★ Si

Den „heutigen“ Beitrag habe ich bereits im Dezember 2015 erstmals veröffentlicht. Aber dieses Lied ist jenseits von Gut und Besser. Es ist einfach phänomenal. Und deshalb gibt es das ganze Paket mit Originaltext und meiner Übersetzung nun als aktualisierte Version. 

Die Videos habe ich neu „eingebettet“ – die ursprünglichen Links in der bei mir damals üblichen Form und auch alles andere „Originalzeugs“ habe ich allerdings beibehalten. Die damals eingefügte Studioversion ist allerdings nicht mehr verfügbar. Dafür gibt’s nach dem deutschen Text noch eine neue Version. 


Okay. Zaz habe ich bereits meine erste Sternstunde gewidmet. Und das Lied ‚Si‘ habe ich auf dieser Seite auch schon verlinkt. Also was, bitte, soll das hier werden? Resteverwertung in Randomsens Suppenküche? Nicht ganz.
Einerseits ist ‚Si‘ nicht nur ein ausgesprochen poetisches, sondern auch ein sehr wichtiges Lied. Man kann es nicht oft genug hören, singen, diskutieren – es sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen nehmen.
Deshalb soll hier ein eigener Beitrag ganz diesem Lied gewidmet sein. Also gibt es zunächst – ganz sternstundenmäßig – den Originaltext und die Links zu verschiedenen Aufnahmen. Zudem biete ich hier – bei den Sternstunden eher die Ausnahme – eine Übersetzung an. Zwar kursieren im Internet bereits einige Varianten. Dennoch habe ich eine eigene Version fabriziert. Nicht, weil ich mir einbilde alles viel besser zu können und hier die allerbeste, um nicht zu sagen einzig richtige, Übersetzung zu präsentieren. Sondern weil ich hier eine Übersetzung anbieten will, die ich nach bestem Wissen und Gewissen vertreten kann. Und vor allem auch eine, bei der ich die dahinter stehenden Überlegungen begründen – und auf Wunsch diskutieren – kann. Und genau die möglichen Varianten von Übersetzungen bieten eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich nicht nur mit der Frage zu befassen, was wohl der Autor damit gemeint haben könnte. Ebenso wichtig ist ja letztlich die Frage: Was sagt dieser Text mir ganz persönlich? Und da können unterschiedliche Ansätze durchaus komplementär sein. Der originale Text ist in seiner Schönheit und Perfektion unantastbar. Aber es scheint mir wichtig, diesen Text nicht auf ein Podest zu stellen und tatenlos anzuhimmeln.


Si
(Jean-Jacques Goldman)

Si j’étais l’amie du bon Dieu,
Si je connaissais les prières,
Si j’avais le sang bleu,
Le don d’effacer, tout refaire.

Si j’étais reine ou magicienne,
Princesse, fée, grand capitaine
D’un noble régiment,
Si j’avais les pas d’un géant.

Je mettrais du ciel en misère,
Toutes les larmes aux rivières,
Et fleuriraient des sables
Où fuit même l’espoir

Je sèmerais des utopies,
Plier serait interdit,
On ne détournerait plus les regards.

Si j’avais des milles et des cents,
Le talent, la force ou les charmes
Des maîtres, des puissants,
Si j’avais les clés de leurs âmes.

Si je savais prendre les armes,
Au feu d’une armée de titans,
J’allumerais des flammes,
Dans les rêves éteints des enfants.

Je mettrais des couleurs aux peines,
J’inventerais des édens,
Aux pas de chance, aux pas d’étoile,
Aux moins que rien.

Mais je n’ai qu’un cœur en guenille,
Et deux mains tendues de brindille,
Une voix que le vent chasse au matin.

Mais si nos mains nues se rassemblent,
Nos millions de cœurs ensembles,
Si nos voix s’unissaient,
Quels hivers y résisteraient ?

Un monde frère, une terre âme sœur,
Nous bâtirons dans ces cendres
Peu à peu, miette à miette,
Goutte à goutte et cœur à cœur.

Peu à peu, miette à miette,
Goutte à goutte et cœur à cœur.


