Scarlatti-Sonate auf Reisen

Heute geht eine Scarlatti-Sonate im Klängegarten auf eine Rundreise. Und zwar startet sie – sozusagen im Originalton – auf einem Cembalo. Danach wandert sie über einen Konzertflügel weiter auf eine Orgel und erreicht auf einem Fortepiano einen Wendepunkt. Anschließend kehrt sie über Orgel und Konzertflügel wieder zu einem Cembalo zurück. Durch die unterschiedlichen instrumentalen Klangfarben und die individuellen Interpretationen zeigt sie eine ganz erstaunliche Wandlungsfähigkeit.

Domenico Scarlatti • Sonate in F-Dur K. 82

Pieter-Jan Belder Cembalo


Éva Szalai Klavier


Nicola Reniero Orgel


Francesco Cera Fortepiano


Marco Ghirotti Orgel


Dejan Lazić Klavier


Scott Ross Cembalo


Titelbild © Random Randomsen

 

26 Gedanken zu “Scarlatti-Sonate auf Reisen

  1. PPawlo sagt:

    Das ist eine prima Idee! Die verschiedenen Instrumente bringen auch verschiedene Saiten im Zuhörer zum Schwingen. So oft gehört, klingt die Musik noch nach. Und flugs bin ich hell wach und bestens gelaunt! Das hat heute der Kaffee nicht vermocht! Dank und einen guten Morgen!

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein munteres Echo. 🙂 In der Tat ist das eine sehr aufgeweckte Musik, die in dieser Hinsicht auch ansteckend wirken kann.
      Zunächst war die Reise kürzer geplant. Nämlich eine Aufnahme je Instrument. Dann aber fand ich eine Rundreise spannender. Zumal ja die unterschiedlichen Interpretationen das Klangerlebnis genau so prägen, wie die Instrumente.
      Mit einem lieben Gruß zum herzensnährenden Tag. 🐻

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  2. Karin sagt:

    Guten Morgen, lieber Random, da gehe ich doch gerne auf Reisen, aber!!!!! hier scheint – kaum zu glauben – die Sonne und da heißt es raus an die frische Luft und auf Primelsuche gehen -:))) So schöne wie auf Deinem Foto werde ich noch nicht in der Natur sehen, aber vermutlich strecken auf den hier schon sehr grünen Wiesen die Gänseblümchen ihre Gesichter in die Luft.
    Ich melde mich also später noch einmal zu diesem Scarlatti-Potpourri und bis dahin, hach welch ein Genuß, das schreiben zu können – SONNIGE Grüße, Karin

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein sonniges Echo. 🙂
      Hier ist die Sonne – bei südwindig-blaugefegtem Himmel – auch zu erwarten. Aber bis zum Sonnenaufgang dauert’s dann doch noch eine Stunde.
      Bei den Primeln habe ich auf ein Bild aus meinem Archiv zurückgegriffen. Aber die Musik hat so eine Aura des Frühlingserwachens. Und man darf sich ja vorfreuen. 😉
      Mit einem klangvollen Gruß zur wohltuenden Sonnenanbetung. 🐻

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  3. finbarsgift sagt:

    Schön 🙂
    Auch deine Idee 🙂
    Hängengeblieben bin ich bei den Versionen von Scott Ross und Eva Szalai, beides tolle Interpretationen 🙂
    Ich sehe diese lebhafte Sonata von Scarlatti wie ein Präludium von Bach vor mir 🙂
    Schönen sonnigen Tag!
    LG Lu

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein klangreisefreudiges Echo. 🙂
      Ja, diese Sonate könnte durchaus als Bach-Präludium durchgehen (ohne dass man behaupten möchte, Scarlatti gehe hier den Bach runter…). Scott Ross trägt für mich ohnehin den Beinamen „Mr. Scarlatti“. Und Éva Szalai ist eine ganz bemerkenswerte junge Pianistin, die beispielsweise auch mit Bartók überzeugen kann:

      Auch dir einen sonnenverzauberten Tag. 🐻

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        1. Random Randomsen sagt:

          Ja, als Gesamteinspielung sind die Aufnahmen von Scott Ross nach wie vor ein Meilenstein. 🙂
          Christoph Ullrich arbeitet zumindest schon mal an einer pianistischen Gesamtausgabe. Aber ob er der Erste sein wird? Der aktuelle Zeitplan geht von einer Fertigstellung im Jahr 2028 aus…

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          1. finbarsgift sagt:

            Herzlichen Dank für den Hinweis auf Christoph Ullrich. Ich hoffe, dass ihm bis 2028 nichts dazwischenkommt an Ereignissen, die ihn hindern dieses fabelhafte Vorhaben zu vollenden.

