Wassermusik XXVII • Schubert (Liszt)

Es gibt in Franz Schuberts umfangreichem Werk etliche Lieder, die auf die eine oder andere Weise „wässerige Themen“ berühren. Nun habe ich mich aber in meiner Wassermusik-Serie auf Instrumentalmusik beschränkt. Der Katalog ist ja bereits umfangreich – und die „Wassergesänge“ wären für sich allein ein weites Feld. Nun hat aber Franz Liszt seinem Namensvetter sozusagen eine Hintertür geöffnet, indem er zahlreiche Schubert-Lieder für Soloklavier transkribiert hat. Einige davon habe ich für die heutige Wassermusik ausgewählt.

Zwischendurch gibt es ein Intermezzo mit einer etwas anderen Bearbeitung. Die Version von Franz Liszt gehört wohl zu seinen meistgespielten Transkriptionen – da kann es ja ganz interessant sein, das Stück mal auf andere Weise zu hören.

Damit die Originale von Franz Schubert leicht zu finden sind (falls jemand da weiter eintauchen möchte), habe ich jeweils die Nummern aus dem Deutsch-Verzeichnis angegeben.


Franz Schubert • Der Müller und der Bach
(aus «Die schöne Müllerin» D.795)
Arr. Franz Liszt

 Valentina Lisitsa • Klavier


Franz Schubert • Wasserflut
(aus «Winterreise» D.911)
Arr. Franz Liszt

Sergey Kuznetsov • Klavier


Franz Schubert • Auf dem Wasser zu singen (D.774)
(vermutlich von den Interpreten arrangiert)

Margit-Anna Süß • Harfe
Matthias Michael Beckmann • Cello


Franz Schubert • Die Forelle (D.550)
Arr. Franz Liszt

Sergey Kuznetsov • Klavier


Franz Schubert • Am Meer
(aus «Schwanengesang» D.957)
Arr. Franz Liszt

 Valentina Lisitsa • Klavier


Die Gesamtübersicht der bisherigen wassermusikalischen Beiträge und der darin vorkommenden Werke gibt es hier:
♫ Wassermusik ♫


Titelbild © Random Randomsen

8 Gedanken zu “Wassermusik XXVII • Schubert (Liszt)

  1. PPawlo sagt:

    Das ist wieder eine sehr schöne Sonntagsmusik! Am besten gefällt mir dabei das dritte Musikstück mit Cello und Harfe. Ganz bezaubernd ist auch das erste Stück mit seinen Variationen und dem feinfühligen Spiel der Hände. Dass das Licht auch noch einen Stern auf den Flügel zaubert, bereitet auch noch Freude dazu. Was ist wohl der Grund für die Wahl deines Fotos? Ist das darauf dein eigenes Schattenbild? Und wo ist es aufgenommen? Das Wasser ist ja überall. War das bei Hochwasser und eine Brücke steht im Wasser ??? Ah ja, ein Wahlkriterium könnte der Gedanke: „Überall Wasser!“ sein !? 😀

    Gefällt 4 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine harmonische und interessierte Resonanz. 🙂
      „Auf dem Wasser zu singen“ ist ohnehin ein bezauberndes Werk. Eine Version für Cello und Klavier hatte ich früher schon als Klangbild. Und die Liszt-Version für Klavier solo ist ja eine seiner am häufigsten gespielten Bearbeitungen. Diese Version mit Harfe und Cello hatte ich zwar für einen eigenen Beitrag vorgesehen – aber sie passte hier einfach perfekt. 🙂
      Bei Valentina Lisitsa sind die Videos immer eine echte Bereicherung über das klangliche Erlebnis hinaus. Vor allem eben, weil ihre Art, die Klaviatur zu touchieren auch optisch sehr ästhetisch wirkt.
      Das Bild. Ja. Also es ist tatsächlich mein eigener Schatten – das Bild ist also ein „Selbstchen“, sozusagen. Das ist allerdings für die Wahl als Titelbild nicht relevant. Zunächst passte es für mich gut zum Stück „Auf dem Wasser zu singen“, weil eben überall Wasser ist und die kleinen Wellen zu den Harfenklängen zu tanzen scheinen. Kommt hinzu, dass in den Klavierstücken überall Licht und Schatten ist. Daher das grüngoldene lichterfüllte Wasser – aber auch die Andeutung von Untergang.
      Es handelt sich hier um ein „gewünschtes Hochwasser“, durch eine Talsperre herbeigeführt. Denn das Bild ist beim Albstausee im Schwarzwald entstanden.

      Gefällt 4 Personen

  2. Ulli sagt:

    So leicht und beschwingt lässt es sich auf dem Wasser singen und so leise dann die winterlichen Wasserfluten, ein Plätschern durchs Eis der Ufer … mag ich wieder alles sehr, lieber Random, und so viel lieber als mit Gesang, da bin ich etwas speziell …
    herzliche Sonntagabendgrüße, nun von hier 😉
    Ulli

    Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine harmonische Resonanz. 🙂 Die Wassermusik wird ja eh schon umfangreich (bzw. ist es bereits), also wären Gesänge hier sowieso nicht zum Zug gekommen. 😉 Es ist aber auch so, dass in diesen Versionen (obwohl allesamt „fremdarrangiert“) Schuberts Musik besonders zu ihrer Geltung kommt. Eben auch in ihrer ganzen Bandbreite der Emotionen.
      Mit einem klangvollen Abendgruß 🐻

      Gefällt 3 Personen

  3. Karin sagt:

    Mit dieser wassermusikalischen Schubertiade in Wort und Ton bin ich gestern schlafen gegangen, ein schöner Abschluß dieses sonnigen Sonntags. Habe Dank dafür!
    Mit einem grauhimmeligen Montagsgruß an Dich, Karin vom Dach in Hanau
    PS: Deine Schattenfigur erinnert mich an die Figuren von Giacometti, der hätte nur die untere Partie mehr verschlankt -:)))

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein wohlgestimmtes Echo. 🙂 Eine „Wassermusik“ als „Kleine Nachtmusik“ – in diesem Fall sicher passend. 😀
      Für einen „Giacometti-Schatten“ war es bei dieser Aufnahme zu früh am Nachmittag. Ein abendsonniger Tiefstand ist da ideal. 😉
      Mit einem klangvollen Morgengruß 🐻

      Gefällt 2 Personen

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