Live Version (France 2 TV)
play-zaz-si
mit Benoît Simon (Gitarre)
und Denis Clavaizolle (Keyboards)

Offizielles Video
play-zaz-si

Studioversion der CD ‚Recto Verso‘
play-zaz-si


Wenn ich des lieben Gottes Freundin wäre,
wenn mir die Gebete vertraut wären,
wenn ich blaues Blut hätte,
die Gabe, alles zu löschen und völlig neu anzufangen.

Wenn ich Königin oder Magierin,
Prinzessin, Fee, mächtige Anführerin
eines edlen Regiments wäre,
wenn ich die Schritte eines Riesen hätte.

Ich würde den Himmel das Elend berühren lassen,
würde sämtliche Tränen in die Flüsse lenken,
und es würde neues Leben erblühen in Wüsten
aus denen sogar die Hoffnung geflohen ist.

Ich würde Utopien säen,
klein beigeben wäre untersagt,
man würde nicht länger wegschauen.

Hätte ich Tausende und Hunderte,
die Begabung, die Macht oder die Anziehungskraft
der Herrschenden und Mächtigen,
hätte ich die Schlüssel zu ihren Seelen.

Könnte ich im Feuer einer Armee von
Titanen die Waffen ergreifen,
würde ich das Feuer in den erloschenen
Träumen der Kinder neu entfachen.

Ich brächte Farben in die Trostlosigkeit,
ich würde Gärten Eden anlegen
für die Glücklosen, vom Schicksal Benachteiligten,
für jene, die weniger als nichts haben.

Aber ich habe nur ein ärmlich gekleidetes Herz,
und zwei dürren Zweigen gleich ausgestreckte Hände,
eine Stimme, die der erste Windstoß verweht.

Doch wenn unsere bloßen Hände sich zusammenschließen,
unsere Millionen Herzen zusammenfinden,
wenn unsere Stimmen vereint erschallten,
welche Winter könnten dem trotzen?

Eine einträchtige Welt verwandter Seelen
werden wir inmitten dieser Asche erbauen.
Nach und nach, Krümel für Krümel,
Tropfen für Tropfen und Herz um Herz.


Den Titel habe ich bei dieser Übersetzung weggelassen. Warum? Nun, vordergründig ist es ganz einfach: ‚Si‘ bedeutet ‚wenn‘. Und der Text stützt diese Interpretation. Im Französischen ist ’si‘ aber auch eine dénégation – häufig in der Wendung ‚mais si!‘ (aber ja doch!) verwendet.
– Ce n’est pas possible de…
– Si.
– Tu ne peux pas…
– Mais si!
Ich weiß zwar nicht, ob Jean-Jacques Goldman diese zweite Bedeutung von ’si‘ bewusst einbezogen hat. Aber auf jeden Fall passt sie zum Aufbau des Stücks. Ein recht großer Teil des Textes befasst sich ja mit Vorstellungen, die eher idealistisch als realistisch wirken. Die drittletzte Strophe ist eine ziemlich ernüchternde Landung auf dem Boden der Realität. Sozusagen: Wer bin ich denn schon? Ich kann ja doch nichts ausrichten. Die letzten beiden Strophen haben aber deutlich diesen Charakter des ‚mais si!‘ – aber ja doch! Bezeichnend für diese Haltung ist das ’nous batirons‘ (Futur) in der letzten Strophe – nicht etwa ’nous batirions‘ (Conditionnel).

Diese Bemerkung zum Titel soll gleichermaßen Einleitung wie Einladung zu einer Diskussion über den Inhalt des Liedtextes sein.

29 Gedanken zu “★ Si

  1. ninahagn sagt:

    Also zu allererst – mein Französisch Vokabular ist SO Grotte ^^ ich glaub dem sollt ich mich im Urlaub mal widmen (ich komm ja akut zu genau gar nix…)

    Für eine ausuferndere Diskussion muss ich noch ein paar mal über den Post drüber und mir die Lieder anhören (darf ich anmerken, dass ich mir für deine posts 3 mal so viel Zeit nehmen „muss“ wie für andere? Keine Kritik, eher das Gegenteil) nur kurz zum Titel – ich kann mir gut vorstellen, dass diese Bedeutungsduplizität des si durchaus beabsichtigt war (wie du ja sagst, beide Deutungen kommen im Text vor) aber wie übersetzt man DAS bloß ins Deutsche ^^ „wenn“ ist ja doch recht klar definiert, vielleicht noch in der Nachbarschaft von „falls“ anzusiedeln, kaum jedoch in der von „aber (doch)“

