K. 491 für Genießer

Sich ein Musikstück in unterschiedlichen Versionen anzuhören ist oft eine ausgesprochen bereichernde Erfahrung. Jede Interpretation hat ihre eigene Perspektive und offenbart dadurch ganz besondere Facetten des Werks. Dies verstärkt sich noch, wenn verschiedene Instrumente mit ganz unterschiedlicher Klangcharakteristik ins Spiel kommen. Für den heutigen Beitrag habe ich die Sonate in D-Dur K. 491 von Domenico Scarlatti ausgewählt. Dabei habe ich mich auf drei Aufnahmen beschränkt, die zudem einige Gemeinsamkeiten aufweisen:

  • Alle drei Aufnahmen wurden auf einem modernen Konzertflügel eingespielt. Also auf einem Instrument, das zu Lebzeiten des Komponisten noch nicht existierte, aber auf dem sich das Stück in der Originalfassung spielen lässt (sozusagen Originalton, aber nicht Originalklang Scarlatti).
  • Alle drei Interpreten wählen einen genießerischen Zugang zu diesem Werk. Sie kosten diese Komposition bis in die kleinsten Nuancen aus – und sie nutzen dabei auch ausgiebig die klanglichen Vorteile, die ihnen der Konzertflügel bietet.
  • Und so ganz nebenbei sind diese drei Aufnahmen allesamt auf eher wenig bekannten Labels erschienen. Das erhöht für das Lauschpublikum die Chance auf eine Neuentdeckung. 🙂

Bei all diesen Gemeinsamkeiten klingen diese drei Versionen allerdings doch erfreulich unterschiedlich…

Domenico Scarlatti • Sonate in D-Dur K. 491

Sergei Babayan • Klavier


Andrea Lucchesini • Klavier


Homero Francesch • Klavier


Titelbild © Random Randomsen

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4 Gedanken zu “K. 491 für Genießer

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank – es freut mich sehr, wenn diese Klangköstlichkeit Freude bereitet. 🙂 Ja, irgendwie geht eine stille Freude von diesem Werk aus.
      [Schade, dass nur eine der Aufnahmen zugänglich ist. Glücklicherweise ist jede davon auch für sich allein genommen ein Juwel. 🙂 ]

      Gefällt 2 Personen

  1. Karin sagt:

    Bei der ersten Aufnahme habe ich den durch die Gegend hüpfenden Enkelfratz vor mir, der dies, der das entdeckt und die Welt zärtlich und spielerisch in sich aufnimmt und für den alles Geschenk ist.
    Die zweite Aufnahme ist ernster, fordernder…ein Kind auf der Schwelle zum Erwachsenwerden.
    Nummer drei ist der sich erinnernde Erwachsene…..die Gromu

    Gedankenspielespinnereien von mir verbunden mit einem Dankeschön für diese Schmankerl. Es wünscht Dir einen schöntönenden Tagesausklang, Karin

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine spielerisch-harmonische Resonanz. 🙂
      Es freut mich sehr, wenn diese unterschiedlichen Interpretationen Bilder und Geschichten zum Leben erwecken. Diese bildergeschichtliche Deutung der drei Versionen wirkt für mich durchaus stimmig. Und sie hilft ja auch, sich der klanglichen Unterschiede besonders deutlich gewahr zu werden. 🙂
      Mit einem klangvollen Gruß zum zauberhaften Frühsommerabend. 🐻

      Gefällt 1 Person

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