Nachtstück

Das Nocturne aus Dmitri Schostakowitschs erstem Violinkonzert ist von der Grundstimmung her gewiss nicht eitel Sonnenschein. Aber für mein Empfinden mangelt es hier durchaus nicht an Licht und Wärme. Und vor allem ist es ein unglaublich feines Klanggewebe von betörender Schönheit. 


Violinkonzert Nr.1 in a-moll, Op. 99
I Nocturne (Moderato – Meno mosso – Tempo I)

Dmitri Schostakowitsch

Lisa Batiashvili • Violine
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks • Esa-Pekka Salonen (Leitung)

Noch ein Wort zu meinem heutigen Titelbild. In gewisser Weise hätte das Bild wohl für ein kleines Rätsel getaugt. Es wäre aber meines Erachtens doch ein allzu schräges Rätsel geworden. Wer mag, kann natürlich dennoch einen Rateversuch starten.


Titelbild © Random Randomsen

20 Gedanken zu “Nachtstück

      1. Random Randomsen sagt:

        Leider nicht ganz. Lisa Batiashvili hat auf der Unversehrtheit ihres Geigenbogens bestanden. 😉 Ersatzweise habe ich eine Kerze fotografiert – mit der Kamera in Schräglage, um das Bild etwas ausgefallener zu gestalten. 😀

        Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Sodele, nun will ich doch die Frage nach dem Titelbild auflösen. Ein Geigenbogenhaar wäre gewiss sehr passend gewesen – und mit der entsprechenden technischen Ausstattung auch ein attraktives Fotoobjekt. Hier ist allerdings – auch irgendwie passend zum Nocturne – eine Kerze abgebildet. Dabei habe ich die Kamera schräg gehalten, so dass die Kerze eine hübsche Diagonale bildet. Fotografisch kinderleicht – als Rätsel dann aber nicht mehr…
      Mit einem lichtvollen Abendgruß 🐻

      Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Für mein Empfinden ist das pure Schönheit. Und man findet die bei Schostakowitsch gar nicht so selten. Manches von ihm ist, nicht ohne Grund, wirklich erschütternd. Und einiges muss man sich sozusagen „verdienen,“ weil es zunächst sperrig wirkt.
      Hier noch ein Beispiel für diese manchmal nahezu unfassbare Schönheit:

      Gefällt 3 Personen

  1. versspielerin sagt:

    das ist wirklich außerordentlich – schön! geradezu betörend, da schließe ich mich lu gern an. 🙂 kenne schostakowitsch eher schwer, das ist dies zwar auch, aber eher schwer sehnsuchtsvoll. 😉
    herzlichst, diana

    Gefällt 4 Personen

  2. Videbitis sagt:

    Vor Jahren habe ich mir mal die Streichquartette von Schostakowitsch ausgeliehen und vier Wochen lang nichts anderes gehört – ich wollte unbedingt, daß mir seine Musik nahekommt. Leider vergeblich. Ich hoffte, als ich das Video oben anklickte, es erginge mir vielleicht inzwischen anders, aber leider, leider spricht die Musik mich nicht im Geringsten an. Ein Versuch war es Wert.:-)

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    1. Random Randomsen sagt:

      Ja, das ist schade. Manchmal stellt sich die Resonanz im zweiten oder dritten Anlauf ein. Und mit manchem wird man einfach nicht warm, wie man es auch dreht und wendet. Auch auf die Resonanz trifft zu, was Greg Lake mal über die Inspiration gesagt hat: sometimes it comes, and sometimes it doesn’t. 🙂

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  3. PPawlo sagt:

    In aller Schönheit durchflutet diese Musik einen dunklen, weiten Raum, in höchste Höhen und auch in Tiefen versinkend. Melancholisch und einsam, finde ich. Sie bringt Licht und zum Schluss auch Trost, den ich spirituell nennen würde. Ich bin sehr dankbar, dieses Stück kennen zu lernen. Es ist nicht so heftig wie viele seiner Stücke. Das zweite Video möchte ich auch noch hören. Ich freu mich sehr, die 4 jungen Musiker wieder mal „klassisch“ zu erleben. Auf deine schiefe Kerze wäre ich nie gekommen, weil sie auch gar nicht plastisch auf mich wirkt. Aber Kerzenlicht passt hier sehr gut, flatternd vor allem. Herzlich, Petra

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine feingestimmte Resonanz. 🙂 Ja, melancholisch und einsam würde ich so stehen lassen. Aber eben durchaus auch „trostvoll“ – vielleicht eben auch geborgen in einem Ur-Vertrauen, von dem im Kommentar zu deinem letzten Beitrag die Rede war.
      Der Quartettsatz mit dem DSQ ist schon auch unbedingt hörenswert. Für mein Empfinden auch stark mit dieser spirituellen Dimension.
      Genau deswegen habe ich das Bild nicht als „offizielles“ Rätselbild verwendet: denn es gibt nicht wirklich Anhaltspunkte, an denen man erkennen könnte, was es ist. Es war ein Experiment. Und es passte für mich dann prima zur Musik, weil es eben nicht romantischen Kerzenschein zeigt, aber auf seine Art doch sehr lichterfüllt ist. 🙂
      Mit einem klangvollen Abendgruß 🐻

      Gefällt 1 Person

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