Vögguvísur [10] • Vuggevise (Grieg)

Heute ist in meiner Wiegenlieder-Serie eines der Lyrischen Stücke von Edvard Grieg zu hören. Diese Stücke sind ausgesprochen beliebt – und entsprechend gibt es davon zahlreiche Aufnahmen. Teilweise begegnet man dabei allerdings Tempi, die eher zum Wachrütteln als zum Einschlafen geeignet scheinen. 😉 Und zwar nicht nur im ohnehin lebhafteren Mittelteil des Stücks. Für diesen Beitrag habe ich dagegen vier Versionen ausgewählt, bei denen das sanfte Wiegen wunderbar zur Geltung kommt.

Edvard Grieg • Vuggevise
(Lyrische Stücke II – Op. 38, Nr. 1)

Miyako Arishima • Klavier


Emil Gilels • Klavier

Janina Fialkowska • Klavier


Mikhail Pletnev • Klavier


Titelbild [© Random Randomsen]Skulptur von Gustav Vigeland

6 Gedanken zu “Vögguvísur [10] • Vuggevise (Grieg)

  1. PPawlo sagt:

    Hier ist eine wunderbare Wohlfühlmusik, die auch mit der Skulptur harmoniert und ein liebevolles Schaukeln kann ich mir hier gut vorstellen. Trotzdem würde wohl auch hier ein zartfühliges Kind beim lebhafter werdenden Mittelteil aufwachen. Mich erinnert das irgendwie an die folgende Geschichte: Der Patient schläft. Die Krankenschwester kommt rein und weckt ihn auf. Sie sagt: ich muss ihnen noch die Schaftabletten geben. 😉 Aber es ist eben Konzertmusik und damit sollte man ja auch nicht einschlafen. Liebe Grüße, Petra

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine harmonische und facettenreiche Resonanz. 🙂
      Ja, es ist Konzertmusik. Und das ist primär auch der Grund, warum es diese Rubrik „Vögguvísur“ überhaupt gibt – weil das Wiegenlied eben in der Konzertmusik sehr präsent ist.
      Besonders die sanften Aspekte dieses Stücks harmonieren für mein Empfinden besonders mit der Skulptur. Hier haben wir wieder den Stein, der gar nichts von Härte ausstrahlt.
      Gerade bei diesen sehr lyrischen Interpretationen fällt der kontrastierende Mittelteil besonders auf. Vielleicht ist die Katze in die Wiege gesprungen und musste erst wieder verscheucht werden? 😉
      Mit einem klangvollen Abendgruß 🐻

      Gefällt 2 Personen

  2. Karin sagt:

    Ein Bogen schließt sich für mich bei Deinem Eintrag: als mein Wochenbett mit dem Töchting bevorstand, bedeutete das auch den Abschluß meiner 10-jährigen Konsulatstätigkeit für Norwegen und mein Abschiedsgeschenk aus Hamburg vom Generalkonsul war ein wunderschöner Bildband von Vigeland.
    Jetzt bei Deinem Eintrag liegt das Töchting im Wochenbett und summt ihren Kindern u.a.dieses Wiegenlied vor und beim lebhafteren Teil habe ich Fratz 1 vor Augen, der noch etwas stürmisch sein Brüderchen schaukelt.
    Ich habe mich erst heute erinnerungsselig in den Tag einwiegen lassen, der gestrige war mir zu laut und danke Dir von Herzen für Musik und Bild.
    Mit einem lieben Morgengruß vom justement Sonnenaufgangsdach, Karin

    Gefällt 1 Person

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine feine Resonanz, die dem Wiegenlied hier noch weitere Harmonien hinzufügt. 🙂
      Das ist mal wieder bemerkenswert, wie sich hier eines zum anderen fügt. Das die „vuggevise“ von Grieg in dieser Serie zu hören sein würde, war zwar schon länger klar. Aber für dieses spezielle Titelbild habe ich mich sozusagen in letzter Minute entschieden – immerhin gibt es ja von Vigeland nicht so furchtbar viele wiegenliedertaugliche Skulpturen. 😉
      Die Erklärung für den lebhafteren Teil kommt mir übrigens durchaus plausibel vor. 😀
      Mit einem sommersonnigen, herzlichen Nachmittagsgruß 🐻

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