Blick regt mich Bild Nr. 3 aus Myriades September-und-Oktober-Impulswerkstatt

© Myriade

… zur Frage an, wie oft wohl ein Mensch sich im Kreis drehen kann, bis ihm endlich ein Licht aufgeht?

Musikalisch fällt mir zum Bild Joni Mitchells Circle Game ein. Das hatte ich zwar vor einigen Jahren bereits im Programm, aber es ist so großartig, dass es immer wieder hörenswert (oder auch immer wiederhörenswert) ist. 1966 entstanden, wurde es 1970 erstmals auf einem Album veröffentlicht. Ich habe hier allerdings für den Einstieg eine Version ausgewählt, die 1974 bei einem Konzert in Los Angeles aufgenommen wurde.


The Circle Game
Joni Mitchell

Joni Mitchell • Gesang, Gitarre

Es ist zwar leicht zu erkennen, dass Joni Mitchell nicht das abgebildete Kreisverkehrsmittel im Sinn hatte. Dennoch passt das Bild für mein Empfinden gut zur Stimmung.

Auf Joni Mitchells fabelhafter Website ist der Text mit vielen zusätzlichen Informationen zu finden:
https://jonimitchell.com/music/song.cfm?id=39


In der ersten Aufnahme hatte Joni Mitchell, wie gewünscht, eine Menge out-of-tune(-and-out-of-time) voices mit dabei. Es geht aber durchaus auch anders. Ganz anders.

The Circle Game
Joni Mitchell

Joni Mitchell • Gesang
Arrangement und musikalische Leitung • Vince Mendoza

Es ist ja kein Zufall, dass Joni Mitchell in der ersten Aufnahme den Vergleich zwischen Malerei und Musik anspricht. Warum das so ist, lässt sich über diesen Link erkunden:
https://jonimitchell.com/paintings/

7 Gedanken zu “Kreisverkehr

  1. Myriade sagt:

    Die Frage der Fragen zu Beginn des Beitrags muss man wohl mit „sehr, sehr oft“ beantworten. Immer rundherum, eben wie im Circle Game. Ich glaube, es ist eine sehr große Erkenntnis wenn man bemerkt, dass man sich im eigenen Saft immer rundherum und rundherum bewegt und Impulse von außen ignoriert. Leider bemerken wir das immer nur bei den anderen. Es kommt mir vor wie die Ursuppe, wäre da nichts dazugekommen wären wir immer noch als Einzeller in der Sauce …
    Darum geht es hier ja gar nicht, aber nach bewährtem Muster mache ich halt einen kleinen thematischen Umweg.
    Sehr nett finde ich die Kinderzeichnung mit Mütze und Weihnachts(?)baum einer 6 jährigen Künstlerin, die es noch weit bringen wird.
    vielen Dank für einen wieder einmal sehr originellen Beitrag zur verlängerten Impulswerkstatt

    Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine Betrachtungen zum „Circle Game.“ Es ist wohl auch manchmal gar nicht so leicht, das zu beurteilen. Manchmal ist es wie bei einem Baum: die Muster der Jahreszeiten wiederholen sich viele Male – und doch entwickelt sich der Baum langsam aber stetig weiter. Und manchmal verändert jemand ständig die äußeren Lebensumständlichkeiten und bleibt innerlich doch die Stagnation in Person.
      Ich gehe davon aus, dass das im angesprochenen Bild ein Freiluft-Baum ist und sie sich selber beim Eislaufen auf dem gefrorenen Fluss porträtiert. Da finden wir uns sogar im „Circle Game“ Text wieder:
      „Then the child moved ten times round the seasons
      Skated over ten clear frozen streams“
      Mit klangvollen Grüßen 🐻

      Gefällt 3 Personen

  2. PPawlo sagt:

    Schön, wie du das Lebenskarussell mit diesem Bild verbindest! Schön auch , Joni Mitchell mal wieder zu hören!
    Da kommt mir hier eine andere Assoziation: ich hab mal irgendwo eine Geschichte gelesen, in der alle iin ihrem Auto im Kreisverkehr landeten, aus dem sie einfach nicht mehr raus kamen. Es war allerdings nicht tragisch, sondern urkomisch gedacht. 😉

    Gefällt 2 Personen

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