Winterreise

Heute gibt es hier wieder einen recht umfangreichen Klanghamsterschatz, der sich allerdings sehr gut in Etappen genießen lässt. Aufnahmen von Schuberts „Winterreise“ sind ja so zahlreich wie Schneeflocken im Winter.* Im folgenden Video ist allerdings ein echtes Traumpaar zu hören und sehen. Der Sänger und die Pianistin genießen einen hervorragenden Ruf als Schubert-Interpreten. Dies ist auch durch etliche Aufnahmen belegt. Allerdings sind (bzw. waren) sie selten gemeinsam zu hören. Diese schöne Konzert-Aufzeichnung scheint eine deutsche TV-Produktion zu sein, die nun auf einem koreanischen YT-Kanal zu sehen ist.


Winterreise (D 911)

Musik • Franz Schubert
Texte • Wilhelm Müller

Thomas Quasthoff • Gesang
Maria João Pires • Klavier

  1. Gute Nacht (0:20)
  2. Die Wetterfahne (6:43)
  3. Gefror’ne Tränen (8:37)
  4. Erstarrung (11:15)
  5. Der Lindenbaum (14:08)
  6. Wasserflut (19:11)
  7. Auf dem Flusse (23:58)
  8. Rückblick (27:44)
  9. Irrlicht (30:08)
  10. Rast (33:13)
  11. Frühlingstraum (37:04)
  12. Einsamkeit (41:35)
  13. Die Post (44:48)
  14. Der greise Kopf (47:24)
  15. Die Krähe (51:02)
  16. Letzte Hoffnung (53:38)
  17. Im Dorfe (55:55)
  18. Der stürmische Morgen (59:22)
  19. Täuschung (1:00:24)
  20. Der Wegweiser (1:02:06)
  21. Das Wirtshaus (1:06:44)
  22. Mut (1:11:49)
  23. Die Nebensonnen (1:13:21)
  24. Der Leiermann (1:16:18)

* Die Sache mit den Schneeflocken ist, wohlgemerkt, aus alpiner Warte betrachtet (wie das Titelbild von heute früh belegt). Anderwärts mag dies heutzutage freilich anders aussehen.


Titelbild © Random Randomsen

15 Gedanken zu “Winterreise

  1. Karin sagt:

    Zuerst muß ich eine Reise zu sowohl als auch „Tafelfreuden“ – so lautet das heutige Motto – unternehmen: beginnend um 11.00 Uhr mit einer musikalischen und literarischen Matinée im Sendesaal, um dann mit leiblichen Genüssen im Kasino dort fortzufahren, die meist erst gegen 15.00 Uhr enden.
    Deine Winterreise mit dem hoch verehrten und geliebten Thomas Quasthoff werde ich mit in den Abend nehmen, aber dabei wird es nicht bleiben, sie wird noch sehr oft zu Gehör kommen. Habe Dank für dieses Fundstück „Gesamtaufnahme“, denn bisher habe ich mit ihm auch immer nur einzelne Lieder gefunden. Du hast ja erst neulich den Leiermann daraus vorgestellt.

    Ich habe nichts gegen Schneeflocken einzuwenden, beneide Dich sogar ein wenig darum, es tut dem Gemüt so gut -:)))

    Nummer 14 mit Namen Karin wünscht dem Random einen gemütlichen lauschigen Sonntag -:)))

    Gefällt 4 Personen

      1. Karin sagt:

        Random vermutete richtig: ich spielte mit Bezug auf die Überschrift auf meinen eigenen greisen, weißen Schopf an, bedachte dabei aber nicht den ganzen Text des Liedes „Hab wieder schwarze Haare .Dass mir’s vor meiner Jugend graut -Wie weit noch bis zur Bahre!“ denn weder habe ich wieder schwarze Haare, die habe ich eh nie gehabt, noch bin ich jung und wünsche mir die Bahre auch nicht näher, denn der nähere ich mich altersmäßig schneller als mir sowieso lieb ist .Ich war ein wenig vorschnell mit meinem Kommentar -:)))

