Wassermusik IV • La tempesta di mare

„La tempesta di mare“ von Antonio Vivaldi kann hin und wieder für einige Konfusion sorgen. Die einen kennen es als Flötenkonzert. Den anderen ist es als Violinkonzert bekannt. Und das allein wäre ja noch nicht sonderlich ungewöhnlich. Denn es kommt bei Vivaldi durchaus vor, dass ein und dasselbe Konzert mit variierenden Soloinstrumenten besetzt wird. Hier aber liegen die Dinge anders. Beginnen wir mit dem Flötenkonzert in einer Interpretation, die den Titel „La tempesta di mare“ durchaus ernst nimmt. 😉

Antonio Vivaldi • Flötenkonzert in F-Dur RV 433 (Op. 10/1)
• Allegro
• Largo
• Presto

Ensemble Matheus • Dir. Jean-Christophe Spinosi
Sébastien Marq • Blockflöte

Das Flötenkonzert „La tempesta di mare“ ist das erste der sechs Flötenkonzerte Op. 10. Das gleichnamige Violinkonzert dagegen ist eine völlig andere Komposition und stammt aus Vivaldis Op. 8 – Il cimento dell’armonia e dell’inventione (es gehört also zum gleichen „Paket“ wie „die vier Jahreszeiten“)

Antonio Vivaldi • Violinkonzert in Es-Dur RV 253 (Op. 8/5)

Accademia Bizantina • Dir. Ottavio Dantone

Nun aber noch einmal zurück zum Flötenkonzert. Die sechs Konzerte Op. 10 existieren nämlich in einer früheren Fassung als Concerti da camera. Auch hier spielt die Flöte eine prominente Rolle – die Besetzung ist hier allerdings noch etwas vielfältiger als in der eingangs gehörten Version.

Antonio Vivaldi • Kammerkonzert in F-Dur RV 98
• Allegro
• Largo
• Presto

Il Giardino Armonico • Dir. Giovanni Antonini

 

Wassermusikalische Galerie
Die bisherigen Wassermusiken sind hier zu finden:
Wassermusik I • Boote & Schiffe
Wassermusik II • Telemann
Wassermusik III • Jūra

16 Gedanken zu “Wassermusik IV • La tempesta di mare

  1. finbarsgift sagt:

    Die anderen beiden sehr bekannten Ba-Rocker Bach und Händel haben von dieser Technik des mehrfachen Gebrauchs von feinem eigenen Kompositionmaterial auch oft Gebrauch gemacht. Das war wohl damals nichts ungewöhnliches…
    Dankeschön für’s Zeigen und Präsentieren!
    Liebe Morgengrüße vom Lu

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Ja, möglicherweise haben sie damit der Not und dem eigenen Trieb gehorcht. Auf der einen Seite musste man bezüglich der Besetzungen wohl recht flexibel sein, wenn man seine Kompositionen häufiger aufgeführt bekommen wollte. Und auf der anderen Seite dürfte auch Spielfreude eine Antriebsfeder gewesen sein. 🙂
      Herzliche Grüße 🐻

      Gefällt 2 Personen

      1. finbarsgift sagt:

        Sicherlich trifft das alles zu, was du schreibst, ferner war auch oft Not am Mann: neue Kantate bis übermorgen bei Bach, neue Oper bis in einer Woche bei Händel, da hat mann schon mal bei sich selbst „geklaut“ *g*
        Hab’s fein 🐻

        Gefällt 2 Personen

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