            Naxos ist ja derzeit weiterhin im Begriff, die gesamten 555 Sonaten für Klavier mit diversen Pianisten einzuspielen. Auch eine interessante Variante, finde ich. 22 CDs wurden schon veröffentlicht. Es geht nicht der Reihe nach mit den Kirkpatriknummern sondern kreuz und kwer. Aber das wird dir ja schon bekannt sein …

            Herzliche Musikmorgengrüße vom Lu

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            1. Random Randomsen sagt:

              Ja, es wäre wirklich schön, wenn Christoph Ullrichs Vorhaben im geplanten Zeitrahmen zur Vollendung gelangen könnte. Der Naxos-Ansatz ist zwar auch durchaus interessant. Aber „alles aus einer Hand“ hat halt schon seinen besonderen Reiz. Wenn sich jemand so intensiv mit dem gesamten Sonatenschatz auseinandersetzt, hinterlässt dies ja zweifellos Spuren. 🙂
              Mit einem klangvollen Abendgruß 🐻

              Liken

  4. Karin sagt:

    So, Reise beendet: Marco Ghirotti • Orgel +Dejan Lazić • Klavier habe ich mir als besondere Haltestellen ausgesucht, den ersteren weil die Orgel hier etwas von der Leichtigkeit des Klaviers aufnimmt und beim Lazić kann ich es nicht begründen.
    Luft-Sonnen-und jetzt auch noch Ohren-erfrischte Grüße, Karin

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deinen Reisebericht. 😀 Wie schön, dass hier ganz unterschiedliche Favoriten zutage treten. Zumal ich entgegen dem ursprünglichen Plan den Kreis der Mitspieler letztlich erweitert habe. 🙂
      Ja, die Orgelversion mit Marco Ghirotti hat eine spielerische (bis verspielte) Leichtigkeit. Hier fand ich auch den Kontrast besonders reizvoll, weil die andere Orgelversion der Sonate ein Gewicht verleiht, dass sie auf Cembalo oder Klavier nicht erreichen kann.
      Mit einem klangvollen Abendgruß 🐻

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein orgelverzaubertes Echo. 🙂 Da wird die Bandbreite der Favoriten noch etwas größer, was mich freut. Nicola Reniero nutzt sehr geschickt die Möglichkeiten des Orgelklangs, um diese Sonate auf „unerhörte“ Weise zu gestalten.
      Mit einem herzlichen Abendgruß 🐻

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    1. Random Randomsen sagt:

      Ja, das hat sich auch hier wieder gezeigt – es gibt ganz unterschiedliche Favoriten (was ich durchaus erfreulich finde). 🙂 Ich selber schätze klangliche Vielfalt ganz besonders – selbst, wenn dabei der Notentext manchmal leicht adaptiert werden muss. 😉

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      1. chris sagt:

        Ich schätze ja auch die klangliche Vielfalt (wie Du bei mir im Blog sicher bemerkt hast), aber bestimmte Stücke sollte man im „Original“ belassen, da so ihre historische Wertigkeit am besten zur Geltung kommt. Bei Barock-Musik bin ich da etwas konservativ… 😉

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  5. kopfundgestalt sagt:

    Eine Überfülle, Random, an Versionen!
    Orgel und Cembalo sagen mir nicht so zu, wennauch die Orgel ein machtvolles Instrument ist.
    Am besten gefällt mir das Spiel von Éva Szalai .

    Es gab mal eine Webseite, deren Titel ich nicht mehr erinnere, die die Interpretationen von etwa Jazzklassikern im einzelnen auflistete. Man war dann oft erstaunt, welchen Ursprung ein Stück hatte.

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank. 🙂 Ja, in gewisser Weise ist es durchaus eine Über-Fülle. Üblicherweise wähle ich aus einem zunächst größeren Favoritenkreis wenige Versionen aus. Allerdings wurde es so auch wieder spannend, weil die Publikumsfavoriten ganz unterschiedlich gelagert sind.
      Éva Szalai ist für mich ganz grundsätzlich ein aufgehender Stern am Klavierhimmel. 🙂
      Die erwähnte Website klingt interessant, kommt mir aber nicht bekannt vor. [Allerdings muss ich einräumen, dass ich wohl Jazz höre, aber bei den Klassikern des Genres nicht sonderlich bewandert bin.]

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      1. kopfundgestalt sagt:

        Mir fiel diese Webseite auf, weil ich nach „Lyrics“ eines Songs Ausschau hielt. Diese sind ja oft wichtig.
        Wenn es z.B. heißt: „Let’s meet at the kissing-gate“, möchte man gerne wissen, was das heißt. Man kann nämlich ziemlich falsch liegen…

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