Britten • Hymn

Auch wenn die gesamte Serenade für Tenor, Horn und Streicher von Benjamin Britten ein Hörgenuss ist – irgendwie habe ich an am sechsten Satz (Hymn) einen besonderen Narren gefressen. Und da dies ein Stück von überschaubarer Länge ist, kann man sich gut mehrere Versionen davon anhören, ohne gleich einen halben Tag zu investieren.

Interessant ist zudem, dass es sogar mindestens drei Aufnahmen unter der Leitung des Komponisten gibt. Also habe ich die für meine Lauschmuskeln (haha) wohlklingendste Version ausgewählt. Danach habe ich mich der nicht ganz einfachen Aufnahme gewidmet, zwei weitere Interpretationen auszuwählen, die eine spannende Perspektive auf das Werk bieten und dabei nicht allzu arg „im Schatten des Meisters“ stehen sollten.


Hymn
[Serenade for Tenor, Horn & Strings, Op.31]
Musik: Benjamin Britten
Text: Ben Jonson

Sir Peter Pears • Tenor
Barry Tuckwell • Horn
London Symphony Orchestra • Benjamin Britten (Leitung)


Ian Bostridge • Tenor
Radek Baborák • Horn
Berliner Philharmoniker • Sir Simon Rattle (Leitung)


Robert Tear • Tenor
Dale Clevenger • Horn
Chicago Symphony Orchestra • Carlo Maria Giulini


Queen and huntress, chaste and fair,
Now the sun is laid to sleep,
Seated in thy silver chair,
State in wonted manner keep:
Hesperus entreats thy light,
Goddess excellently bright.

Earth, let not thy envious shade
Dare itself to interpose;
Cynthia’s shining orb was made
Heav’n to clear when day did close:
Bless us then with wishèd sight,
Goddess excellently bright.

Lay thy bow of pearl apart,
And thy crystal shining quiver;
Give unto the flying hart
Space to breathe, how short so-ever:
Thou that mak’st a day of night,
Goddess excellently bright.

Ben Jonson (1572–1637)


Titelbild © Random Randomsen

2 Gedanken zu “Britten • Hymn

  1. Karin sagt:

    Keine einfach zu beurteilende Auswahl, die Du uns hier präsentiert hast. Für mich total neu und manchmal gewöhnungsbedürftig für meine ungeübten Ohren.
    Aber immer lernt man Neues kennen – einen Narren werde ich nicht daran fressen, aber Musik ist „ein weites Feld“.
    Ich würde Dich gern mal als Musiklehrer vor einer Klasse erleben -:))
    Ich wünsche einen schönen musikerfüllten Abend, ich werden streamlauschen bei Magenta., Karin

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein aufgeschlossenes Echo. 🙂 Ja, ein weites und auch ein spannendes Feld. Manchmal muss man den Narren erst ein wenig wachsen lassen, bis es sich lohnt, ihn zu fressen. 😉 Und manchmal stellt sich weder früher noch später der rechte Appetit ein. Auch das ist nicht schlimm – denn die musikalische Artenvielfalt ist ja erfreulich groß.
      Wer weiß, was in den nächsten Jahren noch alles geschehen kann. 😀
      Ich hoffe, du hast mit dem Magenta-Lauscherlebnis ins Schwarze getroffen. Ich habe es verpasst. Zu lange habe ich mich bei Steinböcken, tobender Damwildjugend und Wildschweinen (mit einer Schar taufrischer Frischlinge) aufgehalten. 🙂
      Mit einem klangvollen Gruß zum zaubererfüllten Abend 🐻

      Gefällt 2 Personen

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