Klangschaften • Konzert für Orchester

In der heutigen Ausgabe der „Klangschaften“ ist eines der faszinierendsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts zu hören. Die Reise durch eine akustische Landschaft ist hier zunächst vor allem eine Reise durch die klanglichen Möglichkeiten des Orchesters. Für mich erweckt dieses Werk den Eindruck, als sei das Orchester gleichsam ein klangliches Kaleidoskop, das der Komponist dreht und wendet, um ihm immer wieder neue Klangbilder zu entlocken. Der Reiseaspekt geht hier aber noch weiter. Wie bei Béla Bartók üblich, sind auch im „Konzert für Orchester“ Elemente traditioneller Volksmusik zu hören. Und wie es sich für die Rubrik „Klangschaften“ gehört, ist hier in einer musikalisch überzeugenden Aufnahme die Magie des Konzert-Augenblicks zu hören und sehen.

Béla Bartók • Concerto zenekarra (Sz. 116)
Introduzione ∙ Andante non troppo – Allegro vivace
Giuoco delle coppie ∙ Allegro scherzando
Elegia ∙ Andante non troppo
Intermezzo interrotto ∙ Allegretto
Finale ∙ Pesante – Presto

hr-Sinfonieorchester • Andrés Orozco-Estrada


Titelbild © Random Randomsen

 

Wer die erste „Klangschaft“  mit Mari Boine verpasst haben sollte, bekommt hier eine zweite Chance:
Klangschaften • Gilvve gollát

12 Gedanken zu “Klangschaften • Konzert für Orchester

  1. Karin sagt:

    Ich schließe mich Petra an, die Sonne verlockte und verlockt noch immer, sich draußen aufzuhalten. Auch ich werde es mir später anhören, zumal es ja unser Hausorchester ist, das da mit seinem charmanten Chefdirigenten musiziert.
    Dir einen wunderschönen Frühlingsbeginnabend vom endlich trockenen Dach (heute Morgen aber noch mit Raureif), Karin

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  2. kopfundgestalt sagt:

    Zunächst einmal:
    Ich bin zwar Musikbegeisteter, aber habe mich die letzten knapp 20 Jahre primär mit „Elektro“ beschäftigt, was auch immer dazu zählen mag: Techno, Ambient, Minimal, Field recordings…
    Andere Sparten wie Jazz oder in Live-Konzerten auch Latin, Rock, Songwritung kommen dazu.
    Klassik hörte ich bisher immer nur im Tanztheater, so auch morgen (wohl) wieder.

    Was habe ich also hier zu sagen?!
    Ich bin wenig erprobt im klassischen Genre, zudem fehlt mir – im Gegensatz zu der Zeit vor vielleicht 2 Jahren – zunehmend die Gelegenheit, mich in einem der wichtigsten Hobbys zu tummeln, die ich habe: Musikrecherche.

    Ich habe mir das Stück im übrigen gerne angehört!

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für diese positive und ausführliche Resonanz. 🙂
      Wir verfügen heute über ein unglaublich breites Angebot an spannender Musik. Das weltweite Gewebe bietet die Möglichkeit, viel Interessantes zu finden – es ist aber auch möglich, sich darin zu verlieren. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, sich auf bevorzugte Sparten zu konzentrieren.
      Auf der anderen Seite kann es auch „lecker“ sein, zwischendurch in wenig bekannten Gefilden zu „naschen“. Und da freut es mich sehr, wenn dieses farbenreiche und spannende Orchesterkonzert Anklang gefunden hat. 🙂

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      1. kopfundgestalt sagt:

        Darin verlieren kann man sich sicherlich. Ich hörte auch vieles an experimenteller Musik.
        Manches, mit etwas Abstand, klingt dann nicht mehr so überzeugend. Letztlich, so meine ich, kann man nie objektiv Musik hören, es schwingen immer artfremde Kriterien mit rein. Wobei man die eh nicht alle wegdividieren kann und sollte.

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        1. Random Randomsen sagt:

          Manchmal ist wohl der Reiz des Neuen größer als der Nährwert, so dass einem, wenn dieser erste Reiz verflogen ist, die Substanz fehlt. Dann spielt auch die aktuelle Verfassung eine große Rolle.
          Der Versuch, ganz objektiv Musik zu hören, wäre letzten Endes wahrscheinlich ein Konstrukt, bei dem vor lauter „objektivem Hören“ die Musik in wesentlichen Teilen auf der Strecke bliebe. Das erscheint mir wenig wünschenswert. 🙂

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          1. kopfundgestalt sagt:

            Von einem Musiker hörte ich mal, ob ich denn auch Cds mit Hundegeheul höre?!
            Bei Klassik ist es so, daß mich oft das vornehme Publikum stört. Wenn die alle leger angezogen wären, würde das gleich stärker mein Interesse befeuern, haha.

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            1. Random Randomsen sagt:

              😃
              Es gibt schon auch Veranstaltungen, bei denen die „Verkleidung“ keine Rolle spielt. 🙂 Was mich eher befremdet, ist eine akademisch geprägte Uniformität in der Vorstellung, wie ein Werk zu interpretieren sei. Die Musik lebt ja genau davon, dass sie nicht immer gleich klingt. Es dient einem Werk sicher nicht, wenn man daraus gleichsam eine akustische Totenmaske formt.

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            2. kopfundgestalt sagt:

              Totenmaske trifft es. Die letzten Jahre wagte unser Vorstand auch Grenz-Jazziges (wie etwa Minimal von Nik Baertsch), sties aber da bei Puristen nicht auf Nächstenliebe.
              Musik muß leben, man kann nicht ewig an den etablierten Formen hängen bleiben.

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            3. Random Randomsen sagt:

              Letzten Endes tut man sich und der Musik ja keinen Gefallen, wenn man nicht ab und an „über die eigenen Ohrmuscheln hinaus lauscht.“ Man muss ja nicht alles mögen. Bewahre! Aber das Ungewohnte kann einen auch lehren, das Gewohnte auf neue Weise zu hören. In gewisser Weise müssen Interpreten und Zuhörer die Musik immer wieder neu er-finden. 🙂

              Gefällt 2 Personen

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