XVIII • Himlen i min famn

Titelbild: Engler i snøen © Anita Lund • Digitalt Fortalt

 

Hinter dem heutigen 18. Klangadventskalenderfenster kommt ein relativ neues Lied zum Vorschein. Es stammt aus dem Jahr 1999 – aber im Norden ist es bereits längst zum Klassiker geworden. Und das ist nicht verwunderlich. Denn es ist von Text und Musik her ein ganz großer Wurf. Im Text von Erik Hillestad begegnen wir Maria, die sich, mit dem Neugeborenen im Arm, ihren Gedanken und Empfindungen hingibt. Dabei ist Maria schlicht und einfach Mutter. Da sind Hoffnungen. Da sind Ängste. Da sind Fragen. Ein fragendes Staunen über die Dinge, die sich ereignet haben. Was hat es mit dem Stern auf sich? Und der Engel – was, genau, verkündet er? Zeichen und Wunder – aber alles mit einer Aura der Unwirklichkeit. Nur das Kind in ihrem Arm ist real. Was ist mit ihm? Was wird mit ihm?

Je nach unserem religiösen Hintergrund werden wir diese Mutter und ihr Kind mit anderen Augen sehen. Aber ganz unabhängig davon sind sie uns hier als Menschen ganz nah.

Die Musik von Carola Häggkvist nimmt diesen Faden wunderbar auf. Warm und innig erinnert diese Weise an ein südländisch geprägtes Wiegenlied.

Unter folgendem Link gibt es eine Übersicht aller zum Julekalender 2016 gehörenden Beiträge: 
Julekalender 2016

 

Himlen i min famn

Erik Hillestad • Text
Carola Häggkvist • Musik

 

Zunächst die schwedische Originalversion aus dem Jahr 1999.

Carola Häggkvist • Gesang

 

Von diesem Lied gibt es auch eine englische Version. Natürlich keine wortwörtliche Übersetzung. Aber auch mit Carola in der Hauptrolle – also auf jeden Fall authentisch.

Carola Häggkvist • Gesang

 

Als Intermezzo eine Instrumentalversion mit norwegischem Text.
Instrumentalversion mit Text? Notentext, natürlich. 🙂

Iver Kleive • Klavier
Aage Kvalbein • Cello

 

Schon wieder ein norwegischer Text – diesmal ein Gesangstext.

Marie Klåpbakken • Gesang, Violine
Øyvind Smidt • Gitarre, Gesang

 

Und zum Abschluss eine finnische Version. 

Maria Laakso • Gesang

23 Gedanken zu “XVIII • Himlen i min famn

  1. Sternchen sagt:

    ein wirklich wundervoller Song, was mich persönlich verwundert, ist, dass ich sofort von der englischen version angetan war und als ich danach die Originalversion gehört habe, mir diese auch sehr gut gefallen hat, im Gegensatz zum Anfang, als ich sden Song eher als befremdlich einordnete. Deine Beiträge sind immer wieder Musikerlebnisse, die einen über sich selbst staunen lassen….so ist es jedenfalls bei mir…danke dafür 😉

    Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für deine Resonanz. Das ist auch für mich überraschend. Ich fand die englische Version etwas farbloser, dachte aber, dass sie zumindest helfen würde, den textlichen Inhalt zu erschließen. Es ist auf jeden Fall schön zu sehen, auf wie unterschiedliche Weise Musik den Weg zum Herzen findet. Und es freut mich auch sehr, dass die englische Version mehr ist als „nur“ ein Hilfsmittel. 🙂

      Gefällt 3 Personen

      1. Sternchen sagt:

        In meinem Fall ist es wohl so, dass ich Musikstücke über den Text zuerst erschliesse. Das war mir vorher nicht so klar…..andererseits mag ich viele Songs, die ich inhaltlich nicht verstehe…ich muss da mal in mich gehen 😉 Deine Beiträge sind für mich persönlich eine grosse Bereicherung!

        Gefällt 3 Personen

        1. Random Randomsen sagt:

          Ja, das ist ein spannendes Thema, wie man individuell den Zugang zu einem Song findet. Da gibt es sicher große Unterschiede vom Typ her. Bei mir gilt in der Regel eher der Grundsatz «prima la musica». Aber es kommt ja auch immer stark auf das Stück an. Manchmal wirkt ja der Text allein schon wie Musik.

          Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Das ist wunderbar. 🙂 Dieses Lied klingt zwar auch in üppigeren Arrangements gut. Aber die echten Perlen zeigen ihre besondere Qualität vor allem dann, wenn sie sparsam instrumentiert sind. Und der natürliche Charme der Sängerin ist ganz in Harmonie mit dem schönen Dialekt, in dem sie das Lied vorträgt. Gudbrandsdalsmål, wie es im Fachjargon heißt – was aber in der Region schlicht «døl» genannt wird.

      Gefällt 1 Person

      1. sternenkind11 sagt:

        Oh das glaube ich gerne. Ich habe in den letzten Jahren meine Liebe zu den reduzierten Instrumentierungen entdeckt. Da funkelt so wunderschön die Seele des Singenden und Spielenden hervor :-). Der Dialekt berührt mich sehr. Es kommt mir sehr entgegen, dass in der Region selbst der Dialekt schlicht «døl» genannt wird. Das lässt sich vermutlich einfacher aussprechen als die offizielle Bezeichnung ;-).

        Gefällt 3 Personen

        1. Random Randomsen sagt:

          Die sparsamen Arrangements sind halt nicht für alle geeignet. Schwächen lassen sich nicht mehr kaschieren. 😉
          Døl sagt sich viel bequemer als die etwas sperrige offizielle Bezeichnung (die aber natürlich schon ihren Sinn hat).

          Gefällt 2 Personen

          1. sternenkind11 sagt:

            Ja, da steht man dann „nackig“ da. Es braucht einigen Mut, sich so verletzlich zu zeigen. Aber es hat einen ganz besonderen Zauber. Bei Deinem heutigen Türchen berührt mich die Vokalversion auch am stärksten :-). Wünsche Dir einen zauberhaften Wochenstart 🙂 ✨ ✨

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  2. Judith sagt:

    Habe vor kurzem dieses wunderschöne Lied in einem Chor in der Eismeerkathedrale in Tromsø gesungen, in einem kunstvollen Arrangement. Und jetzt spiele ich es mit Begeisterung auf dem Klavier und auf der Orgel. – Geniale Idee, so ein klingender Adventskalender. Gibt es so etwas in diesem Jahr auch?

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank für dieses feine Feedback. 🙂
      Das Lied ist ja inzwischen schon ein Klassiker. Und das ist kaum erstaunlich – es mach in verschiedenen, auch instrumentalen, Arrangements immer eine gute Figur.
      Der klingende Adventskalender war eigentlich als einmalige Aktion gedacht. Und momentan läuft meine Websaite eher auf Sparflamme. Aber vielleicht schaffe ich ja jeweils einen klingenden Beitrag für die vier Adventssonntage. 🙂

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  3. Judith sagt:

    Das würde mich freuen. Es gibt ja immer wieder so schöne skandinavische Weihnachtslieder zu entdecken. Kennen Sie z.B. „Nå er den hellige time“ von Eyvind Skeie und Tore Aas? Das finde ich auch sehr schön und habe es in mehrere Sprachen übersetzt.

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    1. Random Randomsen sagt:

      Ja, es gibt etliche Lieder, die im Norden längst zu den Klassikern gehören, die aber in anderen Ecken der Welt (leider) nahezu ungehört bleiben. Und es kommen ja auch immer wieder neue Lieder hinzu.
      Übersetzungen solcher Lieder sind eine feine Sache. Denn sie tragen ja auch viel dazu bei, die jeweiligen Lieder einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Bei meinen nordischen „Sternstunden“ fertige ich in der Regel eine eigene „Freestyle-Übertragung“ an. Beim „julekalender“ habe ich dagegen nur wenige Texte übersetzt – der Aufwand wäre doch etwas zu groß gewesen.
      „Nå er den hellige time“ kam mir irgendwie bekannt vor. Und tatsächlich habe ich in meinem Hamsterschatz eine schöne Aufnahme gefunden: mit dem Oslo Gospelchoir sowie Prinzessin Märtha Louise und Sigvart Dagsland als Solisten. 🙂

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  4. Judith sagt:

    Habe für meine diesjährigen Weihnachtskarten dieses schöne Lied ins Deutsche, Französische und Holländische übersetzt. Sollte dich das interessieren, kann ich das gerne irgendwie schicken.

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    1. Random Randomsen sagt:

      Lieben Dank. 🙂 Ja, das klingt sehr interessant. Das ist ein ganz feiner Text (Erik Hillestad ist ja in dieser Hinsicht sehr begabt). Und es ist immer wieder eine Freude solche Texte in anderen Sprachen zu erleben. Man entdeckt ja dabei auch immer neue Facetten.
      Meine E-Post Adresse lautet: «randomsen@eclipso.at»
      Herzlichen Dank. 🌟

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