Wort gehalten…

Wenn Johann Sebastian Bach eine Komposition als „Fantasie“ bezeichnet, dann meint er wirklich Fantasie. So viel ist sicher. 😀

Johann Sebastian Bach • Fantasia in a-moll, BWV 922

Marco Mencoboni • Cembalo (Roberto Livi clavicembali)


Jean Rondeau • Cembalo (Chabloz Clavecins)


Und weil so ein gepflegter Cembalo-Klang einfach eine gar feine Sache ist, hier noch eine edel-klangzauberhafte Zugabe:

Johann Sebastian Bach • Ouverture nach Französischer Art, BWV 831
· Ouverture
· Courante
· Gavotte I – II – I
· Passepied I – II – I
· Sarabande
· Bourrée
· Gigue
· Echo

Marco Mencoboni • Cembalo (Bruce Kennedy Harpsichords)


Titelbild © Random Randomsen

8 Gedanken zu “Wort gehalten…

  1. PPawlo sagt:

    Du stellst uns heute ein tief ergreifendes Stück Bachs vor, das für mich vor allem in der ersten Fassung ungewohnt gefühlsbetont tiefen Schmerz ausdrückt und auch in der 2. gibt’s für mich keine Auflösung dafür . Aber in der 3. geht’s in eine wunderbare fugenähnliche Form (?/Gavotte?) über und löst für mich den Schmerz in „bachsche“ zeitlose Versöhntheit auf um die Anfangsmelodie dankbar und erhobener/erhabener aufzunehmen. Großartig! Lieben Dank! Bei deinem Bild dachte ich: Au, das geht den Bach runter! Aber die Musik bietet eben auch in der 3. Fassung eine andere Lösung an. 🦋🌈🦋

    Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine feingestimmt mitschwingende Resonanz. 🙂
      Beide Interpreten bringen die Fantasia zwar in ihrer individuellen Sichtweise, aber insbesondere eben in unglaublicher Intensität und Ausdrucksstärke rüber. Diese beiden Aufnahmen durch eine „Zugabe“ zu ergänzen, war fast schon eine Entscheidung in letzter Minute. Aber obwohl diese Suite doch recht umfangreich ist, schien sie mir als Ergänzung ideal. Auch hier ist die musikalische Fantasie unerschöpflich. Und auch hier finden sich Intensität und Ausdrucksstärke. Aber eben auch tänzerische Leichtigkeit, lebensfreudige Energie und Humor.
      Das Titelbild soll hier verschiedene Aspekte zeigen. Einerseits die klaren Strukturen, anderseits die organisch wachsende Fülle. Wobei diese hier nicht „ausufert“ – die Äste scheinen gleichsam die Tiefen auszuloten, deren Spiegel die Musik ist. 🙂

      Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deinen Kommentar, den ich eben erst aus dem Papierkorb gerettet habe, nachdem ihn der Spamfilter aus unerfindlichen Gründen „gefressen“ hat. :/
      Ich kann dazu eigentlich nur mutmassen. Möglicherweise wurde die Tonspur nachträglich bearbeitet. Etwa, weil man eine Passage mit einem Störgeräusch oder Missgriff neu aufgenommen und eingefügt hat. Oder es ist beim Hochladen des Videos auf YT etwas passiert. Aber das ist nur Spekulation.

      Gefällt 1 Person

      1. kopfundgestalt sagt:

        Ich hatte mal bei einem Elektrostück eine Mißempfindung. Irgendwie wirkte das Stück an einer Stelle „verrutscht“.
        Ich schrieb das Berliner Label an und die sagten, daß es Absicht war.
        Immerhin musste ich fragen, denn es handelte sich um eine Kauf-CD. Daß im Elektro mit allen möglichen Effekten „gespielt“ wird, ist mir mittlerweile klar.

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        1. Random Randomsen sagt:

          Besonders wenn man mit leistungsstarken Kopfhörern Musik hört, erlebt man so allerhand. Beispielsweise habe ich es auch schon erlebt, dass man bei einer Klavieraufnahme offensichtlich eine Passage in einer Neuaufnahme eingefügt hat. Nur hatte man offensichtlich die Mikrofone anders positioniert, wodurch ein veränderter „Raumklang“ entstand. Bizarr. 😉

          Gefällt 1 Person

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