…to live again

Mit meinem heutigen fünften Beitrag zu Petra Pawlofskys Projekt „Die Natur und Erde schützen – ein Gewinn“ schließt sich – gerade rechtzeitig zum Abschluss des Projekts – auch für mich ein Kreis. Denn dieser letzte Projektbeitrag bezieht sich auf eine Textpassage des Liedes „Change We Must“ von Jon Anderson, das im ersten Beitrag im Zentrum stand.

Zunächst aber eine kleine Einstimmung.

Niemals
Wilhelm Busch

Wonach du sehnlich ausgeschaut,
Es wurde dir beschieden.
Du triumphierst und jubelst laut:
Jetzt hab ich endlich Frieden!

Ach, Freundchen, rede nicht so wild,
Bezähme deine Zunge!
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
Kriegt augenblicklich Junge.


Was hier so pointiert formuliert wird, ist symptomatisch für einen Lebensstil, der letztlich zu massiven Umweltbelastungen aber auch gesellschaftlichen Problemen führt. Vor diesem Hintergrund dürfte es eigentlich einleuchten, dass „Change we must“ das Gebot der Stunde ist, dass eine Wende notwendig ist, um vielgestaltige Not abzuwenden.

Während der Titel des Liedes von Jon Anderson lapidar „Change We Must“ lautet, ist im Text folgendes zu hören: „change we must, to live again.“ Und genau das ist mein Anknüpfungspunkt für den heutigen Beitrag. Wir brauchen essentielle Veränderungen, um wieder zu leben. Damit lässt sich auch der in Petras Projekttitel bewusst erwähnte „Gewinn“ verknüpfen. Das Leben wiedergewinnen – das hört sich doch nach einem klasse Plan an. Es könnte, denke ich, durchaus ein großer Gewinn sein, im Alltag sehr bewusst darauf zu achten, bei welchen Aktivitäten wir uns durch und durch lebendig fühlen. Was ist es, das uns wirklich nährt im Leben? Was lässt uns das Leben spüren? Das Leben erleben?

Wenn wir auf solche Fragen brauchbare Antworten finden, fangen wir bei Petras Motto sozusagen mit dem Gewinn an. Wir können ein Leben gewinnen, das diese Bezeichnung auch verdient. Und wo bleibt dann der erste Teil: „die Natur und Erde schützen?“ Nun, der folgt uns auf diesem Pfad wie ein lichter Schatten. Wer sich von den Quellen des Lebens nährt und sich nicht mit billigen Ersatzbe(un)friedigungen abspeisen lässt, wird ganz automatisch weniger materielle Ressourcen verheizen. Auf diese Weise können wir etwas beitragen, ohne dass wir im mindesten etwas zu schleppen brauchen… 😉

Nachdem mit Jon Anderson ein legendärer Musiker den Reigen eröffnet hat, möchte ich zwei weiteren legendären Musikern das nachdenkliche Schlusswort zu überlassen…


Klangbild:
Queen • Is this the World We Created…?
Text & Musik • Freddie Mercury & Brian May

Freddie Mercury • Gesang
Brian May • Gitarre


Titelbild © Random Randomsen

6 Gedanken zu “…to live again

  1. PPawlo sagt:

    Das ist nun ein herrlicher Schlussakkord, den du setzt!
    Wunderbar, wie klar und einleuchtend du das alles zusammenfasst!
    „to live again“ : ein lebendiges Leben leben. Wir brauchen dazu viel weniger und auch oft anderes als uns oft von Klein auf vorgemacht wird. Wir haben in uns eine Richtschnur wie du im folgenden Satz sagst: “ Es könnte, denke ich, durchaus ein großer Gewinn sein, im Alltag sehr bewusst darauf zu achten, bei welchen Aktivitäten wir uns durch und durch lebendig fühlen“
    Der Verzicht auf das „immer mehr“ kann dabei zum Gewinn für uns und für die Natur werden. Deine Blume ist so hell und klar und sie passt so gut zu einem einfacheren, natürlichen, frischen Leben, das frei von zu viel Überfluss ist.
    Das einprägsame Lied, das du dafür ausgewählt hast, ist ein Ohrwurm ! Ein Lied zum Mitsingen!
    Mit einem herzlichen Maigruß und lieben Dank, Petra🌻🐝🌻

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine wunderbare Resonanz. 🙂
      Die Grundgedanken zu diesem Beitrag waren bei meinem Start in dieses Projekt schon da. Nur wollte ich den ersten Beitrag eben nicht überfrachten – und so hatte nun alles Zeit, ein wenig zu reifen. 🙂
      Es ist ja in unserer Gesellschaft vieles darauf ausgerichtet, jenseits tatsächlicher menschlicher Bedürfnisse Wünsche zu generieren, die dann auch noch ganz unheimliche Reproduktionsraten aufweisen. Wenn wir hier Ballast abwerfen, wird dies für uns sehr wohltuend sein und auch positive Auswirkungen auf die Erde und ihre Geschöpfe haben. Die Titelbild-Blume ist für mich hier ein feines Vorbild. Sie ist strahlend schön und dabei in ihren Ansprüchen ausgesprochen bescheiden. 🙂
      Mit einem herzlichen Gruß zum zauberreichen Wochenende 🐻

      Gefällt 3 Personen

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