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    1. Random Randomsen sagt:

      Tja, Aufbau und Pflege gut sortierter Wortvorräte ist eine zeitintensive Sache. Und manchmal reicht die Zeit halt echt hinten und vorne (und omunduntn) nicht. Songtexte bieten eine gute Möglichkeit, den Vorrat aufzustocken – allerdings sind richtig gute Texte oft schon eine ziemliche Herausforderung. Vor diesem Hintergrund ist auch die Idee zu meiner *Stunden Rubrik entstanden (durch ein Chanson von Jacques Brel). Auch Hörbücher können eine nützliche Sache sein.
      Sorry für die ‚Zeiträuberposts’. Ich habe halt schon eine Tendenz, ziemlich viel hineinzupacken – gerne mit doppeltem und dreifachem Boden… Beim heutigen Beitrag kann ich allerdings dem JJ Goldman die ‚Schuld’ in die Schuhe schieben. 😉 Und der nächste (oder übernächste) Beitrag wird dann ein richtiger Easy Reader. 🙂
      ‚Wenn’ wäre als deutscher Titel sicher nicht falsch. Selbst wenn möglicherweise diese zweite Bedeutung von ‚si’ der Clou sein sollte. Aber schade ist es dennoch. Weltweites Frühfranzösisch wäre irgendwie schon die sympathischere Lösung. 🙂

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      1. ninahagn sagt:

        Omunduntn, genau ^^ Songtexte sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch a Bisl zu „hoch“, aber hin und wieder les ich französische Blogposts und ich hoffe im Urlaub zu „le petit prince“ zu kommen 🙂 was auch gut geht fürs auditive Verständnis sind Kurzfilme. Hörbücher hab ich auch im Blick, aber auch dafür fehlt akut die Zeit (übrigens wenn du Hörbücher magst kann ich dir librivox empfehlen, da sind Massenweise public domain Bücher in unterschiedlichsten Sprachen von Freiwilligen eingesprochen (in überraschend guter Qualität!) ein sehr schönes Projekt bei dem ich überlege eventuell sogar mal mitzuwirken (wenn ich Zeit hab… ich bin fest überzeugt, dass Zeiten kommen, in denen ich mal wieder Zeit hab ^^).

        Wie gesagt, war ja keine Kritik, finds ja an sich schön, wenn ich mal gezwungen bin, mich tiefergehender mit was auseinanderzusetzen, als x- und y-fach interessierte beschäftige ich mich mit so vielem, aber mit so wenigem wirklich intensiv (außer natürlich was meine Profession betrifft, da nat. schon intensiv) und das macht sich schon bemerkbar ^^ deswegen ist das eine erfrischende Abwechslung.

        Ach ja, der Sprachunterricht ^^ ganz eigenes Thema

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        1. Random Randomsen sagt:

          Songtexte sehe ich ein Stück weit halt auch immer als Teaser. Man muss nicht gleich jedes Wort verstehen und jede Bedeutung entschlüsseln. Aber die Schönheit eines Textes in Verbindung mit der Musik kann bewirken, dass man irgendwie dran ‚hängenbleibt’ und immer wieder darauf zurück kommt.
          Librivox schätze ich sehr. Es hat zwar einen kleinen Nachteil: Da nur Public-Domain Werke verwendet werden, ist man sprachlich halt nicht ganz auf der Höhe der Zeit. D.h. man muss dann eben darauf achten, dass man sich moderne Alltagssprache auf andere Weise reinzieht. Ein ganz großer Vorteil ist dagegen, dass die Texte nicht von Profis gesprochen werden. Die Aussprache hat dann oft ein regionales Timbre, und man gewöhnt sich beizeiten daran, dass die ‚Eingeborenen’ halt oft nicht die selbe Aussprache haben wie die Sprachkurssprecher. Und ebenfalls ein Vorteil der Public Domains ist, dass man bei Bedarf auch den gedruckten Text bekommen kann (z.B. bei gutenberg.org).
          Nach meiner Erfahrung ist das mit dem Zeitbedarf für Hörbücher nicht so wild. Beim ‚normalen’ Lesen bin ich manchmal undiszipliniert und schweife ab und komme letztlich kaum vom Fleck. Beim Hörbuch ist das Tempo vorgegeben. Außerdem kann ich Hörbücher auch dann noch ‚mitnehmen’ wenn ich für alles andere zu müde bin. Und das Hörbuch passt auch gut zu Hausarbeiten.

