Lieb…Liebst…Liebster :)

Jede Handlung im Leben hat Konsequenzen. Wenn man beispielsweise einem von vornherein maß- und grenzenlos eingebildeten Menschen ein Kompliment macht, kann es leicht geschehen, dass dieser völlig abhebt. Dass Nina Hagn von MC mich für den Liebster Award nominiert hat, betrachte ich als großes Kompliment. Und bevor ich deswegen nun vollends in der Exosphäre verschwinde, möchte ich mein Versprechen einlösen und die angenommene Herausforderung in die Tat umsetzen.

Zu diesem Zweck habe ich ein Deux-Pièces geschneidert. Dieser Beitrag ist gewissermaßen das Oberteil. Denn die Regeln des Liebster Award sind doch recht umfangreich – Stoff genug für einen Zweiteiler: 

  • Danke dem Blogger, der dich nominiert hat (1)
    [eh klar]
  • Verlinke den Blogger, der dich nominiert hat (2)
    [versteht sich von selbst]
  • Füge einen der Liebster-blog-award Buttons in deinen Post ein (3)
    [JaJa]
  • Beantworte die dir gestellten Fragen (4)
    [ausnahmsweise ohne meine Anwälte – und erst noch sehr gerne]
  • Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die du nominierst
  • Nominiere 5-11 Blogs, die weniger als 300 Follower haben
  • Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass du sie nominiert hast

Früher oder später gibt’s dann in einem zweiten Teil die verbleibenden Punkte. [Natürlich später – früher geht ja schlecht…]


1 & 2 • Dank mit Links

Liebe Nina,

danke dafür, dass du meinen Blog überhaupt gefunden (erstaunlich) und sogar von Anfang an gemocht (unglaublich) hast…

danke für den angeregt-inspirierenden Gedankenaustausch in den diversen Kommentarsektionen…

danke dafür, dass du meinen Blog für Liebster nominierungswürdig hältst…

und danke für die spannenden Fragen. Da ich in meinem Profil extrem informationsgeizig bin, ist das eine gute Gelegenheit, diskret einige Schleierchen zu lüften.

Und hier die Weblinks zu Nina Hagn auf WP und DeviantArt:
Monthly Creativity auf WordPress
ninahagn auf DeviantArt


3 • Butt on

Den Button habe ich (faul wie ich bin) kurzerhand von Nina Hagn übernommen (mit Erlaubnis, wohlgemerkt). Allerdings habe ich ihn (frech wie ich bin) farblich ein wenig abgekühlt (und das erst noch ohne Erlaubnis). Nicht, dass das rein designmäßig notwendig gewesen wäre. Aber so passt es irgendwie besonders gut zum von mir imaginierten Planeten von Frage 2. [Wenigstens eine gute Ausrede. 😉 ]

liebster

Sieht doch auch in dieser Farbtönung gut aus? Und es spricht ja durchaus für’s Design, wenn es sozusagen unkaputtbar ist.

Und damit weiter zu den…


4 • Fragen und Antworten

1. Wann und wodurch kommen dir die Ideen für deine Beiträge?

Das ist sehr unterschiedlich. Manche Ideen kommen praktisch über Nacht. Es kommt vor, dass ich mitten in der Nacht aufwache, mir einige Notizen mache – und bei Tageslicht macht das dann sogar Sinn und muss nur noch ausgefeilt werden.

Die sprachlichen Beiträge haben allerdings oft eine jahre- bzw. jahrzehntelange Vorgeschichte. Da kommen Wörter und Wendungen aus verschiedenen Sprachen und Dialekten zusammen mit Hintergrundinformationen nach und nach in ein umfangreiches Reservoir. Hin und wieder denke ich bewusst über bestimmte Zusammenhänge nach – dann verschwindet das wieder in den Tiefen. Und plötzlich gibt es einen Auslöser. Beim Beitrag ‚Comeback‘ beispielsweise habe ich ein isländisches Lied gehört, das mit dem Wort ‚gaman‘ beginnt. Und in dem Moment tauchte der Gedanke auf: Hey, da war doch was… Und der Rest ist dann eine Art Domino-Effekt.

