Wassermusik XV • Liszt II

Heute gibt es – wie bereits vor einigen Wochen in der Kommentarsektion angekündigt – weitere Wassermusik von Franz Liszt. Es sind nur zwei Werke, aber in jeweils zwei Interpretationen. Zunächst kommen zwei junge Pianisten „zu Taste“. Im zweiten Teil ist eine „Zweitmeinung“ von zwei legendären Pianisten zu hören. Dabei kann das Aufeinandertreffen zweier kontrastierender Werke und zweier unterschiedlicher Generationen neue Facetten hörbar machen. Dies ist zumindest der Plan…


Franz Liszt • Nuages gris

Alexander Djordjevic • Klavier


Franz Liszt • Chasse neige

Adrian Brendle • Klavier


Franz Liszt • Chasse neige

Lazar Berman • Klavier


Franz Liszt • Nuages gris

Svjatoslav Richter • Klavier

 


Die Gesamtübersicht der bisherigen wassermusikalischen Beiträge und der darin vorkommenden Werke gibt es hier:
♫ Wassermusik ♫

 


Titelbild © Random Randomsen

 

16 Gedanken zu “Wassermusik XV • Liszt II

  1. gkazakou sagt:

    Mein Favorit ist ja Svjatoslav Richter, dessen verhaltene Leidenschaftlichkeit niemals lautmalerisch wird, stattdessen jede Nuance der Form wie prüfend und anhaltend ins Bewusstsein ruft.. Sicher einfacher zu „verstehen“ und ebenfalls sehr eindrucksvoll ist Alexander Djordjevic, da wird einem das Himmelsspektakel wirklich sehr nah gebracht.
    Die rasenden Jagden sagen mir persönlich nicht so zu.

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dein hellhöriges Echo. 🙂
      Ja, es kommt auch nicht von ungefähr, dass Svjatoslav Richter hier sozusagen das letzte Wort hat. Das ist von einer so durchdachten und durchfühlten Ausgeglichenheit, dass man sich einfach auch Zeit lassen sollte, um das nachwirken zu lassen. Die erste Version betont andere Qualitäten des Stücks. Und das ist ja auch das Schöne, dass man durch verschiedene Interpretationen ein Gesamtbild bekommt, das ein Einzelner gar nicht zu vermitteln vermöchte. 🙂

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    1. gkazakou sagt:

      mit welchem Orchester und Dirigenten denn? ich hab eben in drei verschiedene Aufnahmen hineingehört und finde sie sehr verschieden, trotz desselben Pianisten. Das Verhältnis Piano-Orchester wird sehr verschieden ausgelegt.

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        1. Random Randomsen sagt:

          Das Album „Encore“ schätze ich auch sehr. Da zeigt sich ja auch deutlich, dass Instrument und Umgebung immer wieder eine Anpassung der Spielweise verlangen (im Extremfall klingt es, als habe er in irgendeiner Kaschemme auf einer uralten Rumpelkiste gespielt). Hinzu kommt natürlich die persönliche Entwicklung der Musiker.

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  2. PPawlo sagt:

    Heute bin ich nur zu Adrian Brendel am Klavier gekommen. Das finde ich wunderschön und möchte es einfach so nachklingen lassen. Dein Foto passt ja auch prima in seiner Melancholie und den funkelnden Schneeflocken, die auch (Stern)Regen sein könnten, dazu! Mit einem lieben Sonntagsgruß,
    Petra

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine harmonische Resonanz. 🙂 Ja, diese Version hat ihren besonderen Zauber. Nicht zuletzt, weil der Klang des Flügels und die Spielweise wunderbar harmonieren. Zudem ist das Video bildtechnisch sehr ansprechend umgesetzt.
      Es freut mich sehr, wenn mein Stimmungs-Bild sich hier harmonisch einfügt. 🙂
      Mit einem herzlichen Abendgruß 🐻

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  3. PPawlo sagt:

    Danke! Nun war die Version von Lazar Berman dran: Ich kann nur sagen, was das mir mir macht : Und eigentlich kann ich es gar nicht sagen, weil das in solche Höhen und Tiefen , in so viel stürmische Leidenschaft und so viel leise Zartheit „transzendiert“, über unser Leben hinauswächst. Überwältigend! 🐻

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für dieses begeisterte Echo. 🙂
      Ich habe dem auch eigentlich nichts hinzuzufügen, weil es schade wäre, ein solches Erlebnis in seiner Unbeschreiblichkeit zerreden zu wollen.
      Mit einem harmonischen Montagsgruß 🐻

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  4. PPawlo sagt:

    Die Nuages gris sind für mich ein spannungsgeladenes, faszinierendes Stück. Das Bild der grauen Wolken bleibt erhalten und doch drückt sich in seiner anfänglichen Bedachtsamkeit, dann Bedrohlichkeit, eine immer höher steigende Klage, die in einer Aufgabe , einem Ach ja, endet, eine innere Stimmung aus. Ich habe die beiden Fassungen nicht verglichen. Es bleibt eher die Faszination, wie Klage sich in hohen Tönen ausdrücken und doch nicht auflösen kann.

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für ein weiteres, wunderbar differenziertes Echo. 🙂
      Ja, es wirkt fast so, also würde jemand der eigenen Resonanz auf die grauen Wolken nachspüren. Eine Art „wie außen, so innen“ – die Klärung bleibt aus…

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