Präludium in G-Dur (BWV 902)

Der isländische Pianist Víkingur Ólafsson hat kürzlich ein kleines Juwel von Johann Sebastian Bach „ausgegraben.“ Dieses wunderhübsche Präludium ist zumeist nur in Gesamtaufnahmen der Tastenwerke Bachs zu finden. Und man hat manchmal den Eindruck, es sei lediglich der Vollständigkeit halber eingespielt worden. Dabei ist es eine eigenständige, faszinierende Klangpersönlichkeit, die hier wunderbar facettenreich vorgestellt wird.

Johann Sebastian Bach • Präludium in G-Dur (BWV 902)

Víkingur Ólafsson • Klavier


Titelbild © Random Randomsen

20 Gedanken zu “Präludium in G-Dur (BWV 902)

  1. PPawlo sagt:

    Schön, wie dein Blumenbild (kon)zentriert und farbenfroh nach Außen strebend den Tag einläuten kann! Auch das Präludium gibt Kraft und Schwung dafür! Die Fuge habe ich gleich noch dazu angehört. Sie hat den gleichen „Verve“ ! Bach hat eben auch auf seine Art feurige Musik geschaffen! LG Petra 🙂

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  2. chris sagt:

    Im Grunde gibt es von Bach kein Stück, dass nicht faszinieren würde, denn er hat absolut nichts Schlechtes, oder Schwaches komponiert – allenfalls kann man bestimmte Werke noch besonders hervor heben (sozusagen eine 1+). Dies ist das große Wunder im Werk und Schaffen des J.S.B.! Denn er hatte ja so viele andere Aufgaben zu bewältigen, wie z.B. unterrichten, konzertieren, die Chöre leiten, Sonntags die Orgel spielen etc.pp.. Es stimmt, diese Aufnahme hört man nicht so oft. Wobei man für sich ohnehin immer wieder neue Sachen entdeckt, bei der Überfülle des vorhandenen Materials… 🙂

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank. 🙂 Ich meine, bei Glenn Gould irgendwo eine Formulierung gelesen zu haben, (sinngemäß wiedergegeben) wonach Bach nach der Devise komponiert habe ’schreib‘ es so gut, dass man es nicht einmal mit einem Tubaquartett ruinieren kann‘. 🙂
      Ja, das ist die große Frage: wie kreiert man einen so unglaublichen Werkkatalog sozusagen in der Freizeit – noch dazu ohne wirklich welche zu haben.
      Von diesem schmucken Präludium hier würde ich in meinem (nicht ganz Bach-armen) Hamsterschatz so auf die Schnelle nur die Version von Gould finden… 🙂

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      1. chris sagt:

        Seine Frau hat ihm aber viel geholfen, sowohl beim unterrichten, als auch z.B. beim Noten kopieren (und sie hat zudem seine vielen überaus talentierten Kinder großgezogen). Aber es ist trotzdem ein Wunder (einzig sein Antisemitismus wirft einen Schatten auf die Persönlichkeit – aber dann dürften wir ja auch keinen Wagner mehr hören…).

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          1. chris sagt:

            Nun, wie ich sagte, ich würde mir die Musik nicht verbieten, man würde auch damit nichts mehr ändern – aber völlig zu trennen sind natürlich Werk und Person nie. Man fragt sich halt schon, übrigens auch bei Luther, warum diese äußerst religiösen Menschen, gleichzeitig eine so dunkle Seite hatten? Aber das führt hier zu weit…freuen wir uns einfach an der schönen Musik. 🙂

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            1. chris sagt:

              Was heißt Subjektivität – es gibt klare Belege für antisemitische Äußerungen Bachs (und Luthers). Deshalb bleibt J.S.B. trotzdem ein Genie und ich kann die Musik genießen…

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            2. Random Randomsen sagt:

              Was ich mit „Subjektivität des eigenen Blickwinkels“ meine, ist, dass es einen bedeutenden Unterschied macht, ob man zuerst dem Werk und dann den Schattenseiten der Person begegnet, oder ob es umgekehrt läuft.

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            3. chris sagt:

              Das ist richtig – allerdings glaube ich, dass selbst im umgekehrten Fall, Bach mich trotzdem von seinen fast außer-menschlichen kompositorischen Fähigkeiten überzeugt hätte…. 🙂

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  3. PPawlo sagt:

    Nun habe ich hier noch einmal vorbeigeschaut, eigentlich als kleines Dankeschön für deine so bereichernde Resonanz auf meinen Seiten. Nun verlasse ich den Klängegarten wieder reich beschenkt durch dieses Präludium ! (Und deine „Wuschelblume“! 😃) Herzliche Abendgrüße, Petra

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