Krixikraxi

Angeregt durch den jüngsten „Krixikraxi-Beitrag“ von M. Mama habe ich kurzerhand ein Krixikraxi-Lied erfunden. 😀 Es ist (mehr oder weniger) ein Kinderlied, das – zumindest vordergründig – einige typische Motive (und Resultate) von Kinderzeichnungen thematisiert. 

Krixikraxi

Kleine Kinder malen gern
Was sie sehen, nah und fern
Doch es ist so wie beim Singen
Oft will’s nicht so recht gelingen

Dann wird’s nur ein Krixikraxi
Eine Kuh, ganz ohne Haxi
Und daneben ist der Bauer
Ohne Kopf gewiss kein Schlauer

Hier am Hof, man sieht’s mit Grausen
Können Mensch und Tier nicht hausen
Auch im Hintergrund der Wald
Ist von trauriger Gestalt

Mama, Papa, bittesehr!
Aber fragt nicht ′wer ist wer?′
Und die Schwester, die schaut aus
Wie ein Ding, halb Katz’, halb Maus

Linien, Kreise oder Flecken
Lassen meist sich leicht entdecken
Während, was damit gemeint
Uns oft unergründlich scheint

Doch liegt Schönheit, man beachte
Stets im Auge des Betrachters
Und zeigt dieser seine Gunst
Ruft er freudig: „Das ist Kunst!“


Künstlerische Randbemerkung

Man sollte auf jeden Fall das künstlerische Potenzial unserer Nachwuchsmalerschaft nie unterschätzen. Dabei möchte ich beispielhaft den im Text vorkommenden Bauern erwähnen. So fände ich es doch ausgesprochen bemerkenswert, wenn ein kleines Kind das doch recht abstrakte Konzept fehlender Bauernschläue durch das Malen eines Bauern ohne Kopf darstellte (selbst wenn man dem kopflosen Bauern möglicherweise nicht ansähe, dass er selbiges sein soll). 

Alternativ könnte der Bauer ohne Kopf auch als Symbol für einen Hofnarren stehen. Das wäre allerdings nicht minder bemerkenswert. 😉


Notentext

Da ich nicht der glühendste Verehrer melodiefreier Lieder bin, habe ich die Melodie des Krixikraxi-Liedes hier als Notentext eingefügt. Der Einfachheit halber ist es in C-Dur notiert – dies lässt sich ja leicht der eigenen Stimmlage entsprechend transponieren. Vom Tempo her würde ich ein Allegretto vorschlagen. Die Notenwerte sind hier den ersten beiden Strophen angepasst. Es dürfte keine besondere Hexerei sein, die Notenwerte am Taktende (Viertel / zwei Achtel) im weiteren Textverlauf der jeweiligen Silbenzahl anzupassen. 

krixikraxinoten


Krixikraxi anplaggd

Damit diejenigen nicht außen vor bleiben, denen sich so ein Notentext nicht a prima vista erschließt, habe ich von der ganzen Herrlichkeit sogar eine Tonaufnahme gemacht. Dabei habe ich die ganze Geschichte a capella und ganz ohne Schnickschnack (also garantiert ohne Autotune) aufgenommen. Zu finden ist dieses Wunderwerk in meiner Dropbox unter dem folgenden Link:
https://www.dropbox.com/s/ew1o39qoy279l2d/Krixikraxi.mp3?dl=0


Koppireit ©

Von der urheberrechtlichen Seite ist zu bemerken, dass Text, Melodie, Aufnahme und auch das Titelbild meine Eigenproduktionen sind. Damit habe ich mich, wie fein, so ganz nebenbei und in aller Bescheidenheit auch gleich als Universalgenie geoutet. 😉


Krixikraxi im Aufwind

Da Kinder nicht nur gerne malen, sondern sich meist auch an humorgewürzten Gesängen erfreuen, möchte ich diesen Beitrag dem Projekt „Kinder im Aufwind“ von Petra Pawlofsky widmen. 


Hinweis zur Dropbox

Die mp3-Datei lässt sich auch ohne Konto oder Anmeldung problemlos anhören und auch herunterladen. Das zu Beginn erscheinende Fenster lässt sich durch Klicken auf das Kreuzchen oben rechts oder den Text ganz unten (beides rot markiert) problemlos wegdrücken.

dropbox

 

11 Gedanken zu “Krixikraxi

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank. 😀 Das „Universalgenie“ 😉 freut sich über das positive Echo. 🙂
      Irgendwie hat mich dieser gestrige Beitrag zum Reimen animiert – und so ist nach und nach eines zum anderen gekommen. 🙂
      Die Sache mit dem Bauern ist vielleicht arg um die Ecke gedacht. Aber manchmal frage ich mich schon, was, genau, im Kopf eines malenden Kindes vor sich gehen mag. Das Kind lernt ja, sein Malen unseren genormten Formen anzupassen. Und wir sehen darin eine Entwicklung, die durchaus wichtig ist, weil wir ja in unseren Ausdrucksformen zumindest ansatzweise einen gemeinsamen Nenner brauchen, um uns halbwegs sinnvoll auszutauschen. Aber auf der anderen Seite nimmt das Kind ja Dinge wahr, für die wir gewohnheitsblind geworden sind. Nur werden die dann so nach und nach „weggenormt“.