Die Idee zur Sternstunden-Rubrik ist entstanden, als ich mir endlich wieder einmal Jacques Brel ‚reingezogen‘ habe. Und beim Chanson ‚Sur la place‘ hat gleichsam der Blitz eingeschlagen. Ich dachte mir: Das ist sooo gut – und wer kennt das heute überhaupt noch? Also war da zunächst die Absicht, Perlen aus der Vergangenheit wieder ans Tageslicht zu holen. Nächster Gedanke: Die Perlen der Gegenwart (vielleicht ungerechtfertigt noch wenig bekannt) ins rechte Licht rücken [Deshalb hat Zaz den Anfang gemacht bei den Sternstunden]. Und seither ist auch hier der gute alte Domino-Effekt Hand in Hand mit einer gewissen Eigendynamik wirksam. Und in einem Fall hat ein Kommentar zur einen Sternstunde gleich zur nächsten Sternstunde geführt. 

Die Los!-Rubrik basiert im Prinzip auf einem einzigen Satz, den ich gelesen habe: Das Meer trennt die Kulturen nicht, sondern verbindet sie.
Damit war nicht nur die Vorstellung einer musikalischen Weltreise geboren, sondern auch die Idee einer Offenheit und Verbundenheit – also die eigene ‚geschlossene Anstalt‘ für Gastbeiträge zu öffnen. Und zwar möglichst ohne Einschränkungen.

2. Wenn du zu irgendeinem Planeten deiner Wahl reisen könntest (real, aus Literatur/ Filmen oder komplett erfunden) welcher wäre das?

Es müsste nicht unbedingt ein Planet sein. Lothlórien beispielsweise würde mir taugen. Aber da hier ausdrücklich von einem Planeten die Rede ist: Das sollte in jedem Fall ein sehr kleiner Planet sein, den man zu Fuß in wenigen Stunden umrunden könnte. Ein Abendspaziergang könnte dann so aussehen, dass man zwei Stunden lang dem Sonnenuntergang hinterher läuft. Außerdem fände ich es reizvoll, wenn man wirklich merkt, dass man sich auf einer Kugel befindet. Auf der Erde ist dieses Kugelfeeling ja eigentlich nicht so gegeben.

klode-2

3. Wie stehst du zu Krabbeltierchen?

Zu denen habe ich ein freundschaftlich-distanziertes Verhältnis. Außer einigen Spinnen muss ich die aber nicht unbedingt in meiner Wohnung haben. Ungebetene Gäste setze ich in der Regel gleich wieder an die frische Luft. Viele davon sind ja nützlich. Und es ist auch interessant, die zu beobachten. Auf Körperkontakt kann ich dagegen verzichten. Die Kriechviech-Überfülle beispielsweise im Regenwald wäre allerdings nix für mich. Diese Gegenden kommen aber klimatisch für mich eh nicht in Frage – das Problem ist also rein theoretischer Natur.
Jedenfalls sollte man diesen Viecherln mit Respekt begegnen. Vielleicht ist ja ausgerechnet die Kellerassel eine der wenigen positiven Antworten auf die Frage, ob es intelligentes Leben auf der Erde gibt. 😉

4. Welches Abenteuer möchtest du irgendwann in deinem Leben mal erleben?

Ich habe seit ‚Ewigkeiten‘ diese fixe Idee, dass ich unbedingt den Nordpol besuchen möchte. Und zwar nicht so touristisch mit Eisbrecher und Helikopter. Sondern wirklich eher im Stil einer Expedition. Die Idee erscheint mir zwar nicht so besonders realistisch – abgeschrieben habe ich sie aber bis heute nicht. Vielleicht unternehme ich aber auch ersatzweise einen Trip aufs grönländische Inlandeis.

pus

5. Was bedeutet für dich: “erfolgreicher Beitrag/Post”?

Erfolgreich bedeutet für mich zweierlei – im Idealfall in ein und demselben Beitrag. In erster Linie betrachte ich einen Beitrag als erfolgreich, wenn jemand (in der Kommentarsektion oder auf andere Weise) ergänzende Gedanken und Aspekte ins Spiel bringt. Die Resonanz des Publikums ist wichtig. Sonst könnte ich genau so gut meinem Papierkorb Andersens Märchen vorlesen. Aber Qualität geht eindeutig vor Quantität. Wenn ich erfahre, dass der Beitrag jemanden echt bewegt hat. Oder wenn mich eine Reaktion sehr berührt. Das nenne ich erfolgreich.

Zweites wichtiges Kriterium sind meine eigenen Ansprüche. Bei den eher textintensiven Beiträgen gibt es ja ein gewisses Grundmuster, das ich meist verwirklichen möchte. Die Texte sollten unterhaltsam-amüsant sein, aber nicht plaudertaschig-albern werden. Und zweitens stürme ich nicht gerne wie ein wütender Stier direkt auf das Hauptthema zu, sondern umkreise es gerne zunächst mit einigen Seitengedanken. Da besteht natürlich die Gefahr, sich zu verzetteln. Wenn diese verschiedenen inhaltlichen und formellen Elemente sich in einer guten Balance befinden, das ist für mich dann auch ein erfolgreicher Beitrag.

Und ein erfolgreicher Post? Tja, wenn die Post abgeht. [Huch! Randomsen hat seinen geistreichen Tag. Alle in Deckung – Scherzkekskrümel im Anflug!]

6. Gibt es eine Sprache, die du gerne lernen würdest?

Da gibt es einige. An Ungarisch und Finnisch habe ich schon ein wenig geknabbert – allerdings sind das ganz harte Nüsse. Aber beide Sprachen sind klanglich von einer herben Schönheit – das ist eine ständige Versuchung. Niederländisch würde ich auch gerne lernen – nicht zuletzt, weil dies auch das Verständnis der anderen germanischen Sprachen erweitern würde. Slowenisch würde mir auch noch in den Kram passen (wäre dann meine erste slawische Sprache). Es gäbe noch etliche andere. Aber das Problem ist, dass man ja einmal gelernte Sprachen auch am Leben erhalten muss. Ab irgend einem Punkt leidet die Qualität des bereits Erarbeiteten – da hört der Spaß dann auf…

Was allerdings nie aufhören wird ist die Erkundung von Dialekten in den mir bereits vertrauten Sprachen. Das ist eine Schatzkammer ohne Ende.

Klangbild • Kular Røtur • Vov vov

7. Benutzt du facebook und warum (nicht)?

Ich benutze facebook nicht (habe dies auch in der Vergangenheit nie getan). Aber ich mag diese Frage, weil ich das gerne präzisieren möchte. Denn es ist nicht so, dass ich prinzipiell etwas gegen facebook habe. Dass es da auch problematische Seiten gibt, liegt ja nicht zuletzt an den Nutzern. Wenn sich einer mit dem Hammer auf den Daumen haut, sagt man ja auch nicht: ‚Uje, Hämmer gehören verboten!‘ Ich sehe facebook als Werkzeug, das sehr nützlich sein kann – was nicht heißt, dass es nicht teilweise verbesserungsbedürftig ist. Aber ich sehe facebook eben auch als Werkzeug, für das ich aktuell schlichtweg keinen Bedarf habe. Ich kenne jedoch Menschen, die das sehr konstruktiv und virtuos nutzen. It’s not the game – it’s how you play…

8. Wenn die Mode der 80er wieder en vogue werden würde, würdest du…

Haha. Die würde ich wahrscheinlich wogen lassen ohne davon überhaupt Notiz zu nehmen. Ich habe mich ja auch schon selber verscheißert mit Kleidung die zwar irgendwie modisch war, aber total unbequem und unpraktisch. Es ist mir nicht völlig egal, wie meine Gewandung ausschaut. Aber Modewellen spielen da keine Rolle. Praktische Kriterien sind mir dagegen wichtig: Beispielsweise Tauglichkeit bei Nässe oder Kälte. Der Tragekomfort. Aber auch Details bezüglich der Materialien, Pflege, usw.
Das Thema Mode ist für mich jedenfalls der Beweis, dass es durchaus möglich ist, aus seinen Fehlern zu lernen.

9. Deine große Leidenschaft…

…ist meine leidenschaftliche Leidenschaftlichkeit. Stöhnstööööhn!

Details gefällig?

Gut. Also, meine leidenschaftliche Leidenschaftlichkeit gilt vor allem der Musik und anderen Sprachen. Das ist der rote Faden in meinem Leben. Ohne geht gar nix. Diese Leidenschaft hat im Lauf meines bisherigen Lebens (immerhin rund 1/19 Jahrtausend) zahlreiche unterschiedliche Formen und Ausprägungen angenommen. Aber es ist seit früher Kindheit der dominierende Grundton gewesen (und geblieben). Irgendwie ist das ja auch in meinem Blog kaum zu übersehen [Wenn man nicht gerade den schwerwiegenden Fehler macht, den Blog als Ganzes zu übersehen. Solche Leute gibt’s tatsächlich, die das fertigbringen. Echt, ey, nicht zu fassen…].

branibori

10. Wenn du eine Sache am “Lauf der Welt” ändern könntest, was wäre das?

Tricky! Es wäre ja durchaus verlockend zu sagen: ‚Hey, ich würde dafür sorgen, dass Hitler und Stalin frühzeitig (möglichst pränatal) platt gemacht werden.‘ Allerdings würde das kaum besonders viel bringen, weil dieser Grundwahnsinn ja viel zu tief verwurzelt ist. Diese ganze Scheiße hat ja schon viel früher angefangen und geistert noch immer in viel zu vielen Köpfen herum (In vielen dieser Köpfe gibt’s ja auch genügend Hohlraum – also wen wundert’s?).
Wenn schon, würde ich gerne die Reaktionszeit der Welt verkürzen. So, dass den Menschen die Folgen ihres Tuns (und Lassens) rascher bewusst würden. In der aktuellen Version der Welt werden ja Kausalzusammenhänge oft nicht erkannt. Oder sie können zumindest leicht verleugnet / verdrängt werden.

11. Wenn du eine Zeitepoche bereisen könntest, welche wäre das?

Pragmatisch gedacht müsste das eine eher gegenwartsnahe Epoche sein. Einige Jahrhunderte vor- oder rückwärts hätte ja Schockwirkung. Mozart live zu erleben wäre zwar eine durchaus ansprechende Idee. Aber ich glaube, die durch den zeitlichen Abstand gegebene kulturelle Kluft wäre einfach zu groß. Das könnte ein gnadenlos ernüchterndes Erlebnis werden. Und bei vielen Epochen interessiert es mich zwar durchaus, etwas darüber zu erfahren. Aber da möchte ich dann doch nicht unbedingt physisch präsent sein. Interessant wäre für mich die Zeit zwischen 1945-65. Da wäre erstens ein greifbarer Bezug zum eigenen Leben gegeben. Und vor dem Hintergrund der Ereignisse in dieser Zeitspanne würde man möglicherweise das heutige Europa mit anderen Augen sehen.

Auf der anderen Seite habe ich allerdings auch diese leicht absurde Idee, dass ich mordsmäßig gerne dem Urknall beim Urknallen über die Schulter gucken möchte.


Nachdem hier schon etliche Schleier gelüftet wurden, kommt es auf dieses kleine Detail auch nicht mehr an:

play-queen-slightly


Und mit der alten Lebensweisheit ‚Einer allein kommt selten zu zwein‘ möchte ich daran erinnern, dass es zu diesem Beitrag eine Fortsetzung geben wird. Beim zweiten Teil wird es um folgende Punkte gehen:

  • Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die du nominierst
  • Nominiere 5-11 Blogs, die weniger als 300 Follower haben
  • Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass du sie nominiert hast

 

16 Gedanken zu “Lieb…Liebst…Liebster :)

  1. ninahagn sagt:

    Ui fein 🙂
    Freu mich, dass du mitmachst und auch noch so ausführlich, war richtig spannend zu lesen!
    Witzig, ich weiß gar nicht mehr, wie ich deinen Blog eigentlich gefunden habe… aber beim ersten Artikel zum Thema Sprache war ich instantiös angefixt ^^

    Da der Button frei zur Verfügung gestellt ist darf man ihn natürlich auch nach Gusto verändern (im Gegensatz zu meinen sonstigen Arbeiten braucht auch keiner bei der Nutzung zu mir zu verlinken oder überhaupt dazu schreiben, dass er von mir ist) und ich finds schön, dass du ihn für dein Theme angepasst hast 🙂 Vielleicht mach ich den Button auch noch einfarbig und stelle ihn in die Freebie Sektion (die ich, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, seit Monaten schwerst vernachlässigt habe) dann kann man sich noch einfacher daran austoben 🙂 das simple Design lädt ja geradewegs zum kreativ werden ein ^^.

    Auch interessant, der Einblick in deinen „Workflow“ (Denglisch ist wirklich ein occupational hazzard in meinem Metier ^^) ja, das mit dem Domino Effekt kenne ich auch gut ^^.

    Dein Planet erinnert mich verdächtig an eine gewisse royale Person aus einem gewissen Buch von einem gewissen Franzosen 😉 beheimatet er vielleicht auch Vulkane und eine kapriziöse Blume?

    Mit den Krabbeltierchen halte ich es genauso, in meiner Wohnung haben sie nix zu suchen und werden mit Glas und Blatt nach draußen gebracht, aber ansonsten – leben und leben lassen, sie sind auch zu was gut (für die Umwelt eindeutig weniger schädlich als wir). Und ganz ehrlich, was sollen die meisten Krabbeltiere bei uns groß fressen, hier wächst ja nix, entsprechend gabs schon einige mehrstündige Aktionen, um Marienkäfer davon zu überzeugen, dass ein Leben bei uns für sie nicht allzu vorteilhaft wäre.

    Das mit dem Sprache am Leben erhalten ist allerdings wahr ^^ deshalb fang ich auch nix neues an, bis das Französisch nicht sitzt (und das kann noch dauern…). Mein Englisch wurde auch erst richtig gut, als ich es in den Alltag integriert habe.

    Ja, deine Leidenschaft für Sprache und Musik ist tatsächlich nur mit extremen Schwierigkeiten zu übersehen, ich glaub da muss mans drauf anlegen ^^.

    Das mit der Reaktionszeit ist ja mal eine interessante Idee 🙂 es stimmt ja auch, dass wir viele Dinge tun, obwohl wir die (negativen) Konsequenzen kennen, einfach deshalb weil die Konsequenzen oft in so weiter Ferne liegen. Erst mal wärs natürlich komplettes Chaos… weißt du was, das wär ne super Basis für nen Roman oder Film!

    Deine Bedenken bei der Epochenbereisung hatte ich beim Erstellen der Fragen auch im Hinterkopf und wollte schon eine Anmerkung dazu schreiben, fands dann aber doch interessanter zu beobachten, wie die einzelnen Partizipanten mit der Problematik umgehen würden ^^
    Es gibt ja die Möglichkeit der „glass bubble“ (ich nenn das jetzt einfach so) in der man – ungesehen und unbeeinträchtigt – als passiver Beobachter in die entsprechende Epoche reist (was beim Urknallen vielleicht die beste Herangehensweise wäre) und natürlich die, selbst mitzumischen, wobei da natürlich die Problematik der Zeitparadoxa mit einzubeziehen ist und, wie du ja anmerkst, die Tatsache, dass die Umwelt nicht zwangsläufig in jeder Epoche besonders lebensfördernd ist. Allein schon das Mittelalter in der Stadt wäre mir wohl olfaktorisch zu viel ^^.

    und @ „I’m going slightly mad“ sind wir nicht alle ein Bisschen bluna 😉
    Nun darf man gespannt sein, welche Fragen du dir ausdenkst und wen du für die Awardehre erwählst

    Gefällt 2 Personen

    1. Random Randomsen sagt:

      Wow! Herzlichen Dank für diesen gigantischen Kommentar. 🙂 Es freut mich, dass dir mein Antwortgebilde zusagt. Ausführlich stimmt. Aber wer sich solche Fragen ausdenkt, möchte ja auch echte Antworten und nicht bloß einen einsilbigen Alibischmarrn.
      Wahrscheinlich hast du mich irgendwo beim Kommentieren ‚derwuschen‘ und bist danach auf meine Seite herübergeschneit.
      Deinen Button (diesmal im Originalton) werde ich auch in Teil II bereitstellen. Für mich war’s als Vorlage optimal. Macht sich sicher ausgezeichnet bei den Freebies. Ich würd’s aber dennoch nie ohne Urheberhinweis verwenden.
      Lisslprinsn ist tatsächlich Pate meines Planeten. Etwas Kompaktes wäre zur Abwechslung schon reizvoll (aber dann doch nicht so klein wie der auf meinem Foto).
      Die meisten Krabbeltierchen haben ja ein extrem kurzes Leben. Da ist es auch sehr schade, wenn sie nur wie verrückt an einer Fensterscheibe rauf und runter krabbeln. Wobei es ja nicht immer nur Kriechviecher sind. Ich hatte auch schon eine Fledermaus in der Wohnung.
      Bei der Sprachenpflege finde ich es auch wichtig, alle Möglichkeiten zu nutzen. Meine Erfahrung ist, dass viele Menschen den Weg des geringsten Widerstands wählen und im Netz vorwiegend muttersprachlich surfen und tendenziell eher übersetzte Bücher lesen oder synchronisierte Filme kucken.
      Die Sache mit den Konsequenzen und die Epochenreise ließe sich in einem Spiel verbinden (wäre leider nicht ganz einfach zu programmieren). Da könnte man dann beispielsweise in die französische Revolution hineinregieren und danach schauen, wie die heutige Welt unter diesen veränderten Prämissen ausschaut.
      Hehe. ‚Slightly mad‘ fand ich auch deshalb reizvoll, weil es humorvoll und sprachlich gekonnt gemacht ist. Beispielsweise dieses schöne ‚one wave short of a shipwreck‘.
      Für meinen Fragenkatalog habe ich schon einiges Material parat. Für die Nominationen lasse ich mir aber noch etwas Zeit. Das muss ja schon alles passen. Aber genau diese Selektion finde ich sehr spannend – ist auch in guter Anlass, endlich einige Blogs näher anzuschauen, die ich schon lange mal besuchen wollte.
      Unterm Strich würde ich sagen: Der Aufwand ist nicht ganz gering – aber es ist eine durch und durch spannende Angelegenheit. 🙂

      Gefällt 2 Personen

      1. ninahagn sagt:

        Jup, echte Antworten will ich definitiv ^^
        Stimmt, nu weiß ichs wieder, das war bei der Simplicity Geschichte, das erste Projekt, bei dem ich nach Interpretationen gefragt hab.
        Es ist eine schöne Einstellung, immer den Hinweis auf den Urheber hinzuzufügen. Ist zwar in dem Fall wirklich nicht nötig ^^ aber auf jeden Fall dem „Klauen“ von Inhalten (sprich Verwendung ohne credit) vorzuziehen, denn irgendwer hat auf jeden Fall Zeit und Arbeit investiert, um diese Inhalte zu erstellen.
        Dacht ichs mir doch ^^
        Fledermäuse hat wenn dann meine Mum in der Wohnung, dank Katze überleben die aber leider oft nicht besonders lange…
        Naja, das scheint hier auch irgendwie nicht so richtig in der Kultur eingebettet zu sein. Soll ja Länder geben, in denen fremdsprachige Inhalte generell mit Untertiteln ausgestrahlt werden, hier macht das arte oder wenn se lustig sind mal das erste. Auch ist es oft so, wenn ich mich mit Leuten über das Thema Sprache unterhalte, dass die sich mit Grauen an den Sprachunterricht in der Schule erinnern. Irgendwie bekommen wir das mit der Motivation nicht so richtig hin ^^ so lesen eben eher Liebhaber englische Bücher und kucken französische Filme (zur Übung les ich übrigens manchmal französische Blogs hier auf wordpress, wenn ich dann mutig genug zum Kommentieren bin und eine Antwort auch noch bekomme artet das richtig in Arbeit aus *g*)
        Stimmt, in Spielen (ich bin nun grad kein Strategiespielfreak, habs aber passiv nitbekommen) wird dieses Prinzip der direkten Konsequenzen ja schon lang umgesetzt.
        Es ist auch bemerkenswert, wie Freddie mit diesem Thena so humorvoll umgehen konnte, es betraf ihn ja direkt (vielleicht ja deshalb ^^) ein Bisschen irre/ durchgeknallt zu sein ist ja nichts schlimmes, aber die Angst, tatsächlich den Zugang zur Realität und sich selbst zu verlieren ist eine andere Sache. Wer dem mit Humor begegnen kann muss irgendwas vom Leben gut verstanden haben 🙂
        Man darf gespannt bleiben 🙂 ich freu mich schon!
        Naja, ganz umsonst schreib ich das ja nicht an den Anfang meines posts ^^ auch ich investiere immer ein paar gute Stunden darin, aber das ists mir wert, solang es auch Spaß macht.

        Gefällt 1 Person

        1. Random Randomsen sagt:

          Okay, echt sind die Antworten auf jeden Fall. Ich habe die inzwischen sogar in meine ‚Art Startseite‘ (woshosdgsogd) hineingepappt. 🙂

          Stimmt – der Interpretationsnovember war’s…

          Die Erwähnung der Urheberschaft finde ich aus zwei Gründen wichtig. Erstens ist diese selbstverständliche Selbstbedienung eine Form von Grobheit, der ich nichts abgewinnen kann. Und zweitens drücken die Credits eine Wertschätzung aus, die den Urhebern zusteht und die einen die Dinge auch mit anderen Augen sehen lässt. Man schätzt ihren Wert, nimmt sie also bewusster wahr und tut sich damit sogar selbst etwas Gutes (manchmal sind die Folgen des eigenen Handelns halt doch auch unmittelbar spürbar).

          In den nordischen Ländern beispielsweise ist diese Synchronitis nicht so vorhanden. Das ist auch ein Vorteil der kleinen Sprachräume. Der Aufwand ist ja gleich groß, ob man eine Synchronisation für 300’000 (Island) oder für fast 100 Million Leute (deutscher Sprachraum) macht. Auch für gut 5 Mio. (DK, NO, FI) bis knapp 10 Mio. (SE) lohnt sich das eher nicht. Entsprechend werden diese Leute quasi zu ihrem Glück gezwungen.
          Im Umgang mit Fremdsprachen ließe sich von den Niederländern einiges lernen. Auch wenn die in einer Sprache alles andere als perfekt sind, quatschen sie ziemlich unbekümmert drauflos. Offensichtlich liegt bei denen die Betonung mehr auf ‚Sprache‘ und weniger auf ‚fremd‘. Sich irgendwie verständigen lautet die Devise – und das klappt dann meist auch. Und durch die Praxis werden die Kenntnisse erweitert.
          Alltagsfernen theorielastigen Sprachunterricht halte ich für reines Gift. Ich habe in meiner Berufspraxis oft vom ‚Sprachgrausen‘ der anderen profitiert. Weil das sonst niemand machen wollte, habe ich häufig die kniffligen Aufgaben übernommen – und dabei zwar Blut geschwitzt aber auch einiges gelernt.

          Man kennt ja diesen Freddie Mercury irgendwie gar nicht richtig. Da wurde so viel erzählt und geschrieben – und er selber hat sich ja eher selten geäußert. Möglicherweise hat er ja auch durch seine Lebensgeschichte früh eine Abgeklärtheit gewonnen, die ihm einen humorvollen Umgang selbst mit den eher unlustigen Schattierungen des Lebens ermöglich hat…

          Gefällt 2 Personen

          1. ninahagn sagt:

            Das ist natürlich geschickt, das ins „about“ reinzutun 🙂
            Grad in meinem Bereich ist das Klauen von Gestaltungselementen vehement verpönt, ich finds aber auch schön, wenn Leute Inhalte komplett frei anbieten (jedes websiteicon im Impressum nennen zu müssen wär doch eher mühsam). Ich versteh aber durchaus, was du meinst, ich geb auch für gewöhnlich credit, wenns nicht gefordert ist, ist aber natürlich auch Projektabhängig.
            Ist auch wahr, dass man hier im deutschen Sprachraum oft unsicher ist und sich nicht so richtig traut eine Sprache zu sprechen, die man nicht so gut beherrscht, ich bin da keine Ausnahme ^^ z.B. wenn mich wer auf französisch anquatschen würde würd ich wohl erst mal furchtbar rumdrucksen und rumstottern. Kommt vielleicht unter anderem vom genannten Unterricht. Dass ich tatsächlich gern Englisch spreche ist ja auch ein kleineres Wunder, immer wenn ich mich mit meinem Vater auf englisch unterhalten wollte hielt er mich bei jedem vierten Satz auf und fragte, was ich falsch gemacht hab und dann begann das Ratespiel ^^. Mein Englisch- Selbstvertrauen zurückgegeben hat mir im Endeffekt ein dem Alkohol gar nicht abgeneigter Ire, den man erst nach 2 Bier einigermaßen verstanden hat, solang mein Englisch verständlicher war als seines konnte es so tragisch nicht sein ^^.
            Vermutlich. Die meisten sehr humorvollen Menschen, die ich kenne, haben einiges mitgemacht ^^.

            Gefällt 1 Person

            1. Random Randomsen sagt:

              Dieses Gespenst, dass jede Äußerung in einer fremden Sprache gleich in eine Rotstiftorgie ausartet, sitzt in vielen Hinterköpfen ganz fest. Entweder gibt man auf (tun leider viele) oder man überwindet den inneren Widerstand, macht den Schnabel auf und verständigt sich eben so gut wie’s geht. Was man dabei ja nicht vergessen sollte: Das Gegenüber ist oft heilfroh, wenn es in seiner eigenen Sprache kommunizieren darf. 🙂

              Gefällt 2 Personen

            2. ninahagn sagt:

              Ja, leider, dabei sind die meisten, wie du ja sagst, gar nicht so streng ^^ zum Beispiel bei einem französischen Blog, dem ich folge, die Autorin bedankt sich immer wieder, dass ich eben auf Französisch kommentiere, dass ich mir die Mühe mache, da lässt sie es dann auch gern durchgehen, wenn bei komplexeren Sätzen dann doch mal aufs Englische ausweiche ^^ aber so lernt man am Besten, indem man sich mit jemandem unterhält, der die Sprache beherrscht. http://youtu.be/d0yGdNEWdn0 in diesem TED Talk geht es um effizientes Erlernenn von Sprachen und auch da wird dieses Thema angesprochen, der Sprecher nennt das „Language Parent“.

              Gefällt 1 Person

            3. Random Randomsen sagt:

              Language Parent ist ein prima Stichwort. Ich glaube, da gäbe es viel ungenutztes Potenzial. Wer wirklich will, kann da leicht fündig werden.
              Apropos nicht so streng: Manchmal machen einige sprachliche Ecken und Kanten durchaus den Charme der Kommunikation aus. Das weckt ja auch Sympathie. Und gelegentlich geben Fehler halt einfach Anlass zum Schmunzeln – das ist kein Anlass für Weltuntergangsstimmung oder Leberwurstigkeit. Es entspannt die Stimmung und fördert letztlich die Kommunikation. Ich habe da selber eine lustige Begebenheit in Erinnerung. Ich wollte etwas über die Türkei sagen und beginne: „The Turkey bla bla bla…“ und denke ‚was gibt’s da zu lachen?’ 😀
              Ja. Was wohl?

              Gefällt 2 Personen

            4. ninahagn sagt:

              Ja, man müsste sich nur mal durchringen (bzw. in dem Fall ich, theoretisch hätt ich jemanden für Französisch an der Hand ^^).
              Klar, kann durchaus auch lustig sein in der Kommunikation, wenn man „nicht so perfekt“ ist, bedeutet hald auch, über den eigenen Schatten zu springen, das Risiko eingehen im schlimmsten Fall ausgelacht zu werden. Ist vermutlich ein zentraler Punkt, warum das für viele so schwer ist.
              Naja, wenn der Truthahn alle möglichen staatsbewegenden Sachen macht, das is schon witzig ^^

              Gefällt 2 Personen

            5. Random Randomsen sagt:

              Durchringen…ja…und manchmal auch ganz einfach ein wenig entspannen. Man darf diese Fremdsprecherei durchaus auch ein bisserl locker sehen. Klar gehört ausdauernde Arbeit dazu. Aber in der Praxis bieten die Sprachen einfach viel Amüsantes. Falsche Freunde können beispielsweise ganz witzig sein. Oder nur schon die Sache mit Eigennamen. Für Englischsprachige können Namen wie Roar oder Rainhard (zumindest in schriftlicher Form) witzig wirken. Oder Odd. Wenn sich jemand vorstellt: ‚My name is Odd.‘ 😉

              Gefällt 1 Person

            6. ninahagn sagt:

              Joa… ich mag bei solchen Sachen nicht zu entspannt werden, das artet in Faulheit aus 😉 aber solang ich zumindest hin und wieder übe ist das schon o.k., hab hald grad auch andere Prioritäten.
              Das ist allerdings wahr ^^ da denk ich spontan an die Pseudoenglisch Konversationen mit meinem besten Freund, das wird streckenweise sogar herausfordernd, wie viele englisch klingende (aber doch „falsch“ eingesetzte oder komplett an den Haaren herbeigezogene) Worte und Kombinationen man so finden kann, falsche Freunde sind da deine Freunde ^^.
              My name is Odd ist natürlich auch nicht schlecht 😉

              Gefällt 1 Person

            7. Random Randomsen sagt:

              Genau durch solche entspannten Aktivitäten wie die Pseudoenglisch Konversationen lässt sich eine Sprache sehr gut ausloten und besser kennen lernen. Das kann ja auch immer wieder Anlass zu einer Erweiterung / Vertiefung des Wortschatzes bieten.

              Übrigens: Ohne die echte Freude an falschen Freunden gäbe es die Randomsen-Seite gar nicht. 😉

              Gefällt 1 Person

            8. ninahagn sagt:

              Genau 🙂 vor allem weil eben Perfektion NICHT das Ziel ist sondern das Spiel mit der Sprache im Mittelpunkt steht.
              Dass dein Blog verspielt ist wär mir nun gaaaar nicht aufgefallen 😉

              Gefällt 1 Person

  2. Ulrike Sokul sagt:

    Ach, das war nun eine interessante „Belauschung“ eures schönen, konstruktiven Dialoges.
    Und die Fragen sind klug, die Antworten sind klug und flüssig ERZÄHLT, und ich weiß nun etwas mehr von Dir und von Nina.
    Wenn Menschen sich etwas zu sagen haben, hört man einfach gerne hin! 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Random Randomsen sagt:

      Vielen Dank. Genau das sind, finde ich, ausgesprochen schöne Seiten der WP-Blogwelt: Dass erstens solche Dialoge überhaupt zustande kommen, und dass, zweitens, diese Diskussionen offen sind für alle, die mithören oder auch mitreden wollen. Das echte, blühende Leben… 🙂

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.