μ • Macht des Wissens

Manche Dinge will man unbedingt wissen, obwohl man genau weiß, dass man, sobald man sie weiß, wünschen wird, sie nicht zu wissen.

 


Klangbild: Sibelius • En Saga

Vladimir Ashkenazy • Philharmonia Orchestra London

18 Gedanken zu “μ • Macht des Wissens

  1. PPawlo sagt:

    Dieser Beitrag hat’s in sich! So klar und ausgewogen kommt er daher! Und zieht einen so richtig in dein vernetztes, faszinierendes Bild, in deinen Spruch, der für uns Menschen so typisch ist und schon den Zauber des Apfels im Paradies ausmachte, aber wo auch das Gegenteil gilt: wir verdrängen viel, weil wir’s nicht wissen wollen…Und er führt mitten rein in diese gewaltige Musik, die im Video so fantastisch untermalt wird! Obwohl ich gar nicht die Zeit habe, hab ich’s mir bis zum Ende bewusst angehört und angeschaut! Überrwältigend!!! DANKE! 🌟🌟🌟

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für diese wunderbare Resonanz. 🌺 Ja, es ist – trotz knappem Text – eine vielschichtige Angelegenheit. Und es freut mich sehr, wenn das auch so rüberkommt. 🙂
      Und es stimmt – das funktioniert auch umgekehrt. Es gibt Dinge, von denen wir sehr wohl wissen, dass wir sie genauer unter die Lupe nehmen sollten. Und es doch immer wieder auf sich beruhen lassen.
      Auch wenn es mir beim Video in erster Linie um die Musik ging – die Bebilderung ist eine echte Bereicherung.

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            1. Random Randomsen sagt:

              Da sehe ich verschiedene Bereiche, wo so etwas immer wieder vorkommt. Dazu gehören viele „News“. Unser medienvielfältiges „informiert sein“ läuft oft auf eine Überflutung mit Schreckensmeldungen hinaus. Dazu gibt’s dann noch Bilder und Videos. Solche Inhalte werden fleißig konsumiert – die Leute wollen es also „genau wissen“. Aber außer einer zunehmenden Verstörung ist meist nichts gewonnen.
              Ein anderer Bereich: Vertrauen ist gut. Punkt. In vielen Fällen müssen Eltern erwachsen werdender Kinder nicht immer alles wissen. Schnüffeln und spionieren mag manchmal „Klarheit“ bringen – oft aber auch ein ruiniertes Vertrauensverhältnis.
              Oder auch das, was ich „Entzauberung“ nenne. Beispielsweise kann man Musik „zu Tode analysieren“. Man weiß zwar hinterher eine Menge Details. Und das kann zu Studienzwecken nützlich sein. Aber man sollte nicht übertreiben.

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      1. PPawlo sagt:

        Ja, das versteh ich nun gut! Hab lieben Dank für deine ausführliche Erläuterung! Bewusst war mir das so nicht. Einiges kommt meiner Vorstellung von „Vermüllung der Seele“ ziemlich nahe. Über die Ohnmacht des Wissens hab ich auch noch nicht nachgedacht : Und wenn ich das jetzt tu, braucht das Wissen gar nicht zu viel zu sein oder schaden, sondern ich weiß nun genug, aber steh genau so ratlos da wie vorher. 🙂
        Wie gut allerdings, dass ich das hier wissen wollte! 🙂

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