Vögguvísur [9] • Sofðu unga ástin mín

Nachdem meine Wiegenlieder-Serie schon einen isländischen Titel trägt, scheint es mir nur recht und billig, auch endlich ein isländisches Wiegenlied zu präsentieren. Sofðu unga ástin mín ist eines der bekanntesten und beliebtesten Wiegenlieder in Island. Dementsprechend gibt es davon unzählige Aufnahmen. Ich habe aus dieser Fülle drei qualitativ ansprechende und vom musikalischen Charakter höchst unterschiedliche Versionen ausgewählt. Das zweite Video ist darüber hinaus vor einer ausgesprochen zauberhaften Kulisse aufgenommen worden. Und die Nr. 3 bietet den Text im isländischen Original und einer englischen Übersetzung.

Sofðu unga ástin mín
Text • Jóhann Sigurjónsson
Musik • Jón Ásgeirsson, Sveinbjörn Sveinbjörnsson

Svavar Knútur • Gesang, Gitarre


David Alameda Márquez • Viola d’Amore
Anna Vala Ólafsdóttir • Cello, Gesang
Mayumi Malotaux • Mandoline, Gesang


Hamrahlíðarkórinn


Titelbild © Random Randomsen

 

 

 

4 Gedanken zu “Vögguvísur [9] • Sofðu unga ástin mín

  1. Karin sagt:

    Guten Morgen, lieber Random, was Du da wieder als fotografischen Hamsterschatz entdeckt hast, ist köstlich: ein kopfüber hängendes flatterhaftes Katzenbaby in einer Kluft, die man früher für die strampelnden Winzigkeiten benutzte, sogar mit Perlen bestickt und sicher von der Natur abgeschaut.. Nicht umsonst heißen die Kokons Puppen -:)))

    Wenn ich Baby wäre, würde ich mir gern die erste Version vorsingen lassen, sie hat so etwas Zärtliches, während bei der Aufnahme in der Natur auch in Lautstärke und Ausdruck die Schrecknisse der Endzeile (wenn ich es richtig verstanden habe)mehr zu hören sind. Die letzte Version mit dem Chor und den zauberhaften Bildern ist die Poetischste für mich als Erwachsene, denn das Schlußbild würde ich einem Baby nicht zumuten.

    Hellwache Grüße von Hören und Schauen zu Dir, Karin

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine harmonische und sehr differenzierte Resonanz. 🙂
      Das Lied ist ja musikalisch von betörender Schönheit – aber durch den Text bekommt es so seine Ecken und Kanten. Wenn möglich beginne ich den Reigen gerne mit einer Version, die einen echten Wiegenlied-Charakter aufweist. So wie hier.
      Die zweite Version bringt ganz generell die im Text vorhandenen Schattenseiten auch zu ihrer Geltung. Etwa auch dieser schwarze Sand – die vulkanische Asche, die zwar langfristig die Böden fruchtbarer macht aber kurzfristig verheerende Auswirkungen hat.
      Die letzte Version ist besonders kunstvoll und klingt ganz abgeklärt und friedvoll. Nur eben dieses Schlußbild gibt dann plötzlich einen Hinweis auf die Schattenseiten.
      Diese Puppe habe ich erst kürzlich entdeckt. Und da diese optisch schon sehr an ein Wickelkind erinnert, fand ich das Bild passend für ein Wiegenlied. 😉
      Mit einem sommerfrischen Mittagsgruß 🐻

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  2. PPawlo sagt:

    Was für ein schönes Wiegenlied! Die Fassungen sind von der Melodie her sehr beruhigend, aber der englische Text im 3. Video sagt doch mehrmals etwas Beunruhigendes aus, vor dem man sein Kind normalerweise noch schont. Ich nehme mal an, die Mutter singt sich die Traurigkeit von der Seele , spricht das Kind zwar an, aber weiß, dass es die Worte noch nicht versteht. Es wird bei der schönen, ruhigen Melodie sanft einschlafen. Wie schön doch so eine Puppe wie auf deinem Bild ist. Wieder einmal Schönheit einfach so ohne dass es den Beobachter erwartet. Ich hab jedenfalls noch nie eine gesehen! Dass sie so schön sein können, hätte ich nicht erwartet! Liebe Grüße, Petra

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine berührte Resonanz. 🙂
      Ja, da besteht eine auffallende Diskrepanz zwischen der Klangwirkung der Musik und dem textlichen Inhalt des Liedes. Deine Erklärung dazu erscheint mir jedenfalls plausibel. Denn das sind nicht Dinge, die man einem Kind zumuten möchte. Aber ein Kleinkind wird ja auch dem Klang der Stimme und der Melodie lauschen. 🙂
      Ausgesprochen schön ist diese Puppe allerdings. Man sieht aber selten welche. Denn sie sind ja in der Regel gut versteckt / getarnt. Und da sie sich nicht bewegen, erregen sie auch nicht die Aufmerksamkeit. Diese hier habe ich zufällig entdeckt, weil ich mich für das Gestein interessiert habe. 🙂
      Mit einem klangvollen Abendgruß 🐻

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