Susanne Sundfør • Take One

Heute ist hier gleich noch einmal Susanne Sundfør zu hören. Denn vor dem Hintergrund ihrer neuesten Werke (Susanne Sundfør • Selvportrett) mag es besonders interessant sein, sich eines ihrer frühen Alben zu Gemüte zu führen.

Auf Susanne Sundfør wurde ich in der zweiten Hälfte der ersten Dekade des dritten Jahrtausends unserer Zeitrechnung aufmerksam. Und zwar geschah dies in einem Plattenladen (damals gab es das noch) in Oslo. Es lief dort Musik, die ich ansprechend fand. Und auf meine Nachfrage erklärte man mir, es handle sich um ein neues Album von Susanne Sundfør. Ich hatte dann auch noch das Glück, in dem nämlichen Laden auf eine Verkäuferin zu treffen, die aus dem gleichen Ort (Haugesund) stammt, wie Susanne Sundfør. Dadurch erfuhr ich so einiges über eine damals noch nicht so wirklich bekannte Musikerin.

Susanne Sundfør war in ihrer Kindheit eher eine Aussenseiterin und verbrachte deshalb viel Zeit am Klavier. Und so entwickelte sie nach und nach ihre eigenen Lieder. Ihr Album Take One zeigt eine Reihe ihrer frühesten veröffentlichten Lieder mehr oder weniger in ihrer Urform. Dabei ist das gesamte Album in einer einzigen Aufnahme entstanden (daher auch der Titel). Die Aufnahme ist zwar im Studio entstanden. So gesehen ist es ein Studioalbum. Im Grunde hat sie aber im Studio einfach ein 40-minütiges Konzert gegeben. So gesehen ist es also auch ein Live-Album.

Es ist zwar schade, dass es bei der Playlist kurze Unterbrüche zwischen den Titeln gibt und die Nahtlosigkeit des Albums ein Stück weit verloren geht. Aber wenn man die Titel einzeln anwählen müsste, wären die Unterbrüche ja noch größer…

Susanne Sundfør • Take One

Susanne Sundfør • Gesang, Klavier, Gitarre, Rhodes

1. I Resign
2. The Waves
3. Dear John
4. Interlude
5. Moments
6. Gravity
7. Walls
8. Torn to Pieces (on Roses)
9. The Dance
10. Day of the Titans
11. After You Left


Titelbild © Random Randomsen

4 Gedanken zu “Susanne Sundfør • Take One

  1. PPawlo sagt:

    Du begrüßt uns mit einem sehr schönen Sonntagsbild!
    Ja, Susanne Sundførs Stimme lässt aufhorchen! Ich kann mir die Szene im Plattenladen von Oslo gut vorstellen. 🙂 Nett, davon zu erfahren!
    Mit ihrer kraftvollen, gefühlvollen, wunderschön melodischen Stimme singt sie ihre eigenen Lieder so authentisch, dass sie sich tief einprägen. Es ist auch eine frische Brise dabei, die sie weit von „Schmalz“ entfernt. Lieben Dank!

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine harmonische Resonanz. 🙂
      Das Bild ist gestern entstanden. Die Kratzdisteln schätze ich sehr wegen ihrer attraktiven Blüten und dem betörenden Honigduft. Und sie sind auch ein guter Platz, um nektarliebenden Wesen zu begegnen.

      Bemerkenswert bei Susanne Sundfør ist ja auch, wie sie ihr „musikalisches Revier“ ständig erweitert. Man hätte sich durchaus vorstellen können, dass sie den hier gehörten Stil über längere Zeit weiterführen würde. Aber nur zwei Jahre später klang es bereits so:

      Mit einem klangvollen Gruß zum verzauberten Sonntagabend 🐻

      Gefällt 1 Person

  2. PPawlo sagt:

    In deinen ersten beiden Beiträgen empfand ich sie ja auch als ziemlich zwiespältig, ja mit einer mir fremden Sprache. Es wirkt auf mich trotzdem wie eine ernst-verzweifelte Auseinandersetzung mit den dunkelsten Seiten des Lebens.

    Gefällt 1 Person

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