★ Lars Bremnes • Å kunne æ skrive

Å kunne æ skrive

Text & Musik Lars Bremnes

Å kunn æ skrive på himmeln
Så skreiv æ ditt navn
Og hvis mitt liv va ei skute
Sku du ha vært mi havn

Å kunn æ hente ned skyan
Og re dæ ei seng
Og dettan fjellet va et flygel
Så spelte æ Chopin

Men æ mått ha øvd på forhånd
Ville du forstå?
Musikken bynn førr alvor snart
Æ snur mæ førr å se om du skal gå

Å va æ mektig som stormen
Som herske og rår
Æ skulle ikkje røre huset ditt
Kun lyske lett ditt hår

Og om du skulle bli redd mæ
Førdi det blei kaldt
Så skull æ blåst den akkorden
Som kunn forklare alt

Men æ mått ha øvd på forhånd
Ville du forstå?
Musikken bynn førr alvor snart
Æ snur mæ førr å se om du skal gå

Å kunn æ skrive på himmeln
Så skreiv æ ditt navn
Og hvis mitt liv va ei skute
Sku du ha vært mi havn

Å kunn æ hente ned skyan
Og re dæ ei seng
Og dettan fjellet va et flygel
Så spelte æ Chopin

Men æ må øve litt på forhånd
Håpa du forstår
Musikken bynn førr alvor nu
Æ veit den vil forstumme hvis du går

Lars Bremnes • Gesang, Gitarre
Trond Trudvang • E-Gitarre, Gesang
Trygve Skaug • Gitarre, Gesang

 

Heute gibt es wieder einmal eine klassische Sternstunde. Und zwar ist heute ein Lofotværing zu Gast – Lars Bremnes aus Svolvær. Folglich ist der Originaltext in einem der (gefühlt) zigtausend Dialekte Nordlands gehalten. Das ist von großem Vorteil für alle, die gerne mitsingen möchten. Denn das geht mehr oder minder nach dem WYSIWYS-Prinzip (what you see is what you sing). Und, glaubt mir, das ist ein Lied, das unbedingt mitgesungen werden will. Wahrscheinlich ist es dem Lied anzuhören, dass es sich – passend zur Jahreszeit – um ein Liebeslied handelt. Für alle, die es noch ein wenig genauer wissen möchten, habe ich eine Freestyle-Übersetzung angefertigt.

 

O könnte ich in den Himmel schreiben
Ich schriebe deinen Namen
Und wäre mein Leben ein Schiff
Solltest du mein Heimathafen sein

O könnte ich die Wolken zur Erde holen
Und dir ein Ruhelager bereiten
Und wäre dieser Berg ein Flügel
Spielte ich Chopin

Doch müsste ich zuvor ein wenig üben
Würdest du verstehen?
Bald wird es ernst mit der Musik
Ich wende mich, um zu sehen, ob du gehst 

O wäre ich machtvoll wie der Sturm
Der wütet und tobt
Dein Haus würde ich nicht antasten
Nur mit sanftem Hauch dein Haar berühren

Und würde dir vor mir bange
Weil es so kalt wurde
Würde ich genau den Akkord blasen
Der alles erklären könnte

Doch müsste ich zuvor ein wenig üben
Würdest du verstehen?
Gleich wird es ernst mit der Musik
Ich wende mich, um zu sehen, ob du gehst 

O könnte ich in den Himmel schreiben
Ich schriebe deinen Namen
Und wäre mein Leben ein Schiff
Solltest du mein Heimathafen sein

O könnte ich die Wolken zur Erde holen
Und dir ein Ruhelager bereiten
Und wäre dieser Berg ein Flügel
Spielte ich Chopin

Doch ich muss unbedingt noch ein wenig üben
Und ich hoffe, du verstehst
Nun wird es ernst mit der Musik
Doch ich weiß, sie wird verstummen, wenn du gehst

 

Für alle, die noch nicht gegangen sind, wird die Musik allerdings vorläufig noch nicht verstummen. Hier kommt zunächst eine feine Fernsehstudio-Live-Version mit der Sängerin Maria Mittet

Die Band ist leider nicht so gut zu erkennen, aber ich vermute, es handelt sich um
Truls Hval • Gitarre
Daniel Hovik • Keyboards
Eirik Are Andersen • Bass

 

Und zum Abschluss die ursprüngliche Studioversion: Lars Bremnes mit seinen Geschwistern Kari & Ola Bremnes.

17 Gedanken zu “★ Lars Bremnes • Å kunne æ skrive

  1. Mitzi Irsaj sagt:

    Deine Musikauswahl begleitet mich heute, während ich den Schneeflocken beim fallen zusehe. Der Text in einer fremden Sprache ist in diesem Fall besonders reizvoll :). Ich lese mir deine Übersetzung später durch – gerade passt es sich im Kopf den Flocken an. Das ist auch schön

    Gefällt 6 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Ja, das hat seinen besonderen Reiz, wenn man sich, von der Bedeutung der Worte unbelastet, ganz auf die klangliche Wirkung eines Liedes einlassen kann. Die fallenden Schneeflocken passen zu diesem Lied ganz besonders gut, da sie ja aus den Wolken kommen und eine Decke bilden. 🙂

      Gefällt 5 Personen

  2. PPawlo sagt:

    Das Himmelsbild hat’s mir gleich angetan! Ist es von Dir? Mir gefällt wieder die engelgleiche Gestalt, die sich dunkler im Inneren wiederholt. Das „Sonntagslied“ ist schon ohne Text sehr berührend und klanglich, auch durch die schöne Sprache, faszinierend! Verwunderlich, wie verständlich der poetische Text auch sein kann! Lieben Dank!

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine feine Resonanz. 🙂
      Ja, das Foto habe ich selber gemacht. Wolken gehören zu meinen Lieblingsmotiven.
      Gerade diese nordnorwegischen Dialekte haben, finde ich, eine besonders „kantable“ Qualität. Das kommt dem Lied sicher zugute.

      Gefällt 2 Personen

      1. PPawlo sagt:

        Ja, Wolken sind etwas Faszinierendes! Als Kind lag ich gern mit anderen Kindern auf dem Rücken auf der Wiese und je nachdem, wie sich die Wolken verhielten, haben wir uns Geschichten erzählt…
        Vielleicht hat der Autor die Laute des Textes bewusst eingesetzt ? Allein die Folge der Vokale klingt wunderbar 🙂
        Schau doch mal bitte bei meinem letzten Beitrag vorbei! Es gibt in dem letzten Kommentar an Dich eine kleine Überraschung, die Dich hoffentlich freut!

        Gefällt 2 Personen

        1. Random Randomsen sagt:

          Ja, schöne Fotografien die einen Moment festhalten sind das eine – aber die Lebendigkeit von Wolken in Echt ist nochmals eine ganz andere Geschichte. 🙂
          Wie dieses Lied genau entstanden ist, kann ich nicht sagen. Aber wie ich die Bremnes-Geschwister kenne, wurde da schon ausgiebig gefeilt, damit die Sprachmelodie ihre volle Wirkung entfaltet.

          Gefällt 2 Personen

      1. Random Randomsen sagt:

        🙂
        Das mit den südländischen Frauen könnte durchaus hinkommen. Die Lofoten sind speziell bei italienischen Gästen ein sehr beliebtes Reiseziel. Da dürfte es vielleicht schon die eine oder andere Träumerei gegeben haben. [Inzwischen ist Lars Bremnes allerdings noch etwas weiter nördlich zuhause.]

        Gefällt mir

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