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  1. PPawlo sagt:

    Da schließe ich mich doch gleich bei der Verneigung an und bedanke mich ganz besonders herzlich für die schöne morgendliche Überraschung! 😎 Sie bietet für Eltern und Kinder so manche Gelegenheit, das Lied gemeinsam oder allein, beim Malen, Wandern oder auf einer Autofahrt etc zu singen. Das ist nicht nur gemeinschaftsfördernd, sondern verbreitet sicher Wohlgefühl und aufwindig gute Laune! Und da die Handwerker immer noch nicht da sind, habe ich inzwischen auch alles auf der Fundgrube für das Projekt eingetragen. und unter der Rubrik „Seelenfutter“ eingereiht. Mögen sich viele an deinem Lied freuen! Bei dem Eintrag von neuen Artikeln habe ich auch gleich M.Mamas Kommentar übernommen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine positive Resonanz. 😀 Wie schön, dass sich das nun auch bereits in der Fundgrube behaglich „einnisten“ durfte. 🙂
      Ja, das Lied soll primär einfach Freude bereiten – Kindern und Erwachsenen. Die einen Kinder werden sich freuen, weil sie sich selber ja schon weit über die Krixikraxi-Stufe hochgeschwungen haben. Und den anderen mag es ein Trost sein, wenn nicht immer alles so gelingt wie gewünscht. Da kann auch Gesprächsstoff drinstecken. Etwa, dass man manchmal den guten Willen für die Tat nehmen muss. Oder die Frage, wie weit Schönheit tatsächlich im Auge des Betrachters liege.

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      1. PPawlo sagt:

        Inzwischen ist es mir auch gelungen, alle Vorgaben, die sich in der Dropbox melden und das Lied verdecken, einfach wegzuklicken und einfach auf den Start zu drücken und siehe da, deine raumgreifende, volle Stimme erklingt da wohlgemut! Das Ganze ist gerade so für mich ein besonderes Unterfangen und Geschenk, weil es so tatsächlich persönlicher rüberkommt! personare…Person…persönlich eben 😊

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        1. Random Randomsen sagt:

          Lieben Dank für dein weiteres positives Echo. 🙂
          Tatsächlich ist es ein kleiner Wermutstropfen, dass recht aufdringlich ein Einloggen oder das Einrichten eines Kontos gefordert wird, während der direkte Zugang zwar sehr einfach, aber nur „übers Kleingedruckte“ zu bekommen ist. Aber es freut mich sehr, dass es dennoch geklappt hat. 😀 Inzwischen habe ich im Beitrag einen Hinweis (mit Bild) eingefügt.
          Letztlich fand ich es sehr reizvoll, hier mal was Neues zu machen, das eine persönliche Note ins Spiel bringt. 🐻

          Gefällt 1 Person

  2. Ulrike Sokul sagt:

    Selbst gereimt und höchstselbst gesungen, Deine Vielsaitigkeit ist beeindruckend!
    Der heiter-verspielte Tiefsinn ist Dir in Text und Gesang vorzüglich gelungen. Ich meine sogar, ich hätte Dich an zwei oder drei Stellen schmunzeln gehört … :mrgreen:
    Außerdem war es mir ein ECHTES Erlebnis, einmal Deiner STIMME zu lauschen!
    Verbindlichen Dank für die akustische Berührung. 🙂
    *verneig*

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine harmonisch-zugeneigte Resonanz. 🙂
      Es ist schon ein wesentlicher Vorteil, wenn man alles in Eigenregie machen kann. So war das ganze Ding keine 12 Stunden nach dem Lesen des initialzündenden Beitrags fixfertig in der Box. Text und Melodie konnten dabei weitgehend als Nebenprogramm zu alltäglichen Verrichtungen entstehen.
      Ja, es ist gut möglich, dass sich der eine oder andere „akustische Smiley“ in die Aufnahme geschlichen hat. 🙂 Zunächst war ich etwas skeptisch, ob das wohl wirklich die beste aller Ideen sei: so ein unbegleiteter, schmuckloser Solosang. Aber dieses Lied ist nun mal dazu da, frisch von der Leber weg gesungen zu werden. Selbst mit dem Risiko, dass es „…nicht so recht gelingen…“ könnte. 😉 Und es würde auf jeden Fall ein sehr persönlicher Beitrag werden, wenn man ihm „seine Stimme gibt“. 🙂

      Gefällt 1 Person

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