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  2. Sternchen sagt:

    Es wäre schade gewesen, wenn dieser wunderbare Beitrag nicht reblogged worden wäre. Nebenbei damals hatten wir eine gemeinsame Followerin, ich vermisse Nina und ihre Beiträge/Kommentare!
    Du hast wirklich sehr detailliert übersetzt. Ich würde Deiner Interpretation zustimmen, einem „mais si“, letztendlich ist es eine Aufforderung zum „gemeinsam sind wir stark und jeder ist ein wichtiger Teil davon“. PS: Ich freue mich auch sehr darüber, dass Du nicht nur englische sondern auch französische Schätze vorstellst.

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank. 🙂 Irgendwie hatte ich seit einiger Zeit den Plan, dieses Chanson wieder „ins Spiel“ zu bringen. Und der ursprüngliche Beitrag hat ja alles: mehrere sehr schöne Versionen, Originaltext, Übersetzung – und dazu noch die Kommentare von Nina. [Damals war sie ja noch sehr aktiv – mit eigenen (spannenden) Beiträgen und in den Kommentarsektionen.]
      Ja, es würde auch gut zu einem ausgefuchsten Texter wie JJ Goldman passen, dass dieses „si“ im Textverlauf sozusagen eine andere Windrichtung bekommt.
      Bisher sind es allerdings erst wenige französische Chansons (und nur zwei davon mit Übersetzung). 🙂

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            1. Sternchen sagt:

              Ganz liebe Gruesse zurueck, ich haette vorher nie gedacht, dass man ein so persoenliches verhaeltnis zu anderen beim Bloggen entwickeln kann, obwohl man kaum persoenliche Dinge austauscht. Ich werde sie weiter vermissen. Lieben Dank fuers Eruieren💫

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  3. Ulli sagt:

    Da ich kein Französisch kann bin ich sehr dankbar für die Übersetzung, ich mag die Stimme von Zaz sehr, aber es ist immer blöd, wenn man den Inhalt nicht versteht, das verstehst du, gell?!
    Und ja, ich bin auch so ein dürrer Ast am Baum, aber an einem Baum hängen eben viele Äste und wenn sie zusammen schwingen, dann …
    blöd ist ja nur, dass selbst das Wort Solidarität bei Vielen nur noch ein Schulterzucken auslöst, bei mir nicht und ich bleib da auch dran, soll sie mich doch Hippie schimpfen!
    herzlichst
    Ulli

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    1. Random Randomsen sagt:

      Liebe Ulli, herzlichen Dank für deine engagierte Resonanz. 🙂
      Es hat zwar durchaus seinen Charme, bei einem Lied dem Klang der Sprache zu folgen ohne sich um den Inhalt zu kümmern und die Sprache einfach als musikalische Komponente wahrzunehmen. Aber wenn jemand einen schönen und sinnreichen Text verfasst hat, möchte man ja irgendwann auch den Inhalt verstehen.
      Die Haltung „der Einzelne kann ja eh nix ausrichten“ läuft letztlich eh an der Wirklichkeit vorbei. Unsere Welt besteht ja aus vielen Einzelnen – und es geschieht genau das, was diese Einzelnen tun. Dranbleiben ist so gesehen eine gute Wahl. 🙂
      Dir einen schönen Sonntag 🐻

      Und hier noch eine kleine, feine Zugabe:

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  4. Ule Rolff sagt:

    Das Thema von „Si“ durchzieht mein ganzes Leben, und wenn der Begriff „Solidarität“ heute nicht mehr chic ist, verwendet man eben andere Worte: wichtig ist doch der Inhalt, und nicht das Wort (diese Aussage lässt die Lyrikerin in mir kurz erstarren; sie akzeptiert aber meine Entschuldigung, dass in politischem Zusammenhang so etwas manchmal stimmen kann).
    Das Chanson transportiert die Botschaft vor allem durch die Stimme von Zaz, glaube ich, sie hat mich gefangen seit dem Moment, da ich sie zum ersten Mal gehört habe, so innig und rau, man glaubt ihr alles, ohne ein Wort zu verstehen.
    Ich finde, den Titel Si kann man unübersetzt lassen, muss es vielleicht sogar, da es im Deutschen diesen trotzigen Doppelsinn nicht in einem Wort oder kurzen Begriff gibt; so hast du es ja auch gemacht. „Wenn“ in Verbindung mit Konjunktiv ist im Deutschen ja eher das verrufene Verschiebewörtchen, mit dem man seine Untätigkeit entschuldigt. Besonders in Verwendung für Utopisches bleibt es leicht in der Welt der Träumerei.
    Solche Mutmach-Musik halte ich für sehr wichtig, auch wenn ich nicht glaube, dass durch weltumspannendes Händchenhalten viel gebessert wird. Zum Glück spricht der Text auch von den Krümeln, die ich für das Wesentliche halte: von Sand im Getriebe der Macht bis zur Erde im Balkonkasten, in dem insektenfreundliches Kraut wächst.

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine feine und vielschichtige Resonanz. 🙂
      Ja, das hängt schon stark vom Kontext ab. Manchmal kommt es auf genau das eine richtige Wort an, das nicht nur die richtige Bedeutung, sondern auch den passenden Klang und Geschmack hat. Und manchmal ist der Inhalt so entscheidend, dass man ihn auf immer „neue“ Weise vermitteln muss.
      Zaz hat immer eine ganz wunderbare Präsenz. Man könnte sagen: sie gibt alles. Aber zutreffender ist wahrscheinlich: sie IST alles. Auf die eine oder andere Weise verkörpert sie jeweils das, was sie singt. Und das sind ja sehr unterschiedliche Sachen. 🙂
      Eine wirklich brauchbare Alternative wäre wohl am ehesten ein völlig neuer deutscher Titel, der sich auf die Bedeutung des Textes bezieht. Allerdings hielt ich hier das Weglassen, mit einigen erläuternden Sätzen, für die bessere Alternative.
      Mutmach-Musik ist der passende Ausdruck. Denn darum geht es wohl in erster Linie. Man wird mit einem Lied kaum Menschen überzeugen, die mit Solidarität nix am Hut haben. Aber für jene, die das Menschenmögliche tun (auch wenn es im Einzelfall nach wenig ausschaut), ist es ein Zeichen der Ermutigung. Du bist nicht allein… 🌱🌱🌱🌱🌱

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  5. sternenkind11 sagt:

    Was für eine einzigartige Stimme! Was für ein wunderschöner berührender Text! Ich liebe diese bildhafte Sprache. Was für eine pfenomenale Übersetzung :-)!! Lieben Dank dafür! Ich habe festgestellt, dass mein Französisch löchrig wird…. Hat super geholfen, die Löcher zu füllen und Deine grammatikalischen Erklärungen haben direkt verstaubtes Wissen freigepustet :-). Sprachlich kann ich also nicht wirklich mit diskutieren, nur ein Gefühl äußern. Si kann glaube ich nicht übersetzt werden. Es wäre wahrscheinlich nur eine Umschreibung möglich, die nicht an den doppelten Sinn heran reichen würde. In jedem Fall eine wunderbare Botschaft. Nicht verzagen, nur weil direkt das „Große“ zu verändern uns als Einzelner unmöglich ist. Sehen lernen, dass wir mit unseren liebenden Herzen so viel bewegen und verschönern können, gerade, wenn sich Herzen verbinden und um ihre Kraft wissen. *Bunte-Klangkrümel-rüber-pust* 💖🌺🌺🌺🌼🌼🌼

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    1. Random Randomsen sagt:

      Herzlichen Dank für deine zauberhaft-bezauberte Resonanz. 🙂 Für mich ist das eines der ganz großen poetischen Meisterwerke – denn es überzeugt von der sprachlichen Schönheit (mit diesen unglaublichen Bildern) ebenso wie vom Inhalt her. Und Zaz ist dafür die perfekte Botschafterin. So liegt es mir auch sehr am Herzen, dass dieses Juwel „unter die Leute kommt.“
      Das damit dein Französisch „lebendigisiert“ wurde, ist natürlich ein sehr schöner Nebeneffekt. 😀
      Eigentlich liebe ich das ja, wenn Dinge nicht einfach so mirnixdirnix übersetzt werden können. Es würde den Sinn der Sprachenvielfalt schmälern, wenn man immer alles 1:1 übertragen könnte. Dieses raffinierte „si“ hat ja hier genau deshalb besondere Aufmerksamkeit bekommen. 🙂
      Ja, letztlich ist es eine Frage des Seins – wer und was bin ich Tag für Tag? – und nicht der großen Gesten und der vermeintlich heldenhaften Taten. Letztlich bewegen wir immer – die Frage ist nur, was?
      Mit einem harmonisch-herzlichen Abendgruß 🐬💖🐬💖🐬

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      1. sternenkind11 sagt:

        Die Bewegung dieses poetischen Meisterwerks und die Ausläufer dieser Schwingung sind wunderschön :-). Das ist der Reiz von Sprache an sich – sie drückt in ihrem Facettenreichtum ganz feine Nuancen aus, die manchmal wirklich nicht übersetzt werden können. Z. Bsp. gibt es wohl im Englischen kein treffendes Wort für „gelingen“. In der Tat ein klanglicher Juwel, an dem man sich kaum satthören kann. Auch ist er eine wunderbare Reflektionshilfe für die Frage, die Du so treffend in den Raum gestellt hast. Ich sende Dir strahlend-funkelnde Herzensgrüße für einen zauberhaften Tag 🙂 💖🐬🐬🐬💖

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        1. Random Randomsen sagt:

          „Gelingen“ ist ein schönes Beispiel dafür, wie man beim Übersetzen oft notgedrungen auf ein Wort zurückgreifen muss, das einen völlig anderen Klang hat und auch in einer völlig anderen „Sinnumgebung“ wurzelt. Bei „gelingen“ schwingt auch akustisch die Leichtigkeit mit, die dem Wort in seinem Ursprung zugrunde liegt. Das passt hier im Zusammenhang wunderbar. Im Englischen würde man wohl in den meisten Fällen auf „to succeed“ zurückgreifen. Das hat eine andere Qualität – allerdings schwingt hier „sukzessive“ mit – peu à peu. Im Norwegischen wiederum würde man am ehesten „å lykkes“ verwenden. Das ist verwandt mit dem „lykke“ – also Glück. Da haben wir wieder eine ganz andere Facette. 🙂
          Mit einem lieben Herzens-Abendgruß 🐻

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          1. sternenkind11 sagt:

            å lykkes klingt wundervoll :-)! Es hat so etwas glücklich-freudiges :-). To succeed klingt für mich sehr zielorientiert. Dieses Ziel muss mit einem ganz bestimmten Ergebnis erreicht werden. Peu á peu klingt für mich schon viel gelassener :-). Wie Krümel für Krümel, Tropfen für Tropfen, Herz um Herz 😊. Liebe Glücks-Herzens-Grüße für Dich 💖🐬🐾

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            1. Random Randomsen sagt:

              Ja, die verschiedenen Ausdrücke zeigen auf ihre Weise Facetten, die zum Ganzen gehören. Genau das macht einen großen Nutzen der verschiedenen Sprachen aus, dass sie eben auf unterschiedliche Aspekte aufmerksam machen. Manchmal ist das Zielgerichtete erforderlich – und manchmal geht man es besser gelassener an…
              Mit einem gelassenen Glücks-Gutenachtgruß 💖🎶🌺🎶💖

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            2. sternenkind11 sagt:

              Genau so ist es :-). Die Sprache – wie auch die Musik – enthält in feinsten Facetten einen Reichtum an Ausdrucksmöglichkeiten zur Beschreibung der Welt. Glücks-Stern-Gutenachtgruß 💖🎶🌟 💖🎶🌟

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