        Dir noch einen schönen Restsonntag, Karin

        Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine vorfreudig vibrierende Resonanz. 🙂
      Ich hoffe, dass die „Tafelfreuden“ ihrem Namen in jeder Hinsicht gerecht geworden sind. 🙂
      Diese Konzertaufnahme ist in der Tat ein außerordentliches Erlebnis – viel zu schade, um sie zur Eintagsfliege zu degradieren. Es gibt zwar eine Gesamtaufnahme auf CD (mit Charles Spencer am Klavier) – makellos, aber vergleichsweise irgendwie etwas steril. Als Konzertaufnahmen findet man, wie du sagst, sonst nur Einzelstücke. Und dieses Video entzieht sich durch den koreanischen Titel den gängigen Suchbegriffen. Also war sofortiges Teilen des Fundstücks angesagt. 😀
      Hier macht sich der Winter bereits zum zweiten Mal bemerkbar. Nach einem kleinen Vorspiel vor neun Tagen scheint es ihm heute ernst zu sein. 🙂
      Mit einem herzlichen Gruß zum zaubererfüllten Sonntag. 🐻

      Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein harmonisches Echo. 🙂
      Ja, das ist in der Tat ein einzigartiger Liederzyklus. Und wenn die Interpreten diesem Werk auf Augenhöhe begegnen, wird daraus ein besonderes Fest. Und hier sind die Interpreten in ihrer Sensibilität und Musikalität auf einer Wellenlänge. Es liegt nun an uns Lauschenden, dem Ergebnis auch auf Ohrenhöhe zu begegnen. 😉
      Mit einem herzlichen Sonntagsgruß 🐻

      Gefällt 4 Personen

  2. PPawlo sagt:

    Schubert war immer einer der ganz Großen für mich, aber mein Zugang zu seinen Liedern war dagegen sperrig. Irgendwie muss es für mich das Elitäre dieser Lieder in den Konzerthallen gewesen sein. Aber sicher ist das jetzt schon lange vorbei? Nur habe ich dann später lieber andere Schubertwerke gehört. Hier könnte ich jetzt intensiv einsteigen. Das ist ein so natürlich-menschlich-herzenswarmer Vortrag , dass er mich zutiefst berührt! Die wunderschöne Stimme und das zurückgenommen-begleitende Spiel der Pianistin verstärken das auch noch. Passt gut zu den ersten Schneeflocken auf deinem Bild! Und zum Sonntag! Hab’s gut heute! Herzlich, Petra

    Gefällt 4 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine erfreute und berührte Resonanz. 🙂
      Es gibt ja von Schubert einen unglaublich reichen Schatz an Instrumentalmusik – Sinfonien, Klaviersonaten, Streichquartette und weitere kammermusikalische Perlen – dass man sehr gut auch außerhalb seiner Lieder satt werden kann. 🙂 Diese Winterreise kommt allerdings (sowohl gesanglich als auch pianistisch) – bei höchstem musikalischem Niveau – aus vollem Herzen und nicht aus dem Elfenbeinturm. So ist für einen Einstieg in das Liederwerk Franz Schuberts gleichsam der rote Teppich ausgelegt. 😀
      Mit einem herzlichen Sonntagsgruß 🐻

      Gefällt 4 Personen

      1. PPawlo sagt:

        Nicht „aus dem Elfenbeinturm“ ist echt gut!
        Der rote Teppich auch! 😃
        Mal sehn. Doch gerade lockt bereits wieder isländische Musik. Dir einen frohen, klangvollen Sonntagsabend.
        Herzlich, Petra 🐻

        Gefällt 2 Personen

        1. PPawlo sagt:

          P.S. Ja, denkste! Der gefühlvolle Gesang von Thomas Quasthoff hat mich immer wieder eingeholt. Ich hab hier also mehrmals gelauscht. Und mit einem Mal ist da kein Bruch mehr zwischen den Liedern und Schuberts anderer Musik. Sie gehören jetzt für mich zusammen! 😊

          Gefällt 1 Person

          1. Random Randomsen sagt:

            Das freut mich nun wirklich sehr. 🙂
            Es ist für mich kein Zufall, dass ausgerechnet Thomas Quasthoff dieses Kunststück gelingt. Denn bei ihm bekommen diese Lieder eine Ausdruckskraft, die man nun wirklich nicht an jeder Ecke findet. 🙂

            Gefällt 1 Person

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