Pēteris Vasks • Tālā gaisma

Heute setze ich die angekündigte Serie mit Musik von Pēteris Vasks fort. Nachdem letztes Mal eines der neueren Werke zu hören war, ist heute sozusagen ein Klassiker an der Reihe. Das Konzert für Violine und Orchester mit dem Untertitel Tālā gaisma (Fernes Licht). Diese facettenreiche und faszinierende Komposition stellt für das Lauschpublikum durchaus eine gewisse Herausforderung dar. Aber das ist nur gerecht – dem Solisten wird auch nichts geschenkt. 😉

Von diesem Konzert gibt es doch immerhin eine gewisse Auswahl an Aufnahmen. Ich habe einen Konzertmitschnitt ausgewählt, der klanglich sehr überzeugend ist und im Bild zudem die Konzertatmosphäre schön rüberbringt.

Pēteris Vasks • Konzert für Violine und Orchester
Tālā gaisma
(Fernes Licht)

Anthony Marwood • Violine (und Leitung)
Det Norske Kammerorkester


Sehr aufschlussreich ist meines Erachtens die Werkbeschreibung des Verlags:
https://de.schott-music.com/shop/konzert-tala-gaisma-fernes-licht-distant-light-no159455.html


Titelbild © Random Randomsen

13 Gedanken zu “Pēteris Vasks • Tālā gaisma

  1. PPawlo sagt:

    Was für ein berauschendes Stück! Erste Eindrücke: Das ferne Licht scheint von Anfang an ganz nah zu sein und obwohl so hoch, auf der eigenen Ebene, und nach einigem Bemühen langt man ganz weit oben an und schaut wieder auf melancholische Tiefen hinunter, ohne dass sie entsetzen. Der mittlere Teil ist sehr lebhaft, erinnert mich an Tanz, aber auch an Kämpfe. Wenn ich mich richtig erinnere, ist der 3.Teil auch noch aufgewühlt, löst sich dann in wunder-vollen Höhen auf. Für mich ist das reinste Seelennahrung und ein sehr spirituelles Musikstück. Lieben Dank für’s Vorstellen und für das ahnungsvoll- güldene Foto!

    Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine klangberauschte Resonanz. 🙂
      Ja, das ferne Licht scheint bereits am Anfang durch. Vielleicht als Vision? Es ist dann letztlich doch ein recht langer und teilweise äußerst bewegter Weg (Tanz und Kämpfe sind für mich da auch erkennbar), bis die lichtvollen Höhen des Finales erreicht werden. Ein Finale, das für mein Empfinden von unglaublicher Schönheit ist. Seelennahrung, fürwahr…
      Das Bild ist für mich ein Versuch, ein wenig von dieser Stimmung einzufangen. Eine hoffnungsvolle Grundstimmung – aber doch dunkle, unergründliche und bewegte Elemente.
      Mit einem herzlichen Gruß zum klangverzauberten Abend. 🐻

      Gefällt 3 Personen

  2. PPawlo sagt:

    Großen Respekt habe ich auch vor der Leistung der Musiker, die das mit großer Konzentration, Hingabe und Meisterschaft „spielen“, allen voran Anthony Marwood! (eine weitere Neuentdeckung!)☺️
    Ein faszinierendes Zusammenspiel ! Der historische Hintergrund des Stückes, wie er sich unter dem angegebenen Link zeigt, ist für mich auch weit übertragbar auf Mensch und Menschenleben. Liebe Grüße, Petra 🐻

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Ja, das ist auch eine der schönen Seiten dieser Aufnahme, dass man eben auch optisch das Zusammenspiel des Ensembles mit all den kleineren und größeren Gesten und Blicken mitverfolgen kann.
      Dass der Verlag auch etwas zum Hintergrund der Kompositionen schreibt, finde ich sehr nützlich. Und ich finde auch, dass man dies alles durchaus auf eine persönliche Ebene übertragen kann.
      Mit herzlichen Grüßen zum klangverzauberten Tag. 🐻

      Gefällt 2 Personen

  3. Karin sagt:

    Dieses Stück muß ich mir erst langsam erschließen, zu ungewohnt ist das Hörerlebnis für mich, es erfordert volle Konzentration – nicht nur bei den Musikern, auch bei mir. Um die Schönheit und Faszination zu spüren, brauche ich mehrere Höranläufe und eigenartigerweise finde ich in den frühen Morgenstunden eher Zugang, wahrscheinlich weil ich Quirl dann noch eher stillsitze und der Geist noch nicht ermüdet ist-:)))
    Ich sende dem Geduld Einfordernden herzliche Grüße vom frühlingshaften Dach, Karin

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein erfreuliches Echo und deine Geduld. 🙂
      Ja, das ist zweifellos ein in verschiedener Hinsicht anspruchsvolles Hörerlebnis. Es erfordert volle Konzentration über die ganze Spieldauer. Und es ist – trotz einer positiven Grundstimmung und einem zuversichtlichen Ausklang – auch emotional herausfordernde Angelegenheit (mit zwischendurch „grenzwertigen Seelenzuständen“).
      Sicher ist es auch gut, sich dafür einen persönlich optimal passenden Zeitpunkt auszusuchen. Eben wie bei anderen Formen der Ernährung auch.
      Mit einem herzlichen Gruß aus einem „weder-Fisch-noch-Vogel Winter“. 😉 🐻

      Gefällt 1 Person

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