IV • Josef

Beim heutigen Lied begegnen wir einem im 20. Jahrhundert entstandenen Gedicht in einer vor wenigen Jahren entstandenen Vertonung. Der Textverfasser André Bjerke gehört zu den bedeutendsten norwegischen Literaturschaffenden des 20. Jahrhunderts. In seinem Gedicht erleben wir eine Perspektive, die bei Weihnachtsliedern nicht eben häufig ist. Denn hier erzählt der Heilige Josef von seinem Fühlen und Erleben.


Josef

Text • André Bjerke
Musik • Sigvart Dagsland

Sigvart Dagsland • Gesang
Ingelin Reigstad Norheim • Gitarre, Gesang
Kjetil Steensnæs • Gitarre
Bjørn Holm • Bass
Hildegunn Garnes Reigstad
Schlagwerk, Gesang
Torjus Vierli • Tastenwerk

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Titelbild © Random Randomsen

19 Gedanken zu “IV • Josef

  1. versspielerin sagt:

    was für ein schöner adventskalender, lieber random, hab ganz herzlichen dank für diese täglichen musikalischen genüsse! ich mag ohnehin die musik, die du vorstellst, meistens sehr! und diese nordischen klänge … ja, ganz wunderbar. eine lichtvolle und harmonische adventszeit dir, voller musik!
    diana

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        1. Judith sagt:

          Das ist wirklich ein sehr schönes und zugleich sehr ungewöhnliches Lied. Ob es wohl irgendwo den Text dazu gibt? Meine norwegischen Sprachkenmtnisse reichen leider nur zu einem kleinen Teil aus, ihn zu verstehen.
          Ein wenig erinnert mich das Lied an “ Mon vieux Joseph“ von Georges Moustaki, das ich auch seinerzeit bemerkenswert ungewöhnlich fand.

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          1. Random Randomsen sagt:

            Lieben Dank für dein berührtes Echo. 🙂 Sehr ungewöhnlich, ja, und ein echtes Juwel. Karin (vom Dach) hat den Text weiter unten in der Kommentarsektion eingefügt, und ich habe es mir nicht nehmen lassen, kurzerhand eine „Nacherzählung“ hinzuzufügen.
            Mit einem herzlichen Gruß 🐻

            Gefällt 1 Person

  2. PPawlo sagt:

    Das ist ein ganz mitreißendes, rhythmisch packendes Lied und so gefühlvoll gesungen! Trauriges fühle ich da nicht, aber einfach Vorfreude, die sich bis zum Schluss noch stark steigert. Ich habe den Eindruck, dass das dein schönster Adventskalender bisher wird! Mit liebem Gruß, Petra

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für dein erfreuliches Echo. 🙂 Ja, dieses Lied ist auf jeden Fall ein großer Wurf. Von der Dichtung über die musikalische Umsetzung und eben auch die gesangliche Gestaltung durch Sigvart Dagsland. Eine schöne Darstellung Josefs, der zwar knapp ahnt, wie ihm geschieht, der aber voll Vertrauens ist und auch Vertrauenswürdigkeit ausstrahlt (das kommt in der Musik auch schön zum Ausdruck).
      Mit einem herzlichen Gruß 🐻

      Gefällt 1 Person

  3. Karin sagt:

    Ich habe ein wenig gestöbert und das hier gefunden:

    Josef
    Aldri har jeg fattet kvinnedrømmer. For min enkle gjerning er jeg skapt. Alt jeg kan er å håndtere tømmer. Hva du sa til meg begrep jeg knapt. At din sønn er Guds forstår jeg ikke. Meg ble ikke seergaven gitt. Men jeg ser det lys du har i blikket, og mitt hus blir også hans og ditt. For jeg vet at allting har vi felles. Sammen er vi, sammen vil vi bo. Sammen går vi veien for å telles av Augustus og vårt tall er to. Og en tredje får vi i vårt verge alt i natt-Maria, du er trett. Ikke fikk vi ly på nattherberget, skjønt vår vei var lang fra Nasaret. Men jeg tror vår lange ferd er omme. Vi er fremme. Det er hit vi skal. Her er husly. Her kan barnet komme. Lille elskede, jeg ser en stall. Andre Bjerke
    hier gefunden, aber leider keine deutsche Übersetzung:

    Klicke, um auf P%202012%201.pdf zuzugreifen

    Lieber Gruß zu Dir und auch ich freue mich täglich auf diese so ganz anderen Weihnachtslieder, in die ich mich meist nur emotional fallen lasse, da ich der skandinavischen Sprachen nicht mächtig – aber vielleicht macht das gerade auch ihren Zauber aus.

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine harmonische Resonanz auf meine Musikauswahl und für dein Stöbern nach dem Gedicht von André Bjerke. Eine deutsche Übersetzung habe auch ich nicht gefunden, aber zumindest habe ich eine sinngemäße Nacherzählung „erfunden.“ 😉
      „Auf Frauenträume habe ich mich nie verstanden, denn ich bin für mein schlichtes Zimmermannshandwerk geschaffen. Kaum begriff ich, was du zu mir sagtest. Dass dein Kind Gottes Sohn ist, verstehe ich nicht. Die Gabe eines Sehers wurde mir nicht zuteil. Wohl aber sehe ich das Leuchten in deinen Augen. Und mein Haus wird auch seins und deins sein. Denn ich weiß, dass uns Gemeinschaft beschieden ist, dass wir alles teilen und gemeinsam leben werden. Gemeinsam treten wir auch unsere Reise an, um uns von Augustus zählen zu lassen: und unsere Zahl ist zwei. Und einen Dritten werden wir in unsere Obhut bekommen. Schon heute Nacht. Maria, du bist müde. Trotz unseres weiten Weges von Nazareth bekamen wir keinen Platz in der Herberge. Doch ich glaube, dass unsere lange Reise vorüber ist. Wir sind angekommen. Hier liegt unser Ziel. Hier finden wir Unterschlupf, hier kann das Kind kommen. Liebste, ich sehe einen Stall.“
      Ich hoffe natürlich, dass damit das Lied nun aber nicht entzaubert ist – das wäre ja schade. 🙂
      Mit einem klangvollen Gruß 🐻

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      1. Karin sagt:

        Wieso sollte die Erzählung entzaubern; ich bin an Josef’s Seite und verstehe sein Unverständnis – Jesus ist für mich Menschensohn und dass das Wohlergehen und die Liebe zu seiner Frau und dem Ungeborenen jetzt und in der Zukunft ihn umtreibt, das berührt mich. Die Legenden und Geschichten sehen ihn immer als Randfigur – das ist er aber nicht. Auch er prägt mit Maria zusammen die Kindheit Jesu.
        „Liebste ich sehe einen Stall“ kann es schönere Worte geben?
        Für mich klingt das Lied jetzt noch inniger -:)))
        Lieber Gruß vom graukaltem Dach, Karin

        Gefällt 2 Personen

  4. Judith sagt:

    Danke, liebe Karin, für das Herausfinden des Textes und dir, lieber Random, für die Nacherzählung. Ich glaube nicht, dass das Lied dadurch entzaubert wird. Es kann durchaus hübsch sein zu wissen, was da gesungen wird.

    Gefällt 3 Personen

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