Nachtmusik • Komm, großer schwarzer Vogel

Es ist seltsam. Ludwig Hirschs Lied vom großen, schwarzen Vogel wollte ich ursprünglich bereits am 15. August auf dieser Seite vorstellen / in Erinnerung bringen. Denn es ist für mich zwar ein unendlich trauriges Lied (auch wenn der Ludwig sagt: „net traurig sein“). Aber es ist auch ein wunderbar schönes und tröstliches Lied, wenn’s grad zur Situation passt.

Und jetzt passt’s grad…

Zwar bin ich auf meiner Saite recht zurückhaltend mit privaten Dingen. Auf der anderen Seite möchte ich meine Blog-Familie halt doch auch einbeziehen, wenn lebenswesentliche Ereignisse geschehen. Nun war ich ja bereits eine Woche raus aus dem Netz. Und mindestens eine weitere Woche hätte es werden sollen. Eine ganz normale Auszeit, eben, mit gleichzeitigem Abstand vom weltweiten Netzgewebe.

Nur ist daraus nun unvermittelt eine Aus-Zeit geworden…

Ludwig Hirsch • Komm, großer schwarzer Vogel

Ludwig Hirsch • Gesang
Johnny Bertl • Gitarre


 

🌈 🌟 💖 Gute Reise, Mama… 💖 🌟 🦋

 


Es passt schon alles. Es ist gut. Wenn der irdische Körper zum Gefängnis wird, ist es Zeit für eine neue Dimension. Und da ist ein Freitag eine gute Wahl.

Frei-Tag… 🌈 🌟 🦋 💖


Titelbild © Random Randomsen

 

20 Gedanken zu “Nachtmusik • Komm, großer schwarzer Vogel

  1. hafenmöwe sagt:

    ein wunderbares Lied, endlich ein Lied, von dem fühlbar ist, was es bedeutet mag, zu sterben. Und traurig ist’s, wenn unsre Liebsten uns verlassen, – ist’s immer, trotz allem Tröstlichen, – Ich wünsch Dir viel freie Zeit und Freiraum für die Zeit der Abschiednahme und des Übergangs. Mit Gruß von Doris

    Gefällt 5 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Herzensdank. 🙂
      Ja, in diesem Lied wird einfühlsam und mit großer Lebens-Weisheit viel Wesentliches ausgedrückt.
      Licht und Trauer – beides ist da. Und es gilt, das Herz weit zu öffnen um beidem genug Raum zu schenken.
      Mit herzlichen Grüßen 🐻

      Gefällt 3 Personen

  2. Karin sagt:

    Dieses wunderbare Lied habe ich immer wieder angehört, als ich mit dem so plötzlichen Tod meines Mannes umgehen mußte und mir war dieses Gedicht von Margot Bickel eine zusätzliche Hilfe, deswegen möchte ich es Dir auch da lassen:

    Keiner wird gefragt,
    wann es ihm recht ist,
    Abschied zu nehmen von Menschen,
    Gewohnheiten, sich selbst irgendwann.
    Plötzlich heisst es damit umzugehen,
    ihn auszuhalten diesen Abschied,
    diesen Schmerz des Sterbens,
    dieses Zusammenbrechen, um neu aufzubrechen.

    Bei meiner Mama habe ich den Tag herbeigesehnt, an dem sie erlöst und die Augen schließen durfte, eben weil die irdische Hülle nur noch aus Qual bestand, immerhin durfte sie 94 Jahre alt werden.

    Meine Gedanken sind bei Dir und sie lebt ja weiter…… in Deinen Erinnerungen.

    Karin

    Gefällt 4 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Herzensdank für deine Anteilnahme und das passende Poem. 🙂
      Ja, zusammenbrechen und neu aufbrechen. Beides gehört hier untrennbar zusammen. Ebenso, wie auch „froh sein“ und „traurig sein“ in diesem Moment Hand in Hand gehen.
      Mit herzlichen Grüßen 🐻

      Gefällt 2 Personen

  3. PPawlo sagt:

    Ja, auch wenn du das so positiv sehen kannst, ist es jetzt schwer genug für dich! Wenn du jetzt hier wärst, würde ich dich einfach in meine Arme nehmen; denn es ist nicht leicht, diesen Schmerz in Worte zu fassen!

    Gefällt 4 Personen

  4. PPawlo sagt:

    Oh, warum ist das jetzt schon fortgeflogen?
    Ich erinnere mich an den Tod meiner Mutter. Damals habe ich einen ganzen Zyklus an Bildern gemalt, mir förmlich aus dem Herzen gerissen, auch wenn’s bei ihr an der Zeit war zu gehen. Und ja, das Licht war auch für mich zu dieser Zeit besonders fühlbar, auch als mein Mann starb.
    Du bist dem Wesentlichen jetzt besonders nahe und wirst Kraft genug bekommen, um die schmerzvolle Trauer zu ertragen und hindurch zu gehen zu besseren Zeiten. Das wünsche ich dir jedenfalls! Aus deiner „Blogfamilie“ grüßt Petra und nimmt dich ganz herzlich in die Arme 🐻
    P.S. Ich bin ja froh, dass du nicht selbst von der „Auszeit“ betroffen bist, wie es sich zuerst für mich in diesem so traurig-schönen Lied anhörte! 🙂

    Gefällt 5 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Herzensdank für deine Anteilnahme. 🙂
      Ja, ich spüre sehr deutlich, dass es gute Gründe zu einer positiven Sichtweise gibt. Neben dem Licht ist aber halt doch auch der Schmerz da. Beides kommt nebeneinander, hintereinander, durcheinander… Und ich lasse beidem seinen Lauf.
      Letztes Jahr habe ich meine „Klangarbeit“ nach langer Pause wieder aufgenommen und eigene Musik geschaffen. Aber nun war ich ein halbes Jahr lang wieder völlig blockiert. Vielleicht ist ja jetzt die richtige Zeit für einen neuen Kreativitäts-Schub?
      Meine eigene Auszeit war „nur“ eine fast normale Urlaubsreise, die nun einfach etwas kürzer ausgefallen ist, als geplant. C’est la vie…
      Mit herzlichen Grüßen 🐻

      Gefällt 5 Personen

      1. PPawlo sagt:

        „Seinen Lauf“ lassen hat mir gut getan, weil dann irgendwann diese Gefühle verblassen und der Dankbarkeit Platz machen. Man muss nur selbst, mit Freunden, Musik etc aus den Löchern finden. Sonst ist Hilfe angesagt. Das glaub ich allerdings bei all deinem inneren Reichtum nicht.
        Ein Kreativitätsschub kann ich mir dabei gut vorstellen. vor allem, wenn du Melodien ganz aus dir heraus kommen lässt, denk ich mal?
        Ja, schade! Solch eine Auszeit kommt aber sicher wieder! Liebe Grüße, Petra

        Gefällt 3 Personen

        1. Random Randomsen sagt:

          Ja, „seinen Lauf lassen“ ist die natürlichste und heilsamste Variante. Wie die Bäume im Herbst die Blätter loslassen. Ich habe vor Jahren genau das Gegenteil gemacht – und das ist nicht empfehlenswert. Es wird nun in der nächsten Zeit noch weitere wesentliche Veränderungen geben. Und da wird es wichtig sein, im Fluß zu bleiben. 🙂
          Ja, meine Klänge haben auch in der Regel eine kräftige Eigendynamik. Die Schwierigkeit ist, auf passende Weise „in den Fluß einzusteigen“ – sobald dies gelingt, heißt es: laufen lassen…
          Glücklicherweise war die Auszeit auch in all ihrer Kürze in verschiedener Hinsicht wertvoll. 🌟

          Gefällt 3 Personen

  5. Ulrike Sokul sagt:

    In Gedanken umarme ich Dich und bleibe hier still – bis auf ein paar Zeilen aus einem meiner alten Poeme, die der Abschiedstiefe, die Du nun durchmißt, ungefähr entsprechen dürften.

    »… ich muß
    die Sehnsucht lassen
    seltsam vertraut
    umarmt mich der Schmerz
    und singt mit mir
    das Tränenlied
    Herbst kommt
    mit unwiderruflichen
    Schritten
    nimmt mich mit
    und färbt mir
    das entblätterte Herz
    roter als Blut«

    In Zuneigung
    Ulrike

    Gefällt 3 Personen

      1. Ulrike Sokul sagt:

        Es ist schön, daß die Berührung meiner Fingerspitzen auf der Tastatur sich so seelenlichtgeschwind auf den Weg zu Dir machen kann.
        Ich wünsche Dir eine sanftumflügelte und behütete Nacht und schließe Dich gerne in mein Nachtgebet ein ☾ 💕 ☾

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.