XVII • Stille natt

Titelbild: Engler i snøen © Anita Lund • Digitalt Fortalt

 

Mit dem Fenster Nr. 17 kommen wir zu einem ganz großen Klassiker unter den Weihnachtsliedern. Dieses Lied existiert in unzähligen Textvarianten in zahlreichen Sprachen. Die nordischen Länder bilden da keine Ausnahme. Allein in Norwegen gibt es vier unterschiedliche Textversionen. Dementsprechend gibt es von diesem Lied zahllose qualitativ hochwertige Aufnahmen. Dennoch möchte ich mich hier auf zwei – allerdings sehr spezielle – Aufnahmen beschränken.

Unter folgendem Link gibt es eine Übersicht aller zum Julekalender 2016 gehörenden Beiträge: 
Julekalender 2016

 

Stille natt

Franz Xaver Gruber • Musik
Josef Mohr • Text (Übersetzung von Erik Hillestad)

Die erste Aufnahme wurde in der Geburtskirche in Bethlehem gemacht. Die Textversion von Erik Hillestad kommt dem Originaltext besonders nahe. Die für dieses Video verwendeten Bilder stehen dazu teilweise in einem krassen Kontrast. Aber sie sind Teil der Realität auf unserer Erde. Und sie zeigen, dass wir – gerade vor dem Hintergrund des ursprünglich nicht weihnachtsfernen Gedankens der Nächstenliebe – noch ein gewaltiges (wobei es hier wohl sinnvollere Ausdrücke gäbe) Verbesserungspotenzial haben.

Sondre Bratland • Gesang
Iver Kleive • Orgel
Knut Reiersrud • Gitarre
Paolo Vinaccia • Perkussion

Die zweite hier vorgestellte Aufnahme ist zwar unabhängig von der ersten Version entstanden. Aber durch ihren meditativen Charakter bildet sie, wie ich finde, einen idealen Nachklang.

Iver Kleive • Klavier

13 Gedanken zu “XVII • Stille natt

  1. PPawlo sagt:

    So erschütternd, ja unerträglich die Bilder bei der ersten Fassung daherkommen, sie werden ja doch eingebettet in das Lied und in einleitende und ausklingende Bilder des Friedens und des Wunders. Die zweite Fassung macht dann der Schönheit und Harmonie Platz. Damit führst Du Deine Besucher behutsam zu einigen schlimmen Wunden unserer Zeit.
    Das Lied selbst wird nicht in Frage gestellt. Danke!

    Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Vielen Dank für deine Resonanz. Es stimmt – das Lied wird überhaupt nicht in Frage gestellt. Und das erste Video hat eine ganz clevere Bildchoreographie, es werden nicht beliebig Schreckensbilder aneinandergereiht. Aber es zeigt in aller Deutlichkeit einen erschreckenden Kontrast. Die meditative Version von Iver Kleive scheint mir hier als Nachklang besonders wichtig. Denn wir dürfen ja nicht vergessen, dass es ohne inneren Frieden auch keinen Frieden in der äußeren Welt geben wird.

      Gefällt 4 Personen

  2. Mitzi Irsaj sagt:

    Das erste Video geht sehr nahe. Die Kombination eines Liedes das ich sehr mag und die schlimmen Bilder.
    Man muss sie sich ansehen, die sind ja Realität.
    Schön, dass du den Leser einen versöhnliches zweites Video mit in den Tag gibst.

    Gefällt 3 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Letztlich geht es ja hier auch um eine Balance. Darum war mir der harmonische, ruhige Nachklang sehr wichtig. Es bringt ja nichts, sich endlos über die schlechte Welt zu grämen. Aber eben so verkehrt wäre es, mit dem Kopf im Sand heile Welt zu spielen.

      Gefällt 3 Personen

  3. sternenkind11 sagt:

    Wahrhaftig ein Aufruf endlich zur Be-sinn-ung zu kommen! Gewalt hat noch nie Heilsames hervor gebracht. Die Wunden müssen gesehen, der Schmerz gefühlt und angenommen sein. Vermutlich ein essentieller Schritt auf dem Weg zum inneren Frieden…

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Vielen Dank. Ja, wenn wir Frieden im Herzen und in der äußeren Welt wollen, müssen wir neue Wege gehen. Oder vielleicht sind es ganz alte, verschlungene Pfade – und der Versuch, schnurgerade Wege und Abkürzungen zu finden hat uns in die Irre geleitet?

      Gefällt 2 Personen

      1. sternenkind11 sagt:

        Ja, vielleicht sind die „neuen Wege“ die ganz ursprünglichen, die wir vergessen oder uns künstlich davon getrennt haben. Für mein Gefühl haben wir uns von der Essenz des Seins getrennt und lassen in unserem Denken und Handeln die universellen Gesetze oftmals außer acht. Ganz in Wahrheit könnte es sehr „einfach“ sein – alles was wir wissen müssen liegt wie ein großer Schatz in uns, führt uns in eine ungeahnte, tiefe Verbundenheit mit allem was ist. Führt der Weg nicht von innen nach außen?

        Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.