Kleine Tanzmusik • Näverbiten

Als echte „spelmän“ können die Nachtmusiker natürlich auch zum Tanz aufspielen. Hier sind sie mit einem Stück Traditionsmusik – einem Walzer aus Nordschweden. 

Näverbiten

Johan Norberg • Gitarre
Jonas Knutsson • Saxofon

Und das gleiche Duo mit einer spannend-spielfreudigen zweiten Version. 

Johan Norberg • Gitarre
Jonas Knutsson • Saxofon

Da bei einem Walzer die Zahl drei nicht ganz unwichtig ist, gibt es gleich noch eine dritte Version. Und zwar mit einem zweiten Duo, das sich auch schon nachtmusikalisch bewährt hat. 🙂

Lennart Hessel • Gitarre
Janne Lundquist • Bassklarinette, Saxofon

 

Titelbild © Random Randomsen

15 Gedanken zu “Kleine Tanzmusik • Näverbiten

  1. Karin sagt:

    Faul im Deckchair liegend und nur mit den Zehen ein wenig walzerhüpfend habe ich die drei Fassungen sehr genossen, zum realen Tanz wäre es zu heiß .
    Den Baumstamm mit der wildverwegenen blonden Tolle finde ich witzig und frage mich gerade, wie sie entstanden ist?
    Lieber immer noch pc-loser Gruss aus heissluftiger Höhe , Karin

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine erfreuliche Resonanz. 🙂
      Ja, es ist ein Tanz, von dem man sich wunderbar bewegen lassen kann, ohne sich physisch zu sehr zu bewegen. 😀
      Die Tolle ist ein Stück Birkenrinde (näver), wie sie im Norden früher oft als Baumaterial verwendet wurde – hier als elastische Unterlage zwischen den Balken.
      Mit einem hitzeflirrenden Nachmittagsgruß 🐻

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  2. PPawlo sagt:

    Ich finde die Musik große Klasse! Und das ist Traditionsmusik – ein Walzer aus Nordschweden? Wenn es nicht da stehen würde, käme ich nicht drauf. Auch heute hört sich das für mich wie Klezmermusik an? Das ist nun keine Kritik oder ein Zweifel. Es ist für mich nur verrückt, bei schwedischer Musik auf Klezmer zu kommen. Auch das Tanzen im Walzerschritt dürfte an manchen Stellen Schwierigkeiten bereiten? Also eher ein Konzerttanz? Das legen auch die eigenwilligen, freieren Variationen nahe. Wie übersetzt man denn den Titel? Da habe ich nichts gefunden. 🙂

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine erfreuliche und spannende Resonanz. 🙂
      Solche überlieferten Stücke sind ja immer wieder für Überraschungen gut. Lange Zeit wurden sie von einer Spielmannsgeneration nach Gehör an die nächste weitergereicht. Viele Stücke wurden erst im 20. Jahrhundert schriftlich festgehalten. Vom „Näverbiten“ gibt es sogar zwei Versionen.
      Aber wie und warum die Stücke entstanden sind, ist selten bekannt. Teilweise haben wohl umherziehende Musiker aus anderen Traditionen auf ihren Wegen eine Spur der Inspiration hinterlassen. Oder seefahrende schwedische Musiker haben fremde Stilelemente nach Hause gebracht.
      Ob dieser Walzer von Anfang an als Konzertstück gedacht war oder ob er sich mit der Zeit in diese Richtung verändert hat – auch darüber könnte man höchstens spekulieren.
      Zumindest die Bedeutung des Titels ist klar. Ein „näverbit“ ist ein Stück Birkenrinde. Der Zusammenhang zwischen Titel und Musik ist dagegen nicht ganz offensichtlich. 🙂

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    1. Random Randomsen sagt:

      Da dürften verschiedene Faktoren mitgewirkt haben. Diese „spelmän“ waren ja die längste Zeit keine akademisch ausgebildeten Musiker. Notenschrift war ihnen nicht vertraut, und wäre ihnen wohl auch wesensfremd gewesen. Kommt hinzu, dass man das musikalische Erbe nicht beliebig an jeden weitergegeben hat. Erst als man entdeckt hat, dass man im Begriff ist, dieses Erbe zu verlieren, sind einige Musiker aktiv geworden, was dann bald zu einer sehr lebendigen Szene geführt hat, die traditionelle Stücke gesammelt und aufgezeichnet hat (bzw. dies bis heute tut).

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine harmonische Resonanz. 🙂
      Mir wäre ja das klezmerische Element so aus dem Stegreif gar nicht aufgefallen. 😀 Und dies, obwohl mir die zweite Version besonders am Herzen liegt – eben weil hier die Spielfreude (gegen Ende auch im Gesichtsausdruck des Gitarristen wunderbar sichtbar) so nachdrücklich mit feinfühlig-hellhörigem Spiel kombiniert ist.
      Mit einem klangvollen Abendgruß 🐻

      Gefällt 1 Person

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