Kelly Thoma (Κέλυ Θωμά) • Ice Tree

An einem Hochsommersonntag würde sich, dachte ich mir, doch eine Musik mit einem „eisgekühlten Titel“ ganz gut machen. Und zwar habe ich davon gleich drei verschiedene Aufnahmen anzubieten. Zunächst zum Kennenlernen die Album-Version. 


Kelly Thoma • Ice Tree

Kelly Thoma • Lyra, Sopran-Lyra
Ross Daly • Tarhu, Lyra
Zohar Fresco • Bendir

So eine klanglich ausgefeilte Studio-Aufnahme ist ja schon eine feine Sache. Die entscheidende Frage ist aber immer: wie klingt diese Musik, wenn sie im „echten Leben“ gespielt wird. Bei dieser Aufnahme hier klingt sie für mein Empfinden noch schöner als auf dem Album. Sehr stark ist in diesem Video auch die Wirkung, wie dieser eigentlich furchtbar trostlose Raum vom Zauber der Musik erfüllt wird.

Kelly Thoma • Ice Tree

Kelly Thoma • Kretische Lyra mit Resonanzsaiten
Meira Segal • Ney
Miriam Encinas Laffitte • Bendirs
Efrén López Sanz • Hurdy Gurdy

Interessant ist hier (wie auch bei der folgenden Aufnahme) das Instrument. Denn Kelly Thoma spielt hier eine Kretische Lyra mit Resonanzsaiten. Diese spezielle Variante des Instruments geht übrigens auf Ross Daly zurück, der in der ersten Aufnahme mitwirkte.

Bei der folgenden Konzertaufnahme mit „reduziertem Personal“ ist zunächst eine weitere Komposition von Kelly Thoma zu hören.

Kelly Thoma • Anamkhara / Ice Tree

Kelly Thoma • Kretische Lyra mit Resonanzsaiten
Efrén López Sanz • Hurdy Gurdy

Titelbild © Random Randomsen

8 Gedanken zu “Kelly Thoma (Κέλυ Θωμά) • Ice Tree

  1. Karin sagt:

    Das ist wieder eine Lehrstunde in Instrumentenkunde, Tante Guggel sei Dank und Ice Tree ist eine eigenartige Benamsung für dieses Stück – wäre auch wieder interessant zu erfahren, wieso und warum.
    Vom heiß-schwülen Dach ein Abendgruß – die Wolken ,die so hoffnungsvoll dräuenden sind wieder abgezogen ohne Regengabe – hast Du nicht wenigstens etwas Regenmusik für mich?
    Gute Nacht sagt Dir Karin

    Gefällt 1 Person

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine interessierte Resonanz. 🙂 Ja, das ist von den Instrumenten her ganz spannend. Ich war besonders fasziniert von der Lyra mit Resonanzsaiten (die ich zuvor noch nie gesehen / gehört hatte). Was es mit dem Titel auf sich hat, kann ich auch nicht sagen.

      Hier haben sich gleich gar keine Wolken gezeigt – also wenigstens keine leeren Versprechungen. 😉

      Eine Regenmusik habe ich schon. Vielleicht etwas Lebhaftes:

      Oder doch lieber etwas Ruhigeres am Abend:

      Mit einem klangvollen Gutenachtgruß 🐻

      Gefällt 1 Person

      1. Karin sagt:

        Die Regenmusik tröpfelte erste heute Morgen in mein Ohr, gestern hatte ich den PC nach meinem Kommentar ausgemacht. Für beide danke ich Dir von ganzem Herzen, wobei der RainTree – wieder so eine Entdeckung ist, die beglückt und verzaubert.
        Einen schlaferfrischten Morgengruß zu Dir, Karin
        Beide Musikstücke werde ich mit Verweis zu Dir demnächst auch bei mir mit passendem Text oder Lyrik vorstellen.

        Gefällt 1 Person

        1. Random Randomsen sagt:

          Ich danke dir für die ausdrückliche Einladung, hier noch etwas „Regenmusik“ unterzubringen. 🙂 Diese Gelegenheit habe ich dann sehr gerne beim Schopf gepackt, um etwas Wohlbekanntes und etwas weniger oft Gehörtes unterzubringen. 😉 Und natürlich freue ich mich einmal mehr über den Domino-Effekt. 🙂
          Mit einem klangfarbenreichen Morgengruß 🐻

          Gefällt mir

  2. PPawlo sagt:

    Ja, der Titel allein schon und dann das dunkel-schattig-kalte Bild schenken jetzt bei der Hitze einen Augenblick der Kühle. Als Art gibt’s wohl keinen Eisbaum. Also stell ich mir ihn erstarrt und erfroren vor und er erinnert mich an erstarrte Salzsäulen. Aber denkste, die Musik ist sehr vieldeutig: da ist Klage, aber auch Lebensfreude, Erinnerungen an Vivaldis Winter in seinen Jahreszeiten, da ist Erstarrung und Tanz. Und jede Version und jedes Instrument übt einen anderen Zauber aus! Herzlich aus sommerlicher Blütenpracht und Sonne , Petra

    Gefällt 1 Person

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine definitiv nicht unterkühlte [ 😉 ] Resonanz. 🙂
      Tatsächlich bin ich aus dem Titel nicht klug geworden. Eisblumen kenne ich wohl – aber ein Eisbaum ist mir noch nicht begegnet. [Am ehesten könnte ich mir einen mit Raureif überzogenen Baum als „Eisbaum“ vorstellen.]
      Auch die Musik wirkt durchaus nicht eiskalt. Deshalb habe ich auch kein „eisiges“ Titelbild verwendet, sondern eben diese Bäume, die ja zumindest kühlen Schatten spenden. Vor allem aber schien mir so eine Baumgruppe gut zu den vielschichtigen Geschichten zu passen, die hier musikalisch erzählt werden.
      Mit einem klangvollen Mittagsgruß 🐻

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.