Aurora im Nidarosdom

Vor etwas mehr als fünf Jahren tauchten auf einer (mehrheitlich von Amateuren genutzten) Plattform des Norwegischen Rundfunks zwei bemerkenswerte Aufnahmen einer jungen Sängerin namens Aurora Aksnes auf. Stimmqualitäten und musikalisches Talent waren bereits damals beeindruckend und vielversprechend. Diese Sängerin hat sich inzwischen in der Musikszene etabliert. Der Familienname ist dabei auf der Strecke geblieben – ihre Talente aber hat sie auf einzigartige Weise entfaltet.

Dies kommt wunderschön in einer Aufnahme des Norwegischen Fernsehens aus dem Nidarosdom in Trondheim zur Geltung. Aurora wird hier begleitet von ihrer Band (Fredrik Vogsborg, Njål Paulsberg, Askjell Jon Reigem Solstrand, Magnus Åserud Skylstad, Silja Sol Dyngeland), sowie Ruth Potter an der Harfe, Petra Bjørkhaug an der Orgel, den TrondheimSolisten und dem Oslo fagottkor.

Der Konzertmitschnitt ist über YT (unten direkt eingebettet) oder über die nrk-Website (dem Link weiter unten folgen) verfügbar. Die YT-Aufnahme bietet die Möglichkeit, englische Untertitel für die Ansagen anzeigen zu lassen.


Über den Link auf der nrk-Seite ist eine etwas bessere Qualität verfügbar. Hier werden die Untertitel automatisch eingeblendet (die Ansagen allerdings in „bokmål“):
https://tv.nrk.no/program/DMTL21280017

01:15 Nature Boy
04:58 Little Boy In The Grass
09:16 Under Stars
13:17 Winter Bird
18:40 Walking In The Air 23:43 Lucky
29:09 Runaway 33:23 Soft Universe
37:48 Through The Eyes Of A Child 4
42:41 It Happened Quiet
47:20 Murder Song
52:22 Life On Mars


Fairerweise möchte ich hier noch einen sehr treffenden YT-Kommentar zu diesem Konzert einfügen:

Neon Salamander.jpeg

😉


Titelbild © Random Randomsen

14 Gedanken zu “Aurora im Nidarosdom

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein harmonisches Echo. 🙂
      Manchmal werden solche Ausnahmetalente ja recht bald musikindustriell genormt. Und es ist besonders schön, dass Aurora ihre Einzigartigkeit nicht nur bewahrt, sondern immer noch weiter entwickelt hat. 🙂

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  1. PPawlo sagt:

    Aurora macht auf mich einen fast überirdischen Eindruck. Wie ein Engel oder eine Fee. Fast schlafwandelnd, auch etwas marionettenhaft. Ich denke mal, mit genialen Begabungen und mit ihrer Sensibilität und Feinheit hoffentlich nicht allzu zerbrechlich. Ich hab mal bei Youtube „Aurora 2019“ gesucht. Inzwischen hat sie sich anscheinend stark verändert. Ich wünsche iht ganz, ganz viel Glück und die Kraft, bei sich selbst zu bleiben. Liebe Grüße, Petra

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine harmonische und einfühlsame Resonanz. 🙂
      Nach allem was ich bisher mitbekommen habe ist Aurora eine sehr vielschichtige Persönlichkeit. So viele verschiedene Facetten unter einen Hut zu bekommen ist wohl hin und wieder alles andere als ein Kindergeburtstag. Sie hat aber auch ein stützendes Umfeld (etwa durch ihre beiden Schwestern). Sie hat auch eine wildere Seite, die sie aber beim Konzert im Nidarosdom wohl etwas im Zaum gehalten hat. 😉 Ihre bisherige Entwicklung deutet darauf hin, dass sie durchaus kooperative Kompromisse eingehen und doch ihrer Eigenart treu bleiben kann. 🙂
      Mit einem klangvollen Gruß zum verzauberten Montag. 🐻

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  2. Ulrike Sokul sagt:

    Aus welchem Märchenbuch ist denn diese Klangfee geschlüpft?
    Die klassische Aurora ist die Göttin der Morgenröte, diese Aurora wirkt jedoch eher mondlichthaft auf mich. Sie erscheint sehr facettenreich, vielschichtig, ernsthaft und verspielt, zart und zugleich voller Lebenskraft und Ausstrahlung.
    Herzensdank für die Vermittlung dieser bemerkenswerten Bekanntschaft! 🙂

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine klangfeenverzauberte Resonanz. 🙂
      Ja, wie eine klassische Göttin der Morgenröte wirkt sie nicht unbedingt. 😉 Aber sie wirkt definitiv wie aus einer Märchenwelt. Sie verzaubert, hat aber auch die Fähigkeit bewahrt, sich verzaubern zu lassen. Beispielsweise finde ich auch diese Szene ganz süß, in der sie ihre Verwunderung darüber ausdrückt, dass das Publikum in diesem speziellen „Konzertsaal“ gleichsam überall ist. 🙂 Es lohnt sich auch sehr, noch weiter nach ihren Live-Aufnahmen zu stöbern (z.B. die KEXP-Aufnahmen). Denn ihr Facettenreichtum ist mit dem hier gezeigten Konzert bei weitem nicht ausgeschöpft.
      Mit einem klangvoll-harmonischen Abendgruß 🐻

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  3. kopfundgestalt sagt:

    Auf Aurora wurde schon öfters in der Blogwelt hingewiesen 🙂

    Ihrerer Selbstdarstellung (Armeschwingen, Augenaufreissen, das Pathetische, die Emphase ect) kann ich nicht viel abgewinnen. Kerzen, Kirche und Feierlichkeit lenken mich eher ab.

    Über ihre Stimme kann ich nicht viel sagen, da ich kein Gesangsexperte bin. Da sind viele berufener als ich. Ich habe schon öfters gemerkt, daß da andere besser hinhören können.

    Den NRK-Link konnte ich nicht aufrufen.

    Ich war einst ein Enya-Fan, das ist schon lange her. Als ich sie in einem Bus erstmals hörte, hatte ich das Gefühl, beim Ersteigen der Berge dem Himmel entgegen zu fahren.
    Mittlerweile höre ich Enja nicht mehr . Dieses Drücken aufs Gefühl, so möchte ich es bezeichnen, sagt mir nicht mehr zu.
    Ich höre auch keine Healingmusik mehr. Das war vor Enya ja en vogue – oder?.

    Eine ehrliche zugewandte Response!

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine facettenreiche klare Ansage. 🙂
      Es ist immer wieder spannend, einen Einblick in anderer Menschen Vorlieben und Abneigungen zu erhalten. Für mich steht ohnehin immer das Akustische im Vordergrund, so dass ich einen solchen Konzertmitschnitt mehrfach höre, aber nur einmal anschaue. Beispielsweise finde ich die Atmosphäre im Dom sehr stimmungsvoll, aber das kann durchaus auch eine ablenkende Wirkung haben. Was die Körpersprache angeht, bin ich da heute offener als in früheren Zeiten.
      Über stimmliche Qualitäten können auch Experten trefflich streiten – zumal auch vermeintlich „sachliche“ Beurteilungen stark von persönlichen Vorlieben und Modeströmungen geprägt sind.
      Dass der nrk-Link nicht funktioniert, ist mir unerklärlich. Es gibt manchmal urheberrechtlich bedingte Einschränkungen – aber dieses Konzert sollte weltweit verfügbar sein.
      Enya hat ihren sehr eigenen Stil (den ich grundsätzlich schätze). Aber manchmal stellt sich einfach eine Sättigung ein, und da lässt sich schwer voraussehen, ob und wann der Appetit wieder erwacht. 🙂
      Es gab vor geraumer Zeit durchaus eine Welle der New-Age Musik. Mittlerweile gibt es da eher überschaubare Szenen verschiedener Genres (Meditation, Mantra, usw.).
      Mit einem herzlichen Abendgruß 🐻

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      1. kopfundgestalt sagt:

        Danke!

        Ich sah unlängst „randommässig“ einige Videos, bei der eine Gesangslehrerin Perfomances bekannter Sängerinnen analysierte. Sie lobte dabei, teilte auch aus. Ihre Analysen können durchaus subjektiv zu nennen sein, dennoch lernte ich dabei einige Dinge, die man beim Singen falsch (oder richtig) machen kann. Und daß Singen stetes hartes Training braucht.

        Ich bin irgendwann um 2003 von gefühlvollen Stimmen/Stimmungen weggegangen zu anderen Genres. Eines der letzten Bands war da auf dem U&D Würzburg Olafur Arnalds, Circus Transmopol und andere, die ich jetzt nicht mehr mit Namen erinnere.
        Mich interessierte da über dem Umweg Jazzanova (Berlin) und einem britischen Radio-DJ anderes Material.
        Was ich jetzt höre, ist Jazz, New Ambient, Experimentelles, neue Klangbilder eben.

        Ab und an flattert auch anderes wieder rein, da bin ich nicht abgeneigt, folge dem aber nicht weiter.
        In letzter Zeit höre ich wenig Musik, auch das eine Phase und eine wirklich merkwürdige dazu, denn ich war immer Musikenthusiast.

        Zu dem ganzen gezeigten Setting, Kerzen, Streicher, Orchester ect.: Musik muß auch in einem kleinen Kämmerlein überzeugen können oder?!

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        1. Random Randomsen sagt:

          Ja, es gibt durchaus einige stimmbildnerische Grundlagen, die relativ unabhängig von persönlichen Präferenzen ihre Gültigkeit haben.
          Musik wirkt ja auf sehr verschiedenen Ebenen, und so wählen wir wohl immer Musik, die unsere aktuellen Bedürfnisse nährt. Dies kann emotionale Anregung oder auch Beruhigung sein – oder eben eher intellektuelle Stimulation. Ich hatte vor gut zwanzig Jahren ein plötzliches und nahezu unstillbares Interesse an Opern, was mir inzwischen aber fast gänzlich vergangen ist. 😉
          Wenn man als Musikenthusiast plötzlich auffallend wenig Musik hört, ist dies schon merkwürdig. Vielleicht ist einfach eine gewisse Ruhezeit vonnöten. Es kann ja aber auch sein, dass gewisse bisher durch Musik abgedeckte Bedürfnisse nun auf andere Weise genährt werden.
          Bei Aurora ist es ja so, dass sie in der Regel mit ihrer fünfköpfigen Band auftritt. Der hier gezeigte Auftritt mit Harfe, Orgel, Kammerorchester und Chor ist von Besetzung und Lokalität her ein Ausnahmezustand, was aber auch seinen Reiz hat.

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          1. kopfundgestalt sagt:

            Gut zusammengefasst. 🙂

            Intellektuelle Stimulation ist mir wichtig.
            Seitdem der Hafensommer Würzburg nur noch „Unterhaltungsmusik“ bringt, bin ich nicht mehr interessiert. Unvergessen die Auftritte von Ronin, Taksim Trio, Francesco Tristano und Jon Hassell.
            Organisch und zugleich kaum fassbar muß Musik (für mich) sein, so könnte man es sehr verknappend umfassen.

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  4. Karin sagt:

    Da mir in den letzten Tagen die Zeit fehlte, diese Musik komplett auf einmal zu hören, höre ich sie mir jetzt erst einmal stückweise an und lasse das Gehörte auf mich wirken. Mein erster Eindruck war das fast Unirdische ihrer Erscheinung, das beneidenswerte Jungsein und ihre Hingabe. Mein Lieblingslied bisher ist Through The Eyes Of A Child 4, das ich wegen des Titels sofort anklickte. Ich kannte die Sängerin bisher nicht.
    Der Link funktioniert bei mir auf dem PC sofort, ihn zu verfolgen brauche ich noch Frei-Hörzeit -:))
    Wieder etwas Neues, was ich bei Dir finde -:)))
    Zum Runterkommen nach all den anstrengenden, ereignisreichen Tagen, die noch nicht vorbei sind, werde ich Éva Szalai noch einmal lauschen.
    Mit einem herzlichen Gruß in Deinen Abend, Karin

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine harmonisch mitschwingklingende Resonanz. 🙂
      Ja, Aurora wirkt definitiv sehr nach „nicht von dieser Welt“ – wobei dies primär mit ihrer Ausstrahlung und ganz besonderen Wesensart zu tun hat.
      Zum stückweisen Reinhören ist der nrk-Link ja besonders komfortabel. 🙂 Als Ganzes ist dieser Konzertmitschnitt doch ein gutes Stück „Arbeit“.
      Um die „Drehzahl“ wieder auf ein alltagstaugliches Maß herunterzufahren, ist Éva Szalai allerdings schon die geeignetere Wahl. 😉
      Mit einem herzlichen Gutenachtgruß